Lieferbar: Dominik Riedo – Spittelers Zeichen

Dominik Riedo
Spittelers Zeichen
Mit einem Nachwort des Autors

Das Buch zum Spitteler-Jubiläumsjahr 2019
(100 Jahre Literaturnobelpreis)

Der Band beschäftigt sich mit der Zeichensetzung in Carl Spittelers Werk. In diversen Texten und Textsorten Spittelers werden die alphabetischen Zeichen, aber auch Leerräume vollständig eliminiert, sodass nur noch verdichtete Muster bzw. Schemata aus Satzzeichen verbleiben. Es ergeben sich eigene textuelle Ästhetiken, syntaktische Visualitäten, und ein spezifisches Spitteler-Textgewebe, das auch neue Rückschlüsse bzw. Interpretationen ermöglicht. Der Ansatz verweist einerseits auf neuere literaturwissenschaftliche Verfahren (z.B. des distant reading oder Techniken der Datenvisualisierung) und generiert, unterstützt oder widerlegt Thesen zu Spittelers Poetik. Andererseits ist es selbst eine werkerzeugende, künstlerische Arbeitstechnik, die vorwiegend im konzeptuellen Bereich oder bei der Erasure Art angewendet wird. Dominik Riedo hat eine Textauswahl getroffen, solche Muster erstellt, statistisch erfasst sowie kontextualisiert und setzt sich mit den Ergebnissen in einem Nachwort auseinander.

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März 2019, 120 S., 19 x 12 cm, Broschur
ISBN: 978-3-905846-51-5, €16 / 20 SFr
Mit vier noch unveröffentlichten
Handschriften-Faksimiles

Salzkristalle & Trüffelpilze (Auszüge, 01/2019)

Sollte die eigentlich doofe Schöpfungsgeschichte mit der Vertreibung aus dem Paradies wirklich die märchenhafte Manifestation des Dramas der Urverletzung der harmonischen Welt des Säuglings sein? Papa bös? Und Mama ist ja eh die Schlange (wenn man hebräisch kann). Aber was ist dann der andere Schöpfungsmythos, die Schaffung in sechs Tagen? Das Licht-Erblicken und -Erfassen?

 

Mundmotorik.

 

Blitzkerl Bruder? Betriebsnudel Scheelmichel!

 

Poetikklischees (und schléchte nóch dazú, weil fálsch gerádezú): Die Dichtkunst ist ein Geweb’ ew’ger Zeiten / Verknüpfter Fäden Federführung … Bla bla bla, der beste Teil, mein Teil ist hier, und Du, lieber Fritz, gleich nach Herder Deutschlands größter Mumpfer, und also darf ich, wie der geniale Goethe schon empfand und empfahl, mit Empathie und grunzgrunzgrunz …

 
 
 
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