“Reinknien und durchkämpfen! Es lohnt sich” (NLZ)

Das Nachdenken über Fusspflege mag eine Möglichkeit sein, einem manchmal zweifelhaften Phänomen zu begegnen. Eine andere ist die Auseinandersetzung mit Ball- und Sprachpflege, die das Ereignis auf sich selbst anwendet. Besonders schön bei der Rezension von Fritz Michels 4:2 in der Neuen Luzerner Zeitung von gestern ist allerdings der Besprechungskontext, in dem durch “4:2” gewissermassen eine zweifache Bearbeitung eines dort präsentierten Autoren angeschlossen wird – auch, wenn eine gewisse Lesekompetenz anempfohlen wird, was aber nicht unbedingt gegen das Buch sprechen muss.

Wir möchten den Text aber nicht nur Hardcore-Fussballfreunden (die wir mit diesem Titel ganz sicher nicht ausschliesslich avisiert haben) ans Herz legen, sondern auch all denjenigen mit Interesse an normativen Auf- und Abschreibesystemen …

Und bitte nicht vergessen: Der Text ist nur noch bis heute abend haltbar und zerfällt wahrscheinlich mit der Neuauflage der Partie CH-TUR zu Staub.

90 Minuten : 90 Minutes : 90 Minuti

Die zweite der zwei relevanten CH-Neuerscheinungen zur Fussball-EM gibt es noch anzuzeigen, wobei der Relevanzfaktor der zweiten sich vor allem aus der Beiträgerschaft des Autors der ersten ergibt …

Abb.: 4:2 (Fritz Michel) // 90 Minuten : 90 Minutes : 90 Minuti (Ein Lesebuch)

Gratis und solange der Vorrat reicht, verteilen die Schweizer Buchhandlungen ab 29. Mai das Büchlein “90 Minuten : 90 Minutes : 90 Minuti”. Eine Hommage von Fussballverrückten aus der Schweizer Literaturszene an die Magie und die Magier des Fussballs, zusammengestellt und trainiert von SBVV, SWIPS und BZ. 100 literarische Beiträge von A wie Urs Allemann bis Z wie Katja Zuniga-Togni. (Quelle)

Stimmen zur EM

(Bern, Trambahnlinie 9, 22.05., 8:23. Ein Schweizer, ein Deutscher, ein Österreicher.)

A: Für was steht eigentlich EM?

B: Eure Mieder? Ewig Müde? Euters Masern? Endlich Mutter? Elende Mufzen?

C: Sagen wir “EM” ist einfach eine Stimmungsäusserung, wie “ähm”, “ähem” oder “hm”. Es wird meistens bei Druckempfