SWIPS in Schwung

SWIPS Swiss Independent Publishers

Pressecommuniqué

16. April 2009

http://www.swips.ch/

SWIPS in Schwung

Vier neue Verlag, Auftritte am Salon du Livre in Genf und an den Solothurner Literaturtagen – SWIPS, die Plattform der unabhängigen Verlage der Schweiz, startet engagiert in den Bücherfrühling.

Zum ersten Mal wagt SWIPS, der Zusammenschluss von unabhängigen Buchverlagen der Deutschschweiz, den Schritt über den Röstigraben: An einem Podium am Salon du Livre in Genf (Café Littéraire, SA 25. April, 15 Uhr) diskutieren Liliane Studer (Präsidentin SWIPS, Limmat Verlag), Jean Richard (Edition d’en bas), Frédéric Rossi, (Edition Infolio) unter der Gesprächsleitung von Francesco Biamonte (Service de Presse Suisse, http://www.culturactif.ch) über die Bedingungen von unabhängigen Verlagen in der West- und Deutschschweiz.

Ausserdem sind folgende neun Verlage vom 22. bis 26. April mit einem Stand vertreten: Bilgerverlag, Der gesunde Menschenversand, Edition 8, Limmat Verlag, Urs Engeler Editor, Rotpunktverlag, Verlag Martin Wallimann, Verlag Scheidegger & Spiess, Waldgut Verlag & Atelier Bodoni.

Nach einer erfolgreichen Erstauflage im letzten Jahr wird SWIPS vom 22. bis 24. Mai 2009 wiederum mit einem grossen Büchermarkt an den Solothurner Literaturtagen anwesend sein. Im Besenval-Park direkt neben dem Landhaus zeigen die Verlage im SWIPS-Zelt einen Querschnitt durch ihr Programm, präsentieren ihre Frühjahrstitel und schaffen so die Möglichkeit für das Lesepublikum, mit den Verleger/innen direkt ins Gespräch zu kommen.

In der letzten Mitgliederversammlung wurden vier neue Verlage aufgenommen: Verlag Die Brotsuppe, Edition Clandestin, Edition Taberna Kritika und Christoph Merian Verlag. SWIPS vertritt damit die Interessen von 23 unabhängigen Deutschschweizer Buchverlagen aus Literatur, Sachbuch und Kunst.

Ich, Wetterich (notula nova 33)

Buch 4: Hallo, hier sind wir wieder! (Verbesserungen einführen. Treffermengen erhöhen. Boolsche Operatoren erweitern. Und. Oder. Nicht. Usw.)

Und: Das Kinderzimmer – Ort entropischer Simulation.

Und: ein paar Balkonnamen (v.l.n.r. & v.o.n.u.): Der Kletterer, Der Nachtwächter, Modell Haiti, Der Schweisslüfter, Zwergenheim, Welt der Gewürze, Napoleon, Alcatraz, Gassigasse, Summer of 69, fortzusetzen … (Veranda in front: Bambusialand)

Zu einem Leserbrief, in eigener Sache: Soll das eine Klage sein? (Nein. Es ist das genaue Gegenteil. Vielleicht ist es nicht einmal das. Achten Sie auch auf die kalkulierte Zufälligkeit der Form.)

Der gute Rat: Vorsicht mit lauter Kritik! Kritische Betätigung kann zu einer verpflichteten Teilnahme an einer Arbeitsgruppe führen. Kritische Energie wird dann dort im Diskurs der Sackgasse zerrieben. Schreiben Sie lieber …

Und: Mein Umweltkörper: Leibseele als narratives Element in einem komplexen, klimatischen System begreifen. Wetterdaten. Wetterichfiguren. Meteoromaneske Prosa. (Warum wird das vorletzte Wort nicht nervös unterstrichen? Wird meine Software toleranter? Oder werde ich …?)

Oder, um auf eine andere Leserfrage zu antworten: “Schreibweise der Abweichung” meint auch: einen Text, bei dem sich der Leser aktiv den Zugang dazu erarbeiten muss. Ein Text, der fast zwingend eine Mitarbeit benötigt. Etwas, das nicht oder kaum eine konsumfertige Oberfläche bereitstellt.

