2007-12-01 La plus grande des

the sooner the better

flenne in meinem lotterbett

dem schreibbett stottere grinse

an bein tuch laken greine mich

verzotteltes haar winsle über den

balkon rand flüstere ich lieblich die

morgensonne lächere mich wenn

bloss du hier wärst umarme das

teeglas bald ist oder ein spazieren

gehen zum NIL das ist gar nicht so

einfach einfach

La plus grande des solitudes so Tahar Ben Jelloun und man geht auseinander, einfach so, verzieht sich, ich flenne rotze huste weine. Schlieriges Licht. Oder lesen von Kurzsichtigkeit. Der SCHLEIER nebulös eine Weise des Sehens und dies Gebilde STADT entzieht? Ja, wem denn? Schleier, nein, festes Tuch bei 29°C schwarzes buntes Tuch über cotton Tuch sheet gespannt, in milchig VERSCHLEIERTER mit Namen Kairo gehe, atme umgehend Hauch aus Verbranntem. Wüstenstaub? R. schrieb Dein Foto ist ja unerwartet! das Brutale zartgefärbt! ein bisschen Dunst tut immer gut das ist so poetisch jedenfalls ist die Farbe sehr schön auf meinem Bildschirm! Morgen früh muss

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2007-11-30 Lieber A., (ich) habe

lichter gesehen wie nachts so ein meer

was ein gedicht aus macht das schwabben

von wörtern hindern so

still

Lieber A., (ich) habe den Text überarbeitet, er scheint mir nun, wie man so sagt, zu funktionieren. Heute ist Freitag, das heisst Sonntag, am Sonntag ist dann hier, was für uns der Montag ist. Man gewöhnt sich um, auch in anderem. Herzliche Grüsse. Elisabeth. Liebe B., das Abholen klappt, es ist organisiert! Wir werden, inschallah, am Zaun stehen, der Fahrer und ich! Gute Reise, ich freue mich sehr auf Deine Ankunft! Lieber R., (ich) versuche SENDE! Bild von SCHEINTÜREN sie mögen aufklappen hysterisieren und nix rosa Brille jetzt hab ich so gut wie gepackt hoffentlich alle Adressen irgendwo so notiert, dass ich sie finde, bei Bedarf auch die damned Ladegeräte und Stromstecker

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2007-11-29 oder was alles weg

vielleicht auf die FORM ver oder

gegessen blitzschnelle ANTWORT

für DICH manches wie sie da wie er es da

wie es da pulst plüscht bauscht

so lieb mit so lieb mit

oder lippen saum sacht

kräuselt

oder was alles weg fiel was ich alles aus liess welches Decrescendo mir entging ich niederschrieb und nicht exzerpierte was ich nicht notierte was es hier gibt und nicht gibt und doch gibt es gibt hier nicht Stunden Schläge doch das Läuten von Glocken doch doch ich hörte täglich, ja, kurz vor sechs, ja, und dazu die Rufe die Anrufungen die kleinen Töne das Ansagen das rasche Sagen das Gerede im Reden das Anschwellen der Sätze und ihrer Überlagerungen das Ausklingen liebe Lisa (ich) lese heute aus meinen Gedichten, erwarte Kontroversen, sind die Übersetzungen nun gut, es mag an den zugrunde liegenden Originalen liegen, die ja auch nicht nach jedermanns Gusto sind ich grüsse Dich

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2007-11-28 blinded oder ich Verblendete

schreibfüssig meiner fotobrust nach

so hinten nach spaziert dann nieder

gesessen einen tee getrunken auf

geschaut es war zeit zu gehen

der mond 1 gelbe pflaume

der mond eine pflaume unter

dem tisch meinen hals gesucht zum

teufel gewünscht eine gegenwart nach

honig zucker rohrsaft granatäpfel in

handpalme karessiert geknetet hin

handpalme dressiert gewalkt drin

gehört ein klöpfeln fingerspitzen über

dem busen meeresscherz schwarz hin

schwabbt das gemein des meers bei

lichte besehen das meer die stadt da

blinded oder ich Verblendete vom Frühlicht geblendet die Sonne hinter Zirren und gleich DIE WINTERLICHE KÜHLE! Das Hotel sieht zur See und ich schaue wir schauen man sieht den Gästen über die Schultern eine Zuschauerin oder ZUR SCHAU gestellt (ich) notiere Lucas Cejpek erfand die Figur des Beobachters sehr neu und was eine Schriftstellerin sei, wenn nicht SAMMLERIN von Fassaden hier des 19. Jahrhunderts auch ein Hotel WINDSOR (mich) anmutend Fassade um Fassade eher nicht italienisch mag türkisch eine Gegenwart Honig sein trank Granatapfelsaft welches Foto nicht gemacht haben bis DANN es doch gemacht haben aber das Andere aber alsdann

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2007-11-27 lost and found unter

hals tut weh ich huste nase

rinnt ich vergesse dinge ein

zupacken wo ist mein schreib stift

er ihn wieder gefunden habe

verschwunden bleibe apparat für

digitales licht bild welches so

mit nichten vernicht geschrieben

wortsamkeit schweiglicher ausruh

mediterranes oh OH wo steht mir mein kopf

ALEXANDRIA oh ISKENDERIYA

lost and found unter dem Bett den Hals verloren im Haus der Schriftstellers Kavafis Stimme Zug um Zug nein nein im Zug meine Kammer also Foto Apparat 3 Fotos vom Nildelta verloren vom Zug aus Blick auf und kein Bild in Alex notiert hören, zu hören, zuhören, horchen! in KAIRO! schauen hinausschauen! aus ALEXANDRIA hinaus! aufs Meer aufs Meer! Doch dann, von Fund Büro Bahn Polizei zu Posten zu Posten im Garten der Posten und alle waren freundlich so ein Licht! entzündeter Abend man protokollierte und man hatte gefunden! Und man würde mir übergeben! Dann fielen mir die Augen immer öfter zu. Dann wurde der Abend an der CORNICHE immer länger. Dann lud sie zu sich

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