@etkbooks twitterweek (20100213)

RT @Lotree: Die Shakespeare-Suchmaschine http://bit.ly/aQcUrD #lbn (nicht zu verwechseln mit der shakespeare-such-maschine) / @goncourt ah! ein wunderbarer seneca-aphorismus. mein lateinlehrerliebling … / goncourt: @etkbooks Der Traum des Frosches gebiert Unken heuer. / @goncourt würde gern mal wieder heuer lesen. also wie in “In Greifswald ist heuer wieder recht viel Schnee.” / http://flattr.com/beta/ … #lbn / new blog post: Stichwort Xenophobiekritik http://bit.ly/aRyIua new blog post: 2007-12-03 da in der Nacht http://bit.ly/cpfJir / “Das Alles hat einen hystorischen Hindergrund.” http://trunc.it/5jng8 / leipziger nominationen: ist ja auch ein buch- und kein literaturpreis. sehn alle handwerklich sauber gearbeitet aus. http://trunc.it/5fcdq / vgl. dazu auch http://de.wikipedia.org/wiki/Einflussangst / “nach oben wird zitiert, nach unten abgeschrieben” #wörter / new blog post: Kölner Trilogie I: Weiberfastnacht http://bit.ly/b5q0zv / Don Alphonso: Das Deutsche Feuilleton entschuldigt sich (ansatzweise) beim Internet … http://trunc.it/5hzfz #lbn #afterburner / andererseits wäre es wohl kaum besser machbar, ein derartiges intertextualitätsspielchen in dieser breite zu inszenieren bzw. organisieren. / http://www.schreibstar.tv/ #lbn / RT @rittinergomez: neues von der isla volante: literaturpreis 2010 http://www.isla-volante.ch/literaturpreis-2010/ #lbn / new blog post: Filtern (notula nova 72) http://bit.ly/cFqmFI / ewd @ fixpoetry http://tinyurl.com/ycnd5fk / new blog post: Literaturtheorie, praktisch: Franz Kafka – Kleine Formen http://bit.ly/94RdBo / o.k., genug hegemania. man muss das alles nun auch nicht überbewerten … die nächste dorfsau, bitte. / oh dear, http://wehateyourblog.com/2009/11/25/d/ / und: die spon-dichotomie wunderkind – blogger #lbn / goncourt: @etkbooks Tatsächlich, ein Jungautor vom Bahnhof Zoo muss nicht mehr wie 17 aussehen. / @goncourt / @bov … und bastelt an interviews fürs börsenblatt und seiner geburtsurkunde … verstehe. / goncourt: @etkbooks Ich glaube, @bov hat sich verdrückt. / RT @umblaetterer: »Axolotl Roadkill« und die Unfähigkeit zu googlen: http://bit.ly/9FnKAM @SuKuLTuR #lbn / apropos plagiat / zitat / montage: wir erinnern hier an den “Strukturappell der Texte” http://trunc.it/5e33a / @bov hätten interesse. exposé und urinprobe bitte mit negativem docoloc-resultat via dm … / links sein … “auf diese angetrunken poetische linksrheinische art”. / Das Originalgenie des Ingenieurs … STROBO / Axolotl … http://tinyurl.com/yezzwxm #lbn / new blog post: I mihi ipso scribo http://bit.ly/bYoeHO / das digitale durchsickern kritischer leidenschaft … / thomas stangl derrida / RT @SuKuLTuR: Plagiatsvorwürfe gegen “Axolotl-Roadkill”. Abgeschrieben vom SuKuLTuR-Roman STROBO? http://bit.ly/9RZq8e #lbn

Stichwort Xenophobiekritik

Da es offensichtlich seitens der Online-Redaktion von “Der Bund” nicht opportun war, meinen kleinen Hinweiskommentar zu diesem Artikel freizuschalten, möchte ich das hier nachholen:

selbiger autor und “wissenschaftler” marc helbling hat übrigens im bund gestern einen artikel (der leider nicht online ist, warum wohl?) verfasst, in dem xenophobiekritiker als “Gutmenschen” (O-Ton) abgetan werden. die wahl dieser expliziten kampfvokabel rechter parteien und gruppen wirft doch einige fragen nach der objektivität auf …

Filtern (notula nova 72)

Überhaupt: “There is a crack in everything. That’s how the light gets in.” (Leonard Cohen, Anthem, 1993)