Überhaupt: kann man nicht einfach Arschloch sagen. Oder Depp. Oder Idiot. Man muss sich eine eigene Sprache der Abwertung hart erarbeiten. 

Gold (notula nova 32)

Überhaupt: die Verwerdung allen Seins.

Und: Die Kunstwissenschaft vs. die Wissenschaftskunst (Wo stehen wir denn heute? Arbeitstitel der 365 Minutenfilme: Das täglich herausragend normale Ereignis)

Auf die Frage des Söhnchens, wie Schnecken reden, langes Schweigen, meinerseits, denken, achselzucken. (Die Morgenstund. Das Blei. Der Arsch.)

Und Hartmut Gehrke: „Ich habe also einen der anspruchsvollsten philosophischen Texte des Abendlandes, der für die meisten Menschen zu hoch ist, mit einer sehr hohen Stimme lesen lassen. Und dabei erfahren müssen, dass diese Methode kaum etwas zum Verständnis der Kritik der reinen Vernunft beitragen kann. Dieses Ergebnis wollte ich mir für die Zukunft merken“.

Also: pfeifen – pfiff – gepfufft (Weiter im Textplan, heisst, über meine Schwammwerdung schreiben, beispielsweise. Und: Wollt ihr den totalen Kindergarten?)

Lieferbar: Da liegt noch ihr Schal

ab sofort lieferbar ist der Titel:

Elisabeth Wandeler-Deck

Da liegt noch ihr Schal


April 2009, 268 S., 20,5 x 13,7 cm, Klebebindung

ISBN: 978-3-905846-06-5, €21.90 / 34 SFr

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“Da liegt noch ihr Schal” erzählt von einem bestimmten Streckenstück an der Grenze von schweizerischem Mittelland und Zentralschweiz auf der uralten Route vom Norden in den Süden, vom Süden in den Norden, die heute wegen der häufigen Staus, der Tankstellen, der Möglichkeit, die Fahrt zu unterbrechen eine unscheinbare Bekanntheit geniesst. Nach dem Ende der Autobahn von Luzern her beginnt mit der Ausfahrt Baar ein Landschafts- oder Wegstück, das sich als ein Strip einer amerikanischen Stadt darstellt, das dann in Sihlbrugg Dorf abrupt endet. Ein Ort mit Verkehrskreiseln und Garagen, Raststätten und dem Motel – einem der ersten in der Schweiz überhaupt. Sihlbrugg ist vermutlich in keinem Ferienkatalog aufgeführt, da es als Transitfläche wenig zu bieten hat, das zum Bleiben einlädt. Doch ereignen sich Geschichten. So führt die Situation Motel andeutungsweise an subtilste Ränder von Gewalt und Erotik, wie um auszuloten, wann beim Einzelnen das Gefühl von Angst aufkommt. Wie ausfransende Identität wird eine Jacke von der einen Figur abgestreift und von einer andern angezogen, geht Sprachfigur um Sprachfigur durch die Abschnitte und fügt sich neu. Satzfragmente, Gesten, Dialoge, Geräusche werden von wechselnden Darstellern probeweise gekostet. Text und Figuren folgen ihren je eigenen Partituren, Thematiken und Beziehungen und bearbeiten und entwickeln das Ganze zu einem Szenarium der Bedrohung und Melancholie, der Sehnsucht und des Verlusts. (Klappentext)

Elisabeth Wandeler-Deck, geboren 1939, lebt als freischaffende Autorin und Publizistin in Zürich. Zuletzt erschienen: “Von einem Schiff zu Singen”, Prosa, 1999; “contrabund” Lyrik, Waldgut, Frauenfeld 2001; “Piraten – Haitianische Topografien”, Prosa, bilgerverlag, Zürich 2004; “(Gelächter über dem linken Fuss)”, Lyrik, Waldgut 2006; “Turbulenzen an der Luftschnittstelle”, Lyrik, mit Zeichnungen von Yves Netzhammer, Ed. Howeg, Zürich 2008

Rezensionswünsche bitte per E-Mail