6

Die Räume spielten ein Spiel mit mir. Sie nannten es Hase und Igel. Ging ich in den Keller, war dort schon das Dach. Die Wände hatten sich geschwind zur Schräge gerichtet und der kalte Beton sich in trockene Planken gelegt, vermutete ich. Stieg ich unters Dach, schlug mir auf dem Weg schon der modrige Geruch des Kellers entgegen. Tatsächlich kullerten mir schon Splitter und Schotter entgegen, noch bevor ich die eiserne Türe öffnen konnte. Im Treppenhaus, wie ich dann bemerkte, das Raunen der Stufen: Ick bin all hier. Ick bin all hier.

5

Alle waren da. Die Eltern. Die erste Freundin. Der Bruder. Die Fussballkumpels. Die Frau. Die Tanzschule. Ein paar Lehrer. Ein Dozent. Die Grossmutter, die hat geweint. Ein Klassenkamerad. Die Tanten und Onkel. Die Kollegen der Abteilung. Der Pfarrer. Die vom Stammtisch. Der Autohändler. Der Zahnarzt und der allgemeine. Die Kioskfrau und Gott. Die in den hinteren Reihen. Und alle schauten zu.

probleme der theodizee nach feuerbach

4

erklär mir den

anderen zustand

der die

dinge bewegt

erklär mir mit

anderen worten

was diesen

enthält

die speicherbarkeit des zustands. die medien des gespeicherten.

3

Die Holzernte fiel erstaunlich dürftig aus in dieser Nacht. Die Löschung des dunklen Raumes zur Fläche, Entwaldung – eine Redimensionierung um nur wenige Ster.

Ein Jäger ist immer noch dem Wild auf der Spur. Das Wild tritt immer noch auf der Stelle, an der Rändern ausgehobener Lichtungen, die um Schatten ringen.

Im ersten Grau wird die Ausbeute sichtbar: nicht genug Holz, nicht genug Fleisch für einen halben Wintertag.

2

wurde staub aufgewirbelt

in deinem bett

wurden dinge zerwühlt

wurde zwei

dreimal mit einem

brotmesser hantiert und

dabei die decke verfehlt

danach krähte ein bäcker um fünf

ein hahn walkte einen teig und

in der küche das künstliche licht

lass es gehen