Um dieses unendliche Glück zu empfinden: in einer schwülen Nacht aufzuwachen und ein Bein, das rechte, ins kühlende Bücherregal gestreckt zu halten. Ein weiterer Grund in diesen heftigen Sommernächten sich an solch einem Ort zu betten, sind nämlich die Hochglanzmagazine und Zeitschriften, die lose gestapelten, die die kälteren Tage speichern und nur darauf zu warten scheinen, unsere Erhitzungen zu lindern. – Ich wende mich, drehe mich auf den Bauch, damit auch mein anderes Bein davon profitiere.
Autor: hab
ohne dich
Aus einem Wüstenbuch II
ohne dich
du gestorbenes meer
spritzen doch seichterem land
keine tropfen ans knie
beugt sich langsam
bückt sich über salzige orte
leckt sich trocken hockend
randloser wein
dabei schlürfen andere
endlich schlafen dürfend
glücklich dich dieses dir
deiner selbst
schreiben (messen)
in: Hermann Schrötter, Zur Kenntnis des Energieverbrauchs beim Maschinenschreiben. Wien, 1925
überschreibungen 3
(praesens, 1. p. sing., akt.)
da war diese von anfang an unhaltbare zeit: nein, schliesslich war der text ja auch als ein anderer geplant, als dieser nun, zu dem er sich langsam entwickelte, und der sich nun wieder aufs neue verpuppt. am ende oder in einer fussnote oder ebendieser überschreibung. es sind ja auch nur ein paar wenige passagen, die zu transponieren seien: von einer vergangenheitsform in ein radikales praesens. von rückwärtiger sinnstiftung in vorsinniges (vorwörtliches). ob sie diesen scherz, dieses kleine spiel entschuldige? wie langweilig, sagt sie. ich habe nachgezählt. (und bei dieser zählung gleich hand angelegt). drei passagen. keine grosse operation, also. und am anfang. da ist ohnehin noch nichts passiert.
[wirklich: ich werde mich also – als kleine übung sozusagen – zunächst nur um das zeitproblem von ca. 7 seiten kümmern. die stilistischen schnitzer, die ungefüllten () versuche ich a.e.a.z. zu bearbeiten“>. also: die verben umbauen. ein paar hilfsverben streichen. ein paar andere hinzu. das passiv, der konjunktiv. die haben so etwas gerne. es ist wirklich nicht soviel, wie ich in erinnerung hatte. das grössere problem ist vielleicht der sound. es hört sich nach noch nichts an. (soll es in diesem stadium auch noch nicht). vielleicht doch einmal langsam laut lesen. es passiere ja auch immer noch etwas (mit dem text), wenn er direkt ins dokument getippt wird. (dort einwandert!). und noch einmal, oder hatte ich das nur mündlich einem freund gebeichtet?: ich arbeite immer noch mit papier und bleistift, oder: was sonst greifbar ist, in der vorstufe. der schnelligkeit wegen. der palimpseste wegen. einer bestimmten sinnlichkeit wegen. (ich weiss, ich weiss, ich kenne aber auch die argumente dagegen …) CONTAINER (auch: “die Notizen” oder Reste, wenn möglich, in Normalschrift abzulegen): 2 Kommentare*, so far. Weiter: die nur kurze Nennung des Orts (der Stadt). Ist es wichtig, wie das Café heisst, aussieht? Die Personaleinführung. Motive? Verkettungen?: Noch keine Motive. Hier die Fussnote / Definition zum Begriff “Umzonen” <in Ermangelung anderer Quellen: helvet./translat.: re-zoning, rezoning. ”Falls es um eine Immobilie geht: ‘’rezoning’’ bedeutet, dass im Bebauungsplan eine Nutzungsaenderung fuer das Gebiet, in dem die Immobilie sich befindet, vorgenommen wird. Das kann natuerlich deutlichen Einfluss auf den Wert der Immobilie haben. Soweit mir bekannt, werden Antraege zum ‘’rezoning’’ in den USA im Stadtrat diskutiert und beschlossen. ”> (der Begriffskräftigkeit wegen – *1). Dann kurz das Gefühl “Taktlos” (I,1b) = zu lang, zu pathetisch. Aber: es wurde immerhin freundlich aufgenommen. Etwas identifikatorisch gelesen (s.u. *2), vielleicht. W.g.: wird vielleicht weniger lang und peinlich (f.d. Erzähler), wenn im Nachhinein als Übertreibung (Hyperbel?) und Unzuverlässigkeit abgetan. Zuletzt: Es heisst hier “Schönsteinweg”, später einmal “Schönbergweg”, dann wieder “Beaumontweg”. Anpassen oder lassen? Wg. Beliebigkeit des WohnOrts … usw. edit: ich einige mich auf den strassennamen beaumontweg.
(zu dranmor I,1-I,1b; übersicht überschreibungen)
Linien Striche Kanten Bänder XXVI
