Den Traum eines anderen zuende geträumt. Umgeträumt. Lag in jenem Traum noch die Asche der Geliebten auf einem Totenbett, wie es Brauch war, befand ich mich zuletzt in einer Bibliothek: Geliebte Blätter fielen leise aus den Regalen. Ihre Form: Rücken, Deckel und Bindung hatten sich aufgelöst. Die Blätter fielen leise nacheinander aufeinander auf den lehmigen Boden, zogen Feuchtigkeit, wurden weniger und am Ende blieb ihr schriftliches Durcheinander, ein Palimpsest ohne Medium auf der kalten Fläche zurück.
Autor: hab
Linien Striche Kanten Bänder XVII

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Die Räume spielten ein Spiel mit mir. Sie nannten es Hase und Igel. Ging ich in den Keller, war dort schon das Dach. Die Wände hatten sich geschwind zur Schräge gerichtet und der kalte Beton sich in trockene Planken gelegt, vermutete ich. Stieg ich unters Dach, schlug mir auf dem Weg schon der modrige Geruch des Kellers entgegen. Tatsächlich kullerten mir schon Splitter und Schotter entgegen, noch bevor ich die eiserne Türe öffnen konnte. Im Treppenhaus, wie ich dann bemerkte, das Raunen der Stufen: Ick bin all hier. Ick bin all hier.
***
die zehen des riesen sind keine hütten
& wenn er den fuß wieder aufhebt
vergangen
(Elke Erb, Gänsesommer, S.20, 2005)
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die glocke
das kann man doch so
nicht sagen
so kann man das wirklich
nicht nennen
darüber sollte man wirklich
besser schweigen
da muss man doch alle
augen zudrücken
da nehmen doch die dinge
ihren lauf
da ist man doch
lieber still
da ist doch
schweigen gold
da hört sich doch
alles auf
das sollte man lieber nicht
an die grosse glocke hängen