Kamerad











































Quote „Hellmann im Auto Los – ! Die Zweige, mit denen der Wagen getarnt war, fallen ab, und das Auto setzt sich langsam in Bewegung, Richtung Kreuzung. Am Motorrad wird der Kickstarter angetreten, und der zweite Mann setzt sich auf den Sozius, …“ (o.S.)
Source Hans Beimler, Kamerad. Autor Rudi Kurz, Verlag Henschelverl., 1970, 247 Seiten
Keywords Strasse, Zuschauer, Radrennen, Motorräder, Fahrräder, Kreuzung, Autos
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Produced 21.06.2009, 01:59 PM
Added 26.11.2009, 05:47 PM
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(self-portrayed by someone else 2: worst club)

DLT: 1 Grundsätzliches

Der literarische Troll

Spekulationen zum Verständnis einer Funktion als Figur

(Essay, Beta)

1 Grundsätzliches

DER DOVRE-ALTE.

Wodurch unterscheiden sich Mensch und Troll?

PEER GYNT.

Die unterscheiden sich wohl nicht sehr.

Großtroll will zwicken und Kleintroll will zwacken; –

Ganz wie bei uns, wenn’s erlaubt nur wär’.


Henrik Ibsen, Peer Gynt

Die überlieferten Erzählungen einer kulturellen Gemeinschaft werden bisweilen von seltsamen Wesen bevölkert. Diese Wesen können Figuren sein, denen besondere Merkmale zugewiesen werden, umgekehrt kann es aber auch eine gewisse Form des Erzählens selbst sein, das sich zu so einem Wesen figuriert.

Die in Skandinavien besonders reiche Tradition von Texten, die sich um Trolle, Berg- und andere Geister ranken, werden auch im Rahmen von Kulturtheorien verhandelt, denen zufolge „alle zivilisatorische Aktivität als Zähmung innerer elementarer Energien, die der Mensch als ‚Naturwille‘ oder ‚Explosionskraft‘ erlebt, verstanden werden muss. Diese der Psyche innewohnenden Triebkräfte spaltet der Mensch von seinem Selbstbild ab.“ (1)

Die Auseinandersetzung von Protagonisten mit solchen Kobolden, Dämonen oder ungeschlachten Kerlen unterschiedlichster Grösse, die sich seit dem 17. Jahrhundert auch in deutschsprachigen Literaturen tummeln, können auf dieser Folie immer auch im Kontext des Gegensatzes von Individualität und verinnerlichten kulturellen Zwangs, bis hin zu Symbolisierungen von schizophrener Persönlichkeit gelesen werden; wie Mythenwesen sich generell für Analysen dieser Sorte anbieten. Dabei sind Trolle auf den zweiten Blick keineswegs nur schlechtgelaunte oder übelwollende Kreaturen. Man hat von ihnen auch als Menschenverbündete gelesen, die in ihrer anthropomorphen Gestalt durchaus auch anthropophile Züge zeitigen, etwa als Verbündete des Menschen im Zeichen des Fortschritts, wie beispielsweise in Einar Benediktssons Dichtung (2).

Die Ruchbarkeit des Fiktionalen hängt auch jüngsten Textsorten an, die oder deren „Urheber“ mit dem Trollbegriff in Verbindung gebracht werden.

Schon seit den frühen 1990ern finden sich in Newsgroups, später dann in anderen Kommunikationsgefässen des Internets wie Plattformen und Weblogs derlei Bezeichnungen und Statuszuweisungen von Beiträgern und Autorschaften als „Troll“ statt und läuten damit eine alternative Begriffskarriere ein, die sich letztlich in Enzyklopädien (3) nicht nur der Netzkultur spiegelt.

Dabei befinden sich die als Einzel- wie auch Hordenwesen auftretenden Phänomene in Netz- wie Mythenraum in breiten verwandtschaftlichen Beziehungen aufgestellt. Werden Trolle als Unholde, Riesen oder Zauberwesen im Verein mit Feen, Elfen oder Hexen fiktiv vergesellschaftet, sind diesen in jenem den Flamern, Kooks (4), Shills oder anderen Sockpuppets (5) in fast familiäre Bande zugeordnet. Die Trollwiesen (6), die das Netz dieser tollen Sippe bereithält, sind dagegen der Mythenforschung im Moment noch weniger bekannt.

