18. Schachtel (Im Keller Gottes)

Der Keller, die Abstellkammer, das Dachzimmer. Schachteln in der ureigentlichsten Bedeutung. Dort liegen die Dinge, aber nicht aufeinander, sondern hängen an den Wänden. An den Zimmerwänden, Schrankwänden, Schrägen. An den Rändern des Raums.

da liegt etwas in einer dose in einer schachtel in einem karton in einem koffer in einer truhe im keller eines puppenhauses. babuschka heisst es. und es ruft dich beim namen. eine vielschichtige, eine verzwiebelte situation. dir kommen die tränen.

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dieses kleine feature habe ich nun auch für litblogs.net eingerichtet …

Du bist Dichtung (ddIII)

(zu ddI, ddII)

alles kürzen. alles umstellen. alles verwerfen. alles grosszügig streichen. auch die zwischenschritte. ein paar bilder, die unzertrennlichen, behalten. (etwas bleibt immer: ein partizip, bspw.). die reste verhökern. unmotiviert weiter: nach scharnieren suchen, am boden zwischen stumpfen splittern. in glasformen. die anderen suchen lassen. so tun, als wäre es gar nicht

dein aufschub

in kurzen hosen sitzt

in tiefer abstraktion

in langmut später

aufschub ist dein name nicht

lässt dich nicht fahren in

geschlossnen räumen und nicht

im ichverbot vielleicht

einmal in einem lift

mit dir allein

freut sich dagegen an der

feuchten haut sehr kleinen seins

in grossen gruppen

trinkend – literweise buch und

beispielsweise bühnenwörter

saufend fressen

dick ist der der dick sich denkt

verkündend grappa schlürfend oder

schmeiss die alte katze raus

die hat hier keinen platz

im chor

am lederjackenabend im

programmkino den kinoschirm

sich fest ans bein gedrückt

wenns regnet

bleibt doch alles trocken und

das ewige hingegen

deiner wörter stumm

bleibt deine sprachbox sauber

verkrusten tage

rasten an der oberfläche

bleibt wenig übrig nach

der reinigung des teppichs deiner

schaufabrik von wunden sätzen hinten

zwischen faulem zahn und mund

und später stund

Hybride Stoffe.

Erst im Gespräch mit meinem potentiellen Verleger (dazu vielleicht bald mehr) der „Träume meiner Frau“ kam ich auf den Begriff der Hybridität, was die Textsorte der Reihe en grosumfasst. Es sind hybride Stoffe, formal und inhaltlich (wie auch schon in vorangegangenen Einträgen angedeutet), und natürlich: was die Subjektposition der Texte, nein, des Konvoluts als Ganzes angeht. Seitdem mag ich den Untertitel nicht mehr, den ich einmal 100 Stoffe getauft hatte. Hybride Stoffe dagegen, scheint mir nun sinnvoller. Er weist den Titel wieder in eine Richtung, sodass er nicht mehr allzu missverstanden werden könnte, obwohl natürlich auch ein bisschen mit diesem Missverständnis kokettiert wird. Hoffe, der Vorschlag, den ich nächstens anbringen werde, kommt an …

Werkschau 03 – Der Berner Salon

(aus einem Newsletter)

Einladung & Aufruf

Liebe Freundinnen, Freunde, Bekannte und Interessierte,

es ist wieder soweit: Wir laden Euch ein zur dritten Werkschau am

Samstag, 1. September 2007

im Westrich, Bahnstr. 22, 3008 Bern

s.a.: http://www.werkschau.org

Für potentielle BesucherInnen:

Bitte merkt Euch diesen Termin vor.

Für potentielle Beteiligte („call for projects“):

Bitte sendet Eure Vorschläge und Links musikalischer, literarischer, bildender bzw. anderer künstlerischer Ausdrucksformen an (s. homepage) bzw. die unten angegebenen E-Mail-Adressen. An diese Adressen können auch Rückfragen gestellt werden.

Herzliche Grüsse

Die VeranstalterIn

Thomas Blaser, (…)

Brigitte Meier, (…)

Hartmut Abendschein, (…)

P.S.: Bilder, Informationen etc. der letztjährigen Veranstaltung findet Ihr hier:

http://www.werkschau.org/2.html

P.P.S.: Für Textbeitragende – Beachtet bitte auch die Publikationsmöglichkeit bei „spatien – zeitschrift für literatur” ( http://www.spatien.net/). Heft 4 wird wahrscheinlich an dieser Werkschau vorgestellt. Desweiteren ist ein Büchertisch geplant …