dichten wollen
aber die verhältnisse
sind in prosa
nichts schwebendes
(Elfriede Gerstl, mein papierener garten. S.18, 2006)
|::| das sieb |::| kürzeste lyrik novitäten
dichten wollen
aber die verhältnisse
sind in prosa
nichts schwebendes
(Elfriede Gerstl, mein papierener garten. S.18, 2006)
|::| das sieb |::| kürzeste lyrik novitäten
Der Keller, die Abstellkammer, das Dachzimmer. Schachteln in der ureigentlichsten Bedeutung. Dort liegen die Dinge, aber nicht aufeinander, sondern hängen an den Wänden. An den Zimmerwänden, Schrankwänden, Schrägen. An den Rändern des Raums.
da liegt etwas in einer dose in einer schachtel in einem karton in einem koffer in einer truhe im keller eines puppenhauses. babuschka heisst es. und es ruft dich beim namen. eine vielschichtige, eine verzwiebelte situation. dir kommen die tränen.
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dieses kleine feature habe ich nun auch für litblogs.net eingerichtet …
alles kürzen. alles umstellen. alles verwerfen. alles grosszügig streichen. auch die zwischenschritte. ein paar bilder, die unzertrennlichen, behalten. (etwas bleibt immer: ein partizip, bspw.). die reste verhökern. unmotiviert weiter: nach scharnieren suchen, am boden zwischen stumpfen splittern. in glasformen. die anderen suchen lassen. so tun, als wäre es gar nicht
dein aufschub
in kurzen hosen sitzt
in tiefer abstraktion
in langmut später
aufschub ist dein name nicht
lässt dich nicht fahren in
geschlossnen räumen und nicht
im ichverbot vielleicht
einmal in einem lift
mit dir allein
freut sich dagegen an der
feuchten haut sehr kleinen seins
in grossen gruppen
trinkend – literweise buch und
beispielsweise bühnenwörter
saufend fressen
dick ist der der dick sich denkt
verkündend grappa schlürfend oder
schmeiss die alte katze raus
die hat hier keinen platz
im chor
am lederjackenabend im
programmkino den kinoschirm
sich fest ans bein gedrückt
wenns regnet
bleibt doch alles trocken und
das ewige hingegen
deiner wörter stumm
bleibt deine sprachbox sauber
verkrusten tage
rasten an der oberfläche
bleibt wenig übrig nach
der reinigung des teppichs deiner
schaufabrik von wunden sätzen hinten
zwischen faulem zahn und mund
und später stund
Erst im Gespräch mit meinem potentiellen Verleger (dazu vielleicht bald mehr) der Träume meiner Frau kam ich auf den Begriff der Hybridität, was die Textsorte der Reihe en grosumfasst. Es sind hybride Stoffe, formal und inhaltlich (wie auch schon in vorangegangenen Einträgen angedeutet), und natürlich: was die Subjektposition der Texte, nein, des Konvoluts als Ganzes angeht. Seitdem mag ich den Untertitel nicht mehr, den ich einmal 100 Stoffe getauft hatte. Hybride Stoffe dagegen, scheint mir nun sinnvoller. Er weist den Titel wieder in eine Richtung, sodass er nicht mehr allzu missverstanden werden könnte, obwohl natürlich auch ein bisschen mit diesem Missverständnis kokettiert wird. Hoffe, der Vorschlag, den ich nächstens anbringen werde, kommt an …