Buch am Mittag
Morgen, Dienstag, 15. April 2014, 12.30 UhrHARTMUT ABENDSCHEIN, M.A., edition taberna kritika, Bern
Hybrides Publishing
Ein literarischer Kleinverlag erforscht verlegerisches GeländeDie edition taberna kritika ist im Umfeld der Netz- und Weblogliteratur entstanden, betreibt aber seit 2008 auch eine kleine, profilierte Printproduktion. In kleinstmöglicher Struktur soll eine maximale literarische Bandbreite abgebildet werden, in der auch die Darstellung von offenen Textformen und Schreibprozessen sowie unterschiedlichste Medientypen Platz finden. Nicht selten werden dabei dominante Begriffe des Lesens und Erscheinungsformen von Literatur in Frage gestellt.
Unitobler, Raum F 023, Lerchenweg 36, 3012 Bern
Eintritt frei
Kategorie: etkbooks
Lieferbar: substanz (etkobjects)
substanz.
Untersatz-Objekt (Readymade)

substanz
Untersatz-Objekt
Aus der Reihe: etkobjects
April 2014, 2 S., 93 x 93 x 1.4 mm, bedruckte Pappe
ISBN: 978-3-905846-27-0, 16 / 20 SFr
(=SET: 20er-Einheit mit Display)

substanz hält ihren inhalt auf abstand.
substanz ist das medium ihrer wahl.
substanz macht ihr leben einfacher.
substanz ist wesen ohne grund.
substanz ist saugfähig und beschreibbar.
substanz gibt es schwarz auf weiss.
substanz ist oberflächlich, räumlich, binär.
substanz ist form und inhalt.
substanz hat drei punkte.
substanz ist aus bedrucktem papier.
substanz ist ein fächer.
substanz kann man lernen.
etkbooks @ ZHB Luzern
E-Book: Das leerste Buch der Welt? Die fünfte Lesepause
“Das E-Book ist für viele Buchhandlungen ein Reizwort. Sie sehen den Untergang des Buchhandels. Doch sind diese Befürchtungen wirklich real? Sollten nicht viel mehr neue Qualitäten gegenüber den Kunden gesucht und gefunden werden? Diese und andere Fragen zum Thema werden in der 5 Lesepause besprochen. Die Moderation hat Max Christian Graeff inne.”
Ein Fonduekoch geworden sein, nachher
Autobiografie des Familientextes als Serie von Gerichten.
Ohne Familie keine Biografie, Autobiografie. Ist es so? Nein. Den scheinbar banalen Familiengeschichten scheinbar banaler Menschen ist mit konventioneller erzählender Prosa nicht beizukommen, wenn die Familie als bewegter Transitraum für Bewegung be-trachtet wird. Dann tritt anderes hervor, als wenn sie als Urort, als Heimat, als Lebensborn (sic!, selten wird das so gesagt), als unbedingt Schützenswertes, als Schale oder Grund alles Guten oder alles Übels geschildert wird. Die Personenfiguren von Familie entwerfen sich und Familie in einem fort. In Sprache. In Sprache, die handelt. In Sprache, die erinnert, indem sie sagt. Indem sie Namen sagt, von Gerichten. Die Familie also Transitraum verlangt nach einer andern Sprache und andern literarischen Mitteln. Wandeler-Deck projiziert auf diesen ein vielstimmiges Geflecht aus Personenrede, Fragmenten von Geschichten, von Orten, von Bildern. Die Grammatik erlöst sich aus ihren Hierarchien und lässt die Sätze kreisen, stolpern, tanzen, abbrechen, aufatmen. Ein Fonduekoch mag einer geworden sein. Eine mag scharfe Paprika gefüllt haben mit mildem Rind. Der Raum mit Name Familie als ein bewegter, bewegender, sich verändernder begehrt nach seinem Widerhall als Text, der ihn zur Sprache, ins Sagen bringt. Textfelder, die seine Autobiografie schreiben, lassen lesen. Manche essen davon.
Ein Fonduekoch geworden sein.
Prosa von Elisabeth Wandeler-Deck
Punk Pygmalion Plunderphonisches Neues aus der Glockenzone (Werkstattbrief 1/14)
Liebe Leserin, lieber Leser,
wir freuen uns, Ihnen folgende neue Texte und Arbeiten vorstellen zu dürfen:
Jutta Pivecka
Punk Pygmalion.
Roman in Briefen
Mit Illustrationen der Autorin
Februar 2014, 176 S.
ISBN: 978-3-905846-26-3
Beinahe erinnern die Liebesbriefe an ihre Freundin Emmi aus den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, die M. in ihrem heimlich betriebenen Blog veröffentlicht, in ihrer Unbedingtheit des Gefühls an Briefromane aus einer Zeit der Empfindsamkeit. Damals allerdings stellten sich Erzählung und Erzähler nicht selbst in Frage. Heutzutage sind gefakte Facebook-Profile, falsche Wikipedia-Einträge, und gefälschte Webseiten mit wenigen Klicks zu erstellen. Avatare behaupten, literarische Figuren zu sein und umgekehrt. Was scheinbar harmlos als Wiederbelebung einer alten Liebe anfängt, wird zu einer tragischen Geschichte um Liebe, Freundschaft und Verrat.