Lichtpartner #wörter

(Ein paar kleine Bemerkungen zum Stand der Überlegungen an der DBRF (Datenbank der Realfiktionen / database of real fiction): erste Filterung: OK. Sämtliche Filme mit Spuren sichtbarer Autorschaft (und dessen Umfeld) wurden herausgenommen. Ein Datenschema wurde entworfen. Datenarten definiert. Eine Vorgehensweise zur Ermittlung von Primärtext (vorzugsweise via googlebooks-Retrieval) wurde skizziert, ist aber noch zu verfeinern, weiter zu testen. Möglicherweise ist mit normiertem Vokabular und Thesaurus zu arbeiten (SWD o.ä.) Man muss über die Reihenfolge von sich allmählich reduzierender Retrievalbegriffsmengen nachdenken. Über ihre (objektivierbare) Reduktion zur Erhöhung bzw. Herstellung von Treffermengen. Vielleicht ist auch eine Anordnung der Terme vom Besonderen zum Allgemeinen sinnvoll, zusätzlich. Erste Tests mit Möglichkeiten der Labelung und Annotation von youtube-Filmchen. Einer schlichten Ästhetik ist dabei der Vorzug zu geben. So werden einige Dinge klarer und andere unklarer werden. Nächste To-dos: weitere Filterung des Filtrats. Festlegung der Materialmengen. Weitere Prototypisierung von DB-Elementen. Und was uns sonst noch so dazu einfällt.)

Und: My new text-to-speech-feature. (Turn it on, please!)

(Das text-to-speech-feature. Und das speech-to-text-feature. Das Henne-Ei-Problem ersten Daseins. Jetzt mal anthropologisch gesehen. Die text-to-speech-Ontologie. Oder generell. Grammatologie u.ä.)

Vom Kollegen (dem Literaturpreis-, nein, Buchpreisträger der Stadt (er trägt immer noch schwer daran)) einen Ortheil-Auszug geschenkt bekommen. In “Erfindung des Lebens” die Kappespassage gelesen. Oh Nippes. (Das Kölsche Nicht- oder Nurfastkölnerwissen, das sich gegen eigenes Ex-Wissen stemmt. Das Verschüttwissen oder Begrabenwissen. Dagegen aber wissen: Der Kappes hat doch dichtgemacht. Oder nicht? Oder ist er schon wieder offen?)

Die Orte verschwinden, wenn wir nicht mehr da sind. Wenn wir sie nicht begleiten können oder wollen, sind sie schnell auf einmal weg. Über Nacht, geradezu.

I mihi ipso scribo

Was treibt Dich dazu, im Zeitalter schwindender Handschriftlichkeit den Fokus auf eine aussterbende Kulturtechnik zu richten? Welche Erkenntnisse erhoffst Du Dir? Oder glaubst Du nicht an eine Erkenntnis, sondern nur an den Reiz des Archivierens? (sru)

„Verzeih mir meine unausstehliche Schrift und meinen Mißmuth darüber. Du weißt, wie sehr ich mich darüber ärgere, und wie meine Gedanken dabei aufhören“. Und: „Ja, die Barbarei meiner Handschrift, die niemand mehr lesen kann, ich auch nicht! (Weshalb lasse ich meine Gedanken drucken? Damit die für mich lesbar werden. Verzeihung, auch dafür!)“. Und: „Das Ms erweist sich seltsamer Weise als ‚unedierbar‘. Das kommt von dem Princip des ‚mihi ipso scribo‘.“ heisst es in Briefen Friedrich Nietzsches an Carl von Gersdorff, Franz Overbeck und Paul Rée. (1)

Entschuldigend, aber auch mit einem gewissen Selbstbewusstsein erläuternd, bemerkt Nietzsche also die Unlesbarkeit seiner Handschrift, gesteht ihr aber auch ein Mass an Exklusivität zu, die wohl einem Typoskript, einer edierten Gedrucktheit, einem lesbaren Text abhanden käme.

„Ich schreibe mir selbst“ enthält in gewissem Sinne eine zweifache 1. Person Singular. Eine Doppelung und Singularität, so kann man sich vorstellen, die auf die eine oder andere Weise in bestimmten Textprozessen verloren geht, bestimmte Sichtweisen oder Lektüren eines Textes, vielleicht nicht zwangsläufig entstellen, aber doch homogenisieren, um nicht zu sagen: Aspekte ausblenden, um einer rascheren Verarbeitbarkeit willen.

Während das 18. und 19. Jahrhundert aber durchaus und durchaus noch als Brief- und damit Handschriftenkultur bezeichnet werden kann, so treten etwas später, bedingt durch technische Neuerungen und resultierende Mentalitätswechsel und Zäsuren (2) Verschiebungen ein, die generell das Schreiben veränderten, handschriftliches Schreiben mehr und mehr privatisierten, sodass heute vielleicht bemerkt werden kann, dass diese Kulturtechnik schon im Aussterben begriffen ist, eine bestimmte mediale Zwischenstufe eines Erkenntnisvorgangs beim Verfassen von Texten also systematisch und breitenwirksam übersprungen wird.