Wo immer sich – rabulistisch, eristisch – hier wie dort ein Raum erhitzt oder sich dazu anbietet, kann man sicher davon ausgehen, auf den einen oder anderen Dampfplauderer zu treffen, der versucht, die Suppe am Kochen zu halten. Das natürlich nur, wenn man ihn lässt, hüben wie drüben, wenn also die einschränkenden Massnahmen der Verhinderung seiner Existenz, der Grad von Dichtung und Imagination und dessen Tradition bzw. den Massnahmen der In- und Exklusivität von Forenbetreibern, Herausgebern, Autorschaften und anderen Türstehern der Form vor Text, erlauben.

Letztere Massnahmen wiederum können selbst Ansporn (7) für Trolle sein, die Hürden einer Zensur ihres Textes und Auftritts zu überspringen und sich doch unerkannt in einen anschwellenden Diskurs einzupflanzen und diesen, je nach dem, kollabieren zu lassen. Die Grenze zur Grauzone der Kollaborateure kollaborativen Textens ist bisweilen schwer auszumachen.

Next: 2 Der Troll als Funktion – 2.1 Geschichten und Orte

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1 Joachim Schiedermair: Jonas Lie, Trold. Vgl. Artikel / Hinweise in KLL

2 Gert Kreutzer: Einar Benediktsson, Das lyrische Werk. Vgl. Artikel / Hinweise in KLL

3 „troll, n.1. Oxford University Press. 2006.“ . (Q) Retrieved 1 March 2010. OED gives an example from alt.folklore.urban (Usenet newsgroup), 14 Dec 1992

4 vgl. http://www.searchlores.org/way_kook.htm

5 vgl. http://en.wikipedia.org/wiki/Sockpuppet_(Internet)

6 vgl. die „Trollwiese“ bei Heise-Online. „Hier ist Füttern erlaubt!“

7 vgl. den Aufsatz über das Trollen als Kunstform (englisch): http://www.urban75.com/Mag/troll.html

Infantenfuturismus (notula nova 128)

(Und: Antti Lovaags Laboratorium der Sternwarte der Cote d’Azur bei Grass als

Prototyp der

Barbapapa

Gummiwagenburg

hier wär ein Bildvergleich schön.)

Infantenfuturismus

Habitology

Rundismus

(wenn arriviert: Rundistik)

Vielleicht das Projektkürzel überdenken (fürs spätere Retrieval, für Webdinge und Dateinamen):

SU? SchU? S-U?

Letzteres mit Anspielung auf die ursprüngliche Titelschreibweise, mit Bindestrich. Sozusagen: das “S” (Subjekt) an das das “U” (ein Umgedrehtes, also “∩” anhängt, visuell:

S



kurz: S-∩ (mit dem Vereinigungszeichen (oder “Oderung”?) aus der Mengenlehre. Und zur Etymol.:

Urs -> der Bär. Ursli > der kleine Bär (auch den astronom. und astrolog. Hintergrund beleuchten), die Schelle (Etymol.? Auch im Kartenspiel. Handschellen … Schellen-Urs: die Vorstellung eines gefangenen, gerade festgenommenen Straftäters (Strauss-Kahn, vgl. auch den Ansatz von C.M.)

Zu den Blödmaschinen (Seesslen u.a.): Warum werden diese Maschinen nicht beschrieben als ein Dispositiv? (Und warum wird auch nicht dieses i.d.F. sehr geeignete Wort benutzt?) Stattdessen diese als Ideologeme zu beschreiben, die mit paraideologischer Registratur in Beziehung gebracht werden. Eine ernstere Sprache hätte den Text vielleicht noch viel kräftiger und haltbarer gemacht.)

(Aber schön: das Publikum als “produktivistisches Theater“)

Maschinenstürmer sein

(A.i.d.B.: die Schellen-Ursli-Maschine stürmen.)

Gretas Geheimnis











































Quote „Am Anfang war sie jeden Morgen, kaum dass der Postbote ein Haus weiter war, zum Briefkasten gerannt und dachte: Vielleicht … Dass es für die Freundin viel einfacher war, die Straße hinauf zur Schule zu gehen, anstatt mit dem Bus eine …“ (S.8
Source Gretas Geheimnis: Das verborgene Zimmer. Teil 1. Autor Regine Klare, Verlag Asaro Verlag, 2008, 271 Seiten
Keywords Bus, Strasse, Briefkasten, Briefträger, Postbote, Fahrradfahrer, Frau, Lastwagen
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