Litblogs.net Lesezeichen 01/2016

Die Lesezeichen-Ausgabe 01/2016 erschien am 11. April 2016.

In dieser Ausgabe:

Hanns Dieter Hüsch und der Niederrhein, Jean Paul und Friedhelm Rathjen, Dr. Dre & Ice Cube, die Liebe als Struktur, Ossama Moham­med und Wiam Simav Bedir­xan, Hyazinthen und Rotmilane, Benzin und Möwen, Hans Castorp versus Gregor Lanmeister, ein Bra, Kiefer und Baselitz, Pillen und Gewaltphantasien, die Wahl der Würmer, Schwäne, Brunnen, Kritteleien und Schwarzwälderkirschtortenuvm.

ZUM INHALT …

Salzkristalle & Trüffelpilze (Auszüge, 03/2016)

Ha: ›Readymade‹ gibt’s in der Literatur schon lange; man nehme ein Zitat (oder den Ausspruch des Nachbarn im Lift) und montiere es ins Kunstwerk …
 
 
 
 
Die Nacht schrubbt uns neu.
 
 
 
 
Nach seinem Tod dauerte der Ruhm noch einige Jahre an. Spitteler war trotz des Nobelpreises nicht nachhaltig zum Allgemeingut geworden. 1945 begann immerhin noch die Edition der «Gesammelten Werke», und zwar, das war bei der Schenkung des Nachlasses an die Eidgenossenschaft durch die beiden Töchter 1933 so vereinbart worden, im Auftrag der Schweizerischen Eidgenossenschaft; 1973 erschien dann noch die ausführliche Biographie von Werner Stauffacher. Trotzdem sind seither sein Ruhm und die Kenntnis seines Werks stetig gesunken. Die Rezeption von Spittelers epischem Werk ist seit der Mitte des 20. Jahrhunderts stark rückläufig. Die Älteren kennen meist noch einige Gedichte, die sie früher in der Schule lernen mussten, und unvergessen bleibt seine Rede vom Dezember 1914, mit der er sich zu Beginn des Ersten Weltkriegs, in die Zukunft schauend, zum Vater des absoluten Neutralitätsgedankens gemacht hatte und aufgrund derer er vor allem in der Zeit der geistigen Landesverteidigung und im beginnenden Kalten Krieg regelrecht zum ‹Säulenheiligen der Neutralität› stilisiert wurde.
 
 
 
 
Tagebuch, Nachtbuch; Begriffe, Tropen; Tagträume und Träume.
 
 
 
 
Zum Blog Salzkristalle & Trüffelpilze

Genschel, Mara: Referenzfläche 1# (Digitalisat)

 

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DOI: 10.17436/etk.c.033
Download, PDF (Digitalisat, 2.8 MB)
Repository Uni Bern (BORIS DOI: 10.7892/boris.72995)

Referenzfläche 1#
© Mara Genschel, 2012
© Mara Genschel und edition taberna kritika, 2016 (dieses Digitalisat)
etkcontext 033
edition taberna kritika, www.etkbooks.com

Mara Genschel, geboren 1982 in Bonn, studierte bis 2004 Musik an der Hochschule für Musik Detmold und bis 2008 Literatur am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Sie arbeitet vorrangig an visuellen und klanglichen Aspekten von Literatur. 2008 erschien ihr Gedichtband Tonbrand Schlaf, 2009 das Künstlerbuch Vom Nachtalpenweg. 2012 startete sie ihr eigenes Publikationskonzept Referenzfläche, in dem sie Texte mit handschriftlichen und anderen manuellen Eingriffen realisiert und in kleinen Auflagen zum Selbstkostenpreis vertreibt. Der 2015 von Bertram Reinecke herausgegebene Materialband Mara Genschel Material enthält Faksimiles dieser Arbeiten sowie begleitende Essays von Kritikern und Kollegen. Seit 2014 arbeitet sie verstärkt an performativen Verfahren, in denen sie mit der Vermittelbarkeit von Text experimentiert – wobei es sich meist nicht vermeiden lässt, die herkömmlichen Konzepte von Literaturveranstaltungen kritisch zu reflektieren. In diesem Zusammenhang entstehen auch immer wieder Zusammenarbeiten mit anderen Künstlern (u.a. Valeri Scherstjanoi, Martin Schüttler, Mario de Vega). Ihr Publikationsansatz umfasst außerdem einige Ausstellungskonzepte, wie zuletzt: „Siegener Schrift/Bild 20.

Mehr: http://referenzflaeche.com/