WAS WIRD LITERATUR? (Literaturhaus Graz, 19.-21.11.2015)

Performances, Lesungen und Gespräche über Quellen und Zukünfte des Schreibens.

Was wird Literatur? Diese Frage ist zweifach zu verstehen: Aus was wurde und wird Literatur gemacht? Und: Was wird Literatur in Zukunft, auch jenseits des gedruckten Buches. Traditionelle Papiermenschen treffen auf digital Natives. Klassische Buchautorinnen und -autoren, Blogger, SelfpublisherInnen und NetzwerkerInnen diskutieren die Gegenwart und mögliche Zukünfte des literarischen Schreibens. In Präsentationformen, die normale Lesungen alt aussehen lassen, stellt sich Literatur heute oft innerhalb einer erweiterten medialen Öffentlichkeit dar.

Braucht es dafür noch Verlage und Zeitungskritik? Wie verhalten sich die etablierten literarischen Institutionen gegenüber diesen neuen Formen von Literatur? Nimmt die Branche die Herausforderung an, die mit den Neuen Medien auf sie zugekommen ist. Räumen die Alten das Feld oder versuchen sie das Neue in ihre angestammten Räume zu integrieren? Und schließlich: Wie definieren sich in dieser Kampfzone, in der noch nichts entschieden ist, heutige Autorinnen und Autoren? Wo also liegt sie: Die Zukunft der Literatur?

Auf diesem Symposium/Festival im Literaturhaus Graz wird es zwei Veranstaltungen mit meiner Beteiligung geben.

Bloggers‘ Breakfast

Sa 21.11.2015 / 10 Uhr

Hartmut Abendschein (litblogs.net), Don Alphonso (FAZ-Blog Stützen der Gesellschaft), Alban Nikolai Herbst (Die Dschungel. Anderswelt) und Ursula Timea Rossel (Kryptogeografische Gesellschaft) stellen sich und ihre Schreibprojekte im Netz vor. Moderation: Chris Zintzen-Bader (Acheronta movebo, vormals in/ad/ae/qu/at).

Podiumsgespräch: „Was wird ein Autor?“

Sa 21.11.2015 / 17 Uhr

Mit: Hartmut Abendschein, Poppy J. Anderson, Fred Büchel, Matthias Matting, Ursula Timea Rossel. Moderation: Sandra Kegel (FAZ)

Vielleicht sehen wir uns?

Zu diesen Veranstaltungen habe ich auch ein kleines Statement geschrieben. Es heisst “Was wird meine Literatur?” und befindet sich hier

Context Curation und Integration mit DOI

Hybrider Kontext bei etkbooks:

Context Curation und Integration mit DOI

etkbooks publiziert Werke in den Medien Buch, Objekt und Digitales Objekt und stattet diese üblicherweise mit einer ISBN aus. Die Reihenstruktur soll damit in besonderer Weise den konzeptuellen Ansatz [1] dieser Sammlung aufzeigen. Damit nun auch kleiner granulierte Formen, die im Kontext der Edition erscheinen, stärker mit der Editionssemantik verknüpft und diese sichtbarer, nachhaltiger und zitierfähiger – auch ohne ISBN – präsentiert und erschlossen werden können, verwenden wir künftig DOIs [2] als Identifikatoren.

DOIs erhalten Digitale und andere Objekte ohne ISBN sowie “featured contributions”:

DOI (Präfix etkbooks): 10.17436

DOI (Struktur): 10.17436/etk.c.001

DOI (Struktur + Permalink): http://dx.doi.org/10.17436/etk.c.001

Anbieter: medra.org

Category der Landingpages (im etkblog): etkcontext

Veränderungen auf der Verlagsseite u.a.:

Posts/Landingpages:

Objekte der Kategorie “etkcontext” erhalten den Titelzusatz “(etkcontext)”, werden erschlossen (Tags) und diese Tags werden damit automatisch im Korpus auf der Themen-Seite [3] angezeigt. Die Langzeitverfügbarkeit/-archivierung der Texte ist gewährleistet. (Einzelne Sites werden qua DLA, DILIMAG, Innsbruck Newspaper Archive, Webarchive etc. archiviert. Eine Archivierung der Editionsseite durch das Projekt E-Helvetica ist noch in Arbeit.) Der jeweilige DOI wird in das “custom field” des Posts (DOI), der als Landingpage fungiert, eingetragen.  Diese Seite enthält Metadaten sowie den DOI noch einmal mit Verlinkung.

Rubrik “News”:

Die Rubrik “News” wird nun künftig auch neu hinzukommende Texte (mit DOI, Erschliessung etc.) zeigen (Cat. “blog+etkcontext”). Nacherschlossene Objekte erscheinen dort nicht.

Rubrik: “Katalog”:

Der Katalog [4] umfasst nun die 3 Seiten (Haupttitel (rückläufig), Gesamttitelindex, Titel nach Medium). Der Haupttitelindex enthält die Titel mit ISBN (rückläufige Nummern). Der Gesamttitelindex listet alle Titel alphabetisch (etkbooks, etkdigital, etkcontext) und mit ISBN bzw. DOI. “Titel nach Medium” stellt diese noch einmal medial differenziert da.