„Am Nullpunkt des Texts“, so der Titel dieses kleinen Versuchs, mag vielleicht ein wenig an einen Text von Roland Barthes erinnern (3). Auch das kommt nicht von ungefähr, beschäftigte dieser sich doch auch prominenterweise mit dem Schreiben und machte in den 60ern mit anderen Theoretikern einen Begriff der Schreibweise (‚écriture‘) stark, der zu folgenschweren Unterscheidungen und Analysen anstiften sollte. Dort spricht Barthes allerdings von nur 3 Dimensionen des Schreibens deren 3., die ‚écriture‘ und deren Geschichte noch zu entwerfen und beschreiben war. Etwa 50 Jahre nach erstmaliger Publikation des Textes kann man und mit diesem Abstand und der Perspektive auf erst jüngst stattgefundene Ereignisse, vielleicht noch eine 4. Dimension charakterisieren (‚scripturire‘ (4)), die im Akt des Schreibens, Teil des Schreibens ist, und gemeinhin immer mitgenannt wurde, nun aber, durch ihre fortschreitende Abwesenheit mehr und mehr ‚etwas‘ aus diesem komplexen Vorgang herausbrechen lässt.

Der Autor dieser Schrift gibt selbst zu, dass ihm das handschriftliche Verfassen eines Textes, die Produktion einer Vorstufe, eines präliterarischen Gebildes also, selbst immer mehr abhanden kommt und dieses von anderen Verfahren abgelöst wird. Darum dieser Versuch, eine Studie oder Selbststudie mit dem Ziel, die Bedeutung eigener Handschriftlichkeit für den Text zu entdecken und diese mit diversen Theorien abzugleichen.

Dem Handschriftenversuch ‚Die Ichschrift‘ geht also hiermit ein Essay (als Interview, oder vice versa) voraus, das allerdings erst im Nachhinein, gewissermassen nach Herstellung der Materialbasis konzipiert wurde. Allfällige Antworten und allmählich auftauchende Fragestellungen, so hoffe ich, ergeben sich im Laufe dieses kleinen Diskurses, der übrigens auch zuerst in Handschrift entstand. Doch zu den Rahmenbedingungen …

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(1) vgl. das Ichschriftelement „Der Nullpunkt von Text“

(2) vgl. auch Kittler, Aufschreibesysteme

(3) Roland Barthes, „Am Nullpunkt der Literatur“. Erschien auf frz. 1959. Hier, auf dt. Frankfurt 1982

(4) Diese Unterscheidung in Roland Barthes, Vorbereitung des Romans, Frankfurt 2005

@etkbooks twitterweek (20100206)

@inadaequat so schade! das wär mir ja ein fest gewesen …! / im SF läuft heute “Angriff aus Deutschland” … nebenan gibts gleich lammgeschnetzeltes … / Pigor & Eichhorn – Nieder mit I.T. (live) http://www.youtube.com/watch?v=xTorchdVl5c / http://www.myspace.com/weakrecords / new blog post: 2007-12-02 Ich werde nie nicht http://bit.ly/cNGB60 / @etkbooks auch euch vielen dank / @mauszfabrick auch von uns: glückwunsch! / http://www.swissbib.ch/ / auch schön: “Alltag als Genre”. / new blog post: Tweetnotebook http://bit.ly/aO5bvy / new blog post: Die Getränke der Gesellschaft (notula nova 71) http://bit.ly/bFEnQA / @fabeblau wo denn? / “Das ist eine Kriegserklärung” … “Es sei nun zu überlegen, was mit den Zuwanderern und Grenzgängern aus Deutschland geschehen solle” / Deutsche Nationalbibliothek führt mit Bibliografiejahrgang 2010 eine weitere Reihe O für Online-Publikationen ein. #lbn / Reading Moving Letters. Digital Literature in Research and Teaching. Hrsg. Simanowski / Schäfer / Gendolla, transcript, 2010 #pipeline #lbn / “Problemperformance: Gattung, Text, Autorschaft, Rezeption, Edition, Ikonographie” / gut zum druck: http://www.etkbooks.com/kafka / oh-welt / jansen … werkschau 01/10 / http://www.oh-welt.de/index-Dateien/Page355.htm / new blog post: Käuflich http://bit.ly/bTtBDU / und dann wollten wir noch http://www.raketebar.de/ für einen lustigen abend danken … / oha, @berlinergazette > berlinergazette.de in neuem anstrich … #lbn / new blog post: Ein Leserbrief http://bit.ly/cSToHg /