Salzkristalle & Trüffelpilze (Auszüge, 02/2017)

Die Poetik strategischer Benennungen und ihre Folgen: Wenn eine kleine Insel plötzlich ein »Sprungbrett« zum feindlichen Festland wird, und man Tausende von Soldaten opfert, obwohl das Eiland am Ende wertlos war.
 
 
 
 

Wir sollten wieder lernen, Nachwelt zu sein …
 
 
 
 

Im Gäbelbachtal, gestern: Prinzessinenhaft reitet sie durchs Bächlein, den Abhang hoch, das Hündchen neben ihr bellt aufgeregt. Steht doch oben, auf einem prächtigen schwarzen Rappen, der Prinz: Hoch aufgerichtet – oh, jetzt reißt er sogar noch sein Pferd hoch, es steht auf den zwei Hinterbeinen, stolz und frei. Hey, geht da das Mäulchen der Prinzessin auf. Und sie reiten aufeinander zu …
 
 
 
 

Ich wünschte mir, ich wär’ ein Tier!
 
 
 
 

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Lieferbar: to shake shake shake. operattles (Christina C. Messner)

Christina C. Messner
to shake shake shake
operattles
Mit einem Essay von Rainer Nonnenmann

März 2017, 94 S., 13,7 x 20,5 cm, Broschur
ISBN: 978-3-905846-42-3, €14 / 17 SFr
Mit zahlreichen Abb.

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Immer wieder suchten Künstler nach Alternativen zum großen Mahlwerk Oper. Die alte Gattung wurde parodiert, dekonstruiert, demontiert, flexibilisiert, collagiert, remixed und hybridisiert. Christina C. Messners operattles sind Winzigkeiten, zumal im Vergleich mit der sonstigen Größe von Musiktheaterwerken. Ihre “Shakespeare-Destillate” folgen einem reduktiven Konzept: Sie kommen ohne Umschweife, Schnörkel, Vor- und Nachrede sofort zur Sache, um Wesentliches mit größtmöglicher Klarheit und Prägnanz kraftvoll und ausdrucksstark auf den Punkt zu bringen, in der Hoffnung, dass sich dies auch dem Publikum als ebenso intensive, ästhetische Erfahrung mitteilt. (R. Nonnenmann)

Christina C. Messner lebt in Köln. Sie ist Komponistin und Musikerin und arbeitet in den Bereichen Neue Musik, Performance und Improvisation. Sie beschäftigt sich intensiv mit verschiedenen Formen der Verbindung von Musik, Sprache und Bild. / Rainer Nonnenmann ist Professor an der HfMT in Köln und Autor zahlreicher Bücher und Aufsätze zur Musik und Musikästhetik des 19. bis 21. Jahrhunderts.

Leseprobe (PDF)

mehr: http://www.etkbooks.com/shake

Lieferbar: nicht begonnenes fortsetzen. Text, Kontur, Schatten (Hartmut Abendschein)

Hartmut Abendschein
nicht begonnenes fortsetzen.
Text, Kontur, Schatten
Mit einem Nachwort von Norbert W. Schlinkert

März 2017, 98 S., 19 x 12 cm, Broschur
ISBN: 978-3-905846-43-0, €14 / 17 SFr
Mit zahlreichen Abb.

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“nicht begonnenes fortsetzen” ist ein korpuspoetisches Projekt und beschäftigt sich u.a. mit der Poetik der Textkontur. Gesammelte Texte und Aufzeichnungen eines Zeitabschnitts werden in einen Dialog mit Klappdrucken gebracht, die deren Textumriss, aber auch Dichte bzw. Flächigkeit vorgeben. Durch weitere Manipulationen und Umgestaltungen der Textkörper finden nicht nur sichtbare Veränderungen der ursprünglichen Textsemantiken statt. Das Verfahren ermöglicht es zudem, ursprünglich kleinere, unabhängige Einheiten miteinander in Verbindung zu bringen und zu grösseren, assoziativen Textgebilden bzw. metrisierten Erinnerungsgeweben zu verdichten. Die Arbeit soll für die Ästhetik und Semantik des Umrisses sensibilisieren und ist ein eposartiges, fliessendes Textambiente an der Schnittstelle von Konzeptliteratur, Bildender Kunst und Konkreter Poesie.

Der Text & die Kontur: Das Wechselspiel von Textfigur und Klappdruckfigur bei Betrachtung der Doppelseiten aus einer größeren Entfernung schlägt, sobald der Text bei Annäherung lesbar wird, förmlich um von der Form hin zu Inhalt, Bedeutung und gegenseitigem Bezug, zu einer sich erschließenden Textur. Erkenne ich einen Klappdruck als eine Art Riesenspinne von Louise Bourgeois, so finde ich in Abendscheins Textgeweben an einer Stelle eine junge Spinne ihr Netz weben, ein Frosch im Gleitflug verweist auf Frösche im Text und so weiter. Aber auch weit weniger eindeutige Bezüge ergeben sich jederzeit, überhaupt wird wohl jeder Betrachter, jeder Leser zunächst eigene Assoziationen zu den Drucken haben, denn diese springen ihrer Präsenz, ihrer Schwärze wegen so oder so zunächst ins Auge, um danach dann den gegenübergestellten Text auf ureigene Weise unbewusst zu scannen. Demzufolge kann, ja muss (dem Projekt) eine Art von Beginnlosigkeit ganz im Sinne von Botho Strauss zugeschrieben werden. Strauss schreibt: „Was wir als bewußte Wahrnehmung empfinden, ist in Wahrheit die Fokuseinstellung des Gehirns auf eigene, in einem bestimmten Augenblick besonders stimulierte interne Prozesse. Isolieren, Auswählen, Scharfstellen, Stabilisieren. Ob ich einen Gegenstand in Betracht nehme, entscheidet eine vorwillentliche Reizung, ein enzymatischer Befehl“. (N.W. Schlinkert)

Leseprobe (PDF)

buchvernissage nicht begonnenes fortsetzen: café kairo, 6. april 2017

mehr: http://www.etkbooks.com/fortsetzen

Salzkristalle & Trüffelpilze (Auszüge, 01/2017)

Dynamuh.

Individuschnell.

»Prednison Streu-li«: Wie kommt man auf solche Namen?

Literatur, eine Richtung davon: Nicht Realität wird abgebildet, sondern erinnerte Realität. Gedächtnis presst Erinnerungen zusammen und bewahrt im Text das alternde, alte, verfliegende Leben.

Die Leere von Plänen, Vorhaben und Zukunftsaussichten …

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Litblogs.net Lesezeichen 04/2016

Die Lesezeichen-Ausgabe 04/2016 erschien am 16. Januar 2017.

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In dieser Ausgabe:

Gekenterte Boote und Glockenjungen, der Unterschied von Regen­- und Schnee­schir­men, Millenniumspatzen und Kettensägen, Lärchenschwämme und Minnesänger, Pferde in Wiesenträumen, Gabriela Mistral, Pablo Neruda und Antonio Skármeta, großformatige Ritter-Bilder und ein Baugerüst in Paris, Schweighöfer, Houellebecq, Bourdieu und Raoul Schrott, schlanke, androgyne, junge Männer und Frauen in Slim Jeans und T-Shirts mit sonderbaren Aufdrucken, zerbröselte Illusionen, Divertimentiuvm.

ZUM INHALT …