“Custom Pages” (optional zu verlinken, z.B. im “Katalog”):

Spezielle Seite können Listen aller Titel (Autor:Titel:DOI) nach Erscheinungsdatum, Medialität oder alphabetisch etc. generieren. Die Kategorienseite [5] zeigt bspw. alle Objekte mit DOI in Detailansicht.

Verbreitung:

Im Blog “taberna kritika” (aggregiert von litblogs.net) wird zur weiteren Verbreitung darauf verwiesen. Kategorie: in der Kategorie “kontext” [6] werden also auch neu hinzugekommene Einträge von “etkcontext” gepostet. Der Werkstattbrief der Edition weist ebenfalls auf neue Posts von etkcontext hin.

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[1] http://www.etkbooks.com/impressum/

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Object_Identifier

[3] http://www.etkbooks.com/tags

[4] http://www.etkbooks.com/titel/

[5] http://www.etkbooks.com/category/etkcontext/

[6] http://www.abendschein.ch/site/weblog/C52/

etkbooks auf der edicion – mit Li Mollet und Elisabeth Wandeler-Deck

Kleine Bieler Büchermesse 2015

Samstag und Sonntag: Ausstellung der etkbooks-Edition sowie

Sonntag, 1. Nov. / dimanche 1er nov.

16 Uhr / h Farblabor / labo couleur

Li Mollet und Elisabeth Wandeler-Deck

(Lesung / edition taberna kritika)

In Li Mollets Prosaband «irgendwann vielleicht» wird die Welt als poetisches Material betrachtet und synästhetisch wahrgenommen. Die Beobachtungen sind weitgefächert, aber auch disparat und kontingent. Mollets Sprache modelliert diese zu ungewohnten Gebilden und überraschend neuen Zusammenhängen. Li Mollet lebt in Spiegel bei Bern. Sie verfasst Prosa, lyrische Prosa, Erzählungen und Essays. Nach »sondern« ist «irgendwann vielleicht» ihr zweiter Band in der Edition taberna kritika.

Mit Elisabeth Wandeler-Decks neuestem Buch «Das Heimweh der Meeresschildkröten – Heterotopien der Nacht» entstand ein vielstimmiger, von der Geschichte des Donauraums wie von dessen Topografie ebenso geprägter wie vom Wesen der Oper durchdrungener Text. Elisabeth Wandeler-Deck lebt als freischaffende Autorin und Publizistin in Zürich. Ebenfalls von ihr in der Edition erschienen: «Da liegt noch ihr Schal» sowie «Ein Fonduekoch geworden sein».

Download des Gesamtprogramms (PDF)

Bobby Vacant & the Worn/Hybrido Unreim: Slayer Rats ate my Text Machine (18.10., ONO, 16h30)

Betr.: Bobby Vacant & the Worn/Hybrido Unreim: Slayer Rats ate my Text Machine (Schläft ein Lied in allen Dingen)

liebe freundinnen und freunde

unten der aktuelle newsletter von bobby vacant & the worn, der auf unsere nächste gemeinsame show (18.10., bern, ono, 16h30) hinweist.

wär schön, euch nach dem wahlgang zu sehen.

vote hybrido! stay unreim!

herzlich

http://www.unreim.ch

(mit roland reichen, christian de simoni, hartmut abendschein, giuliano musio. showband: bobby vacant & the worn)

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i woke up in the middle of the night and found a dead death-metal rat sleeping deep inside my typewriter so i tried to take him out with my manuscript pencil but his long black hair and Spandex pants kept getting stuck on the ‘’X’’ key so i decided to continue my novel anyway but every time i hit the ‘’h’’ key the word Hell Awaits kept showing up on the white page which was hugely disappointing as my novel was a serious deconstruction of Jeremiah Gotthelf’s The Cheese Factory in the Hamlet, so I was suddenly confronted with not only trying to correlate late 20th century Thrash Metal with early 19th century Swiss literature, but also trying to figure out why the hell at the heart of every damn thing lies a sleeping rock rat.

fog machine upon request

Litblogs.net Lesezeichen 03/2015

Die Lesezeichen-Ausgabe 03/2015 erschien am 12. Oktober 2015.

In dieser Ausgabe:

Eingeständnisse an der Grenze zur Indiskretion, Akte X, Markus Orths Alpha & Omega, Gräser und Bäume, Nebenabreden mit Mauern, eine Frau mit zwei Einkaufstaschen, ein Instrumental-Hit von Hot Butter, Kopfschmerzen und Sodbrennen, Christoph Ransmayr, John Berger, Janet Frame und Antonio Tabucchi, die Botschaft der kirgisischen Republik, eskortierender Nippes, Kenneth Goldsmith und Christian Bök, das Literarische Colloquium Berlin, Musil und Mooses Brugger, bedarfsorientierte Sexualität, nächtelange Übungen in Endlichkeit, Europas gebaute Mauern, Atomphysik, Psychoanalyse und Psychologie, brennende Liebe, Schlüter und Wordsworth, Disketten, Festplatten, Sticks und Sigmund Freuds “Traumdeutung” … uvm.

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