Lieferbar: sondern (Li Mollet)

sondern

Prosa

Li Mollet

“Neue Ideen tauchen neben den alten auf. Ich schaue aus dem Fenster und sehe den Nebel und nichts und niemanden sonst. Wenn der Umgang mit Nichtigkei-ten die Aufmerksamkeit weckt oder wenn etwas nach innen spiegelt, sagt er. Mir reicht es, von weitem zu schauen, sage ich. Dahinter wäre Rom, die Wüste oder der Mond. In dieser Zeit des verlorenen Lächelns ver-suche ich das gesellige Leben nicht zu vergessen. Wir sollten Kuchen backen und Wein einkaufen, sagt er. Wenn es nicht zu spät wäre, könnte ich mich auf die Zehenspitzen oder besser noch auf einen Stuhl stellen. An den Rändern ist manches unscharf, sage ich. Die Erwartung und die Sorge wären nichts als ein Fleck.” (Klappentext)

Mehr: http://www.etkbooks.com/sondern

August 2012, 118 S., 12 x 19 cm, Klebebindung

ISBN: 978-3-905846-20-1

Wir machen eine kleine Pause …

… bis 4.8.

Unsere Titel sind natürlich zwischenzeitlich erhältlich. Z.B. in den Berner Buchhandlungen Münstergass, Zum Zytglogge, Haupt und Stauffacher …



(etkdatscha in Wilen / Sarnen, 2012)

litblogs.net Lesezeichen 02/2012

Die litblogs.net-Lesezeichen-Ausgabe 02/2012 erschien am 9. Juli 2012.

In dieser Ausgabe:

Eger und Elbe, Revolverhelden und Whiskeyflaschen, die Tiefe der Stille, eine Exilwohnung in Kuledibi, Menschenrechte, Jonathan Franzen und Christoph Schlingensief, Robert Musils “Nachlaß zu Lebzeiten”, ein in den Karton eingepackter Hut, Eigenheimhäuschen und Bleisätze, Glaubersalz und Doppel-Tiere, Diazepam und Fischmangel, der ungläubige Thomas und zertretene Muscheln, Hans Dieter Beck und Peter Leonhard Braun, die Königin der Nacht im Gefäss des Tages, Else Lasker-Schüler, Nietzsche und ein Damentennisfeld uvm.

ZUM INHALT …

Dranmor als Prosatext (Lieferbar)

Vielleicht mag sich noch jemand an den Romanversuch Dranmor erinnern? Ich kann schon gar nicht mehr präzise recherchieren, wann ich die Arbeit damit und auch in diesem Weblog aufgenommen habe. Erste Spuren finden sich davon schon 2004, glaubt man den Webarchiven. Und dem Backend des CMS. Allerdings könnten diese auch trügerisch und die Daten infolge zwischenzeitlicher Datenbankmigrationen falsch angelegt worden sein. Sicher ist aber, dass 2005 bis 2007 intensiv daran gearbeitet wurde. Bis 2008 entstanden damit ca. 450 Manuskriptseiten, die wieder und wieder überarbeitet wurden. Wenigen habe ich sie zu lesen gegeben. Die Reaktionen waren damals durchaus geteilt. Manche kamen mit der poetischen Sprache nicht klar. Andere schätzten gerade diese, der Text war ihnen aber zu umfangreich, zu roh und zu heterogen. Das Projekt kam daraufhin einige Zeit zum liegen, auch, weil ich mich anderen Dingen widmen musste.

Erst vor ca. anderthalb Jahren habe ich mich wieder an ihn erinnert. Mir wurde klar, dass der Korpus als Roman nicht so geeignet war, als experimentellerer Prosatext mit erzählerischen Versatzstücken aber sehr wohl funktionieren könnte. Ich habe mich also noch einmal hingesetzt und ihn radikal umgeformt, umgeschrieben, gestrichen, gekürzt und geordnet. Um fast 2/3 an Umfang schlanker, hat der Text nun eine Gestalt angenommen und ist sprachlich zu sich gekommen, sodass man nach nun zwei Lektoraten sagen kann: das ist der Text Dranmor.

Er ist soeben mit freundlicher Unterstützung des Kantons und der Burgergemeinde Bern im Athena-Verlag in der reihe edition exemplum (wie schon Die Träume meiner Frau) erschienen. (Optisch ähnlich und ebenso hübsch gestaltet. Wir nannten sie: die zweieiigen Zwillinge.) Sie erhalten die Titel in allen Buchhandlungen, über den Verlag, aber auch (das ist für CH nicht uninteressant) via etkbooks.

   

(Die Kategorie http://www.abendschein.ch/site/weblog/C4/ gibt es immer noch. Die meisten (Ur-)Texte sind allerdings offline, sodass diese nur noch als Materialsammlung zu lesen ist.)