You´re making it up, sagte B., als ich versuchte ihm die Geschichte zu erzählen. Also schwieg ich. Dabei ist dies eine der wenigen wahren Geschichten, die ich erzähle. Eben deshalb wirkt sie erfunden. Ich traf ihn im Sommer 1983 in Berlin. Er war ein Steinmetz aus Aarhus in Dänemark. Wir stießen auf eine Leiche, die in einen Müllsack verpackt im Landwehrkanal trieb. Wir liebten uns unter einem Eisenbahnviadukt. Man sieht sofort, warum B. diese Geschichte für eine schlechte Erfindung hält. Ein Mann mit riesigen Pranken, der Grabsteine haut. Eine Leiche, die im Landwehrkanal treibt. Liebe machen im Rhythmus der Züge. Der Tod und das Mädchen. Es ist einfach zu perfekt. Sagte B. Aber genau so war es. (Klappentext)
Mehr: http://www.etkbooks.com/punk_pygmalion
Multimedia (Veröff.: 18.12.2013)
Hartmut Abendschein: Schellendiskursli (Studio Ed.)
Plunderphonisches Sprechstück zum Buch Schellendiskursli / Schellenexkursli.
Video: http://www.youtube.com/watch?v=UIrdm8cpguY
NEU als E-Books / Digitale Editionen (http://www.etkbooks.com/ebooks):
Hartmut Abendschein:
Schellendiskursli / Schellenexkursli.
Eine poetische Analyse des Schellenursli
mit einem Kommentaressay und zahlreichen Illustrationen
sowie einem Nachwort von Elisabeth Wandeler-Deck
STIMMEN: Ursli und die wunderschöne Dialektik (Rez. in WOZ, 5.9.13) / Nicht nur Linguisten und Sprachwissenschaftler werden ihre Freude am Buch haben, sondern auch generell Interessierte an der Materie und Menschen, die Texte kritisch hinterfragen. Zudem eignet sich Schellendiskursli / Schellenexkursli auch als Lehrbuch darüber, wie man Texte zerlegen und analysieren kann. nahaufnahmen, 24.08.2013 / Die Härte der Glockenzone eine Schelle in: Salzkristalle und Trüffelpilze, 2.7.2013 / Beitrag und Interview in Subkutan Radio RaBe, 3.7.2013
Mehr: http://www.etkbooks.com/schellendiskursli
James Joyce:
Giacomo Joyce.
Originaltext mit Aneignungen von
Alban Nikolai Herbst und Helmut Schulze
STIMMEN: “(…) Bemerkenswert die unterschiedlichen Versionen von «adultery of wisdom». Herbst interpretiert auf den ersten Blick plausibler. Es ist Giacomo, der betrügt, und Herbst führt die «Weisheit» dann in die Kulturgeschichte zurück. Schulze geht weiter weg: Bei ihm betrügt die «wisdom» als ein falsches Orakel. Einen Sieger gibt es da natürlich nicht.” (Rez. von Stefan Howald in: WOZ, 7.11.2013)
Mehr: http://www.etkbooks.com/giacomo_joyce
Veranstaltungen / Save the date:
Hybrido Unreim: Programm #2.
Roland Reichen, Christian de Simoni und Hartmut Abendschein: 18. März 2014, Bern, Heitere Fahne (http://www.dieheiterefahne.ch/), Mehr: http://www.unreim.ch (Nur noch wenige lieferbar: Automatentexte)
Hybrides Publishing.
15. April 2014, etkbooks @ Universitätsbibliothek Bern (Vortrag, Buch am Mittag / BTO)
Online-Publikation:
litblogs.net – literarische weblogs in deutscher sprache (ISSN 1662-1409):
Lesezeichen 4/2013. – 14. Januar 2014
In dieser Ausgabe: Drohnen und Schreibwerkzeuge, lachende Möwen und revanchierte Narben, die Lyrikproduktion im 19. Jahrhundert, alte Bäcker und Krötenschleudern, Lektorate ausgeschickter Fäden, Daniel Odija und Rainer Maria Rilke, schlummernde Brunnen und Glockenumzüge, die lefzenden Felle des Francisco Goya, Wandertriebe und Sitzen auf Bänken, Baldrian extra-stark und Kondome, Originalmeisen, Bootcamps, das Gewesene uvm.
Mit Beiträgen von Andreas Louis Seyerlein, Rittiner & Gomez, Dana Buchzik, Florian Voß, Guido Rohm, Carolin Callies, Mirko Bonné, Benjamin Stein, Norbert W. Schlinkert, Jörg Meyer, Hartmut Abendschein, Michael Perkampus, J. S. Pivecka, Anatol, Stan Lafleur, Marianne Büttiker, Andreas Glumm, Alban Nikolai Herbst, Phyllis Kiehl, EA Richter und Christiane Zintzen.
Mehr: http://www.litblogs.net/inhalt-042013/
Unsere Bücher können über den Buchhandel oder direkt beim Verlag bezogen werden. Ausführliche Informationen über unsere Neuerscheinungen und das Gesamtprogramm finden Sie im Internet unter http://www.etkbooks.com
edition taberna kritika
gutenbergstrasse 47
ch – 3011 bern
tel.: +41 (0) 33 534 9 308
http://www.etkbooks.com
etkbooks @ SWIPS (swiss independent publishers)
http://www.swips.ch/
