I Zit. Aus Frutiger, Nachdenken über Zeichen und Schrift: umsprühte Handnegative aus gekauter Kohle. Pustungen, Speichel. Tatzenschriften, fixierte. // Früher Siebdruck. Se[ri]graphie. Einlassung durch Auslassung. Mundbeteiligung [Mondbeteiligung]. Plosive ([Sprechen]), [Scheiterndes] Sprechen, Sprühschreibung. // Die Sommer im Freibad der kleinen Stadt SHA. Wasserschlachten und Wasserschäden. Die Backen mit [Gechlortem] geplustert zum Bersten gefüllte. Der Afterduft des Chlors in der Nase . Der Geruch des Beinahe-Ertrinkens. Blaue Beckenränder unterhalb der roten Kacheln. Ein Sprungturm [im] Gegenlicht. Eine SIEBEN. (Nur einmal gesprungen vom 10er Eintauchen in Schräglage. Unvergesslich II – [In] weiter Ferne. Wassereis. Pommes Frites, Ketchup auf dem Boden und zwischen den Zehen vor der Bude am Ausgang. Zerbrochene Freundschaften. Flipperspiel, an [dem] ich nicht teilnehmen durfte. Aber zusehen. Graue [Grame] Urzeit. Weiter Auszuloten [Auszulosen]. Wir schreiben das Jahr …, nein, wir tasten uns langsam an einen Zeitraum. Mitte der 70er? // Die Kindheit: Die Kleinbuchstaben des Lebens. Besser: Die Kindheit Das Kleingedruckte des Lebens. Und dazu: Modalitäten der Haftbarkeit III Herdweg wimmelt sprüht wider Scheine. Leben Rohr-Kurden. Felsen als Finals. Abbildungen von Händen und Taten. Zeilen und Seift. Der After duft des Ehlers. Blaue Bedienender hecheln. Gegen Witt ein liften. Pommes Forbes und die Dominanz der Gosse und Mitte der Zoo.
Autor: hab
GTD: My desk – diskret / Muss ich mein Leben ändern?
ZKg (notula nova 42)
Zu allem anderen, vorläufig: Ich habe das zur Kenntnis genommen. (Auch lese ich heute nun schon den 3. Artikel in dem die “Chefökonomen” in Anführungszeichen behandelt werden. Die Kultur der Abgewandten nach der Crisis.)
In der NZZ am Sonntag das getAbstract von Manzonis Verlobten. Der Entschluss, solcherlei Extrakte nicht einmal zu überfliegen, um sich nicht an der Entstellung der Texte zu beteiligen. Umständehalber: Der Lektüreverzicht als moralische Handlung des Lesers. (Ihre Sprachbox ist leer. Um eine Nachricht zu verfassen, wählen Sie bitte 75 …)
Und: interessant auch jene Beobachtung beim Söhnchen. Die Nutzung des Hochdeutschen als Spiel- und Fiktionssprache. (Ehrlich gesagt, rochen die Kinder heute etwas streng nach altem Hühnchen, als sie aufwachten.)
Überhaupt, was muss man sich da wieder die Augen reiben. In meiner favorisierten Online-Postille die Provinzprosa der badischen Dichterin Maja Mund. Schrecklich. Kein Wort, darüber.)
Oberpanne, das
So hat man es vor
Jahrzehnten bezeichnet
(An einem Abend, an dem man fortwährend nach Worten gesucht hat. Die Frauen tanzten. Die Männer bildeten einen Kreis. Im Abseits die 2 Boxen und ein Sender. Und ich.)
Soma, Soma (ist005)
I Zit. Aus Dürscheid, Einführung in die Schriftlinguistik: Über den gewissen Grad der Körperlichkeit einer Handschrift und die vielfache Entkörperung dieser durch Zwischenschaltung (Entmaterialisierung, Tastatur, Monitor) im modernen Schreibprozess // Die Diskussion darüber, was nun 1. Medium sei, in einer Kette von Medien; Hand, Feder, Tastatur, Screen. Zwischenfilter, die langsam einen Zeichenstrom modifizierten, in verschiedene neue Organ[isati]onen überführen. Am Ende wieder in einen Zeichenstrom. Auf Papier materialisiert. Verkörpert. Nehmen [Neben] wir das Bsp. mit der Schreibmaschine. Oder den Bildpunkten am [an, auf] Bildschirm. Zeichenketten? (In welcher Ordnung, wenn wir diese auf einer Website sehen? Hinzugenommen: Die Navigationsleisten, Werbe[popups], Widgets u.ä. II sagt man dazu gerade). Gehören diese zum Text? Montieren diese sich (ab welcher Ebene) in den Zeichenstrom hinein? Bei letzterem entsteht ein Bild, das nicht vorgibt, kein Bild zu sein. Textbild. Zwitterwesen. Zur Erinnerung: Wir haben es bei Handschriften nie mit Nurtexten zu tun, sondern ebenfalls [.] Zwitterwesen. // Ca. 2004. Sommer. Ich erwarte das Bild von T.B. mit dem Titel “Stein und Geschichte”. Ein 75 x 100 cm grosses Format mit einem haut [kot] farben[…] Hintergrund und einem roten, [geschmeidigen] Viereck in der Mitte. Darunter der Bildtitel, handschriftlich, der einen vormaligen Bildtitel („Geschichte und Stein“) überlagert. Palimpsest. […] und direkt auf die Frage nach der Ursprünglichkeit von Henne oder Ei verweist. Natürlich auch[:] Die Frage nach der Ursprünglichkeit serieller oder synchroner Zeichen. Versteht man […]: Das Bild also in Stein gesetzte Zeit? Und/oder d[ami]t: Den [Der] Text als in Zeit gesetzten Stein? Gewagt, aber ich kann […] hier […] einmal nicht widersprechen … // Ästhetik der Handschrift [resultiert] aus einer Ä. der Ver[zettelung] (Die Signatur des Beschriebenen legt sich nicht über den Inhalt / Die Wiedererkennbarkeit aber über die Oberflächenordnung / Das Schriftbild ist Bild – […] die Abweichung III Formen, Sonnen, handgeschriebenes Fett in Idesheim. Baschin tuschelt kommt noch hinzu. Erst wenn der Teig ausgedacht wird. Und den Tee. Dürstend, Ein Film zu WK 2. Feder, Tastatur, Samen. Bjorn, Jerk und Rif Papier. Unterdosiert, verharrt an Bildschau. Versorgung des Liedguts. Montieren in den Leib. Verwesen. teuer tatterten Noten. Wal. Ur spiegelnd. Heine oder Natalie genagt. Die Später des Beschriebenen, die Oberjuden ade. Das schiff bild die Abweiche.
Jahrestag / Jubiläum “Bibliotheca Caelestis. TiddlyWikiRoman.”
Seit 1 Jahr in Ihrem Dienst: “Bibliotheca Caelestis. TiddlyWikiRoman.” von Hartmut Abendschein.
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Stimmen:
“Daran führt kein Weg vorbei.” Alban Nikolai Herbst
“Ein spannendes Experiment” netbib weblog
“Amazing TiddlyWikiFiction. I wish I could understand it” Jeremy Ruston, Osmosoft
“sehr hübsche Übergangseffekte” netzwertig.com
“Texte, die man sich wie einen Dschungel erarbeiten muss.” Ein Gespräch mit Andreas Louis Seyerlein
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bzw. eine weitere Downloadmöglichkeit über die Deutsche Nationalbibliothek
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Klappentext:
Der Schriftsteller Benedikt arbeitet an seinem Zweitling. Trotz der Bedenken seines Agenten Röhrling, lässt er sich nicht davon abbringen, als Ort und Gegenstand seiner Skriptur eine Bibliothek auszuwählen. Die scheinbare Anna, eine dort Angestellte in unbestimmter Funktion, mischt sich in sein Unternehmen ein. Es beginnt eine Textreise, bei der sich am Ende sämtliche Gewissheiten in Luft auflösen.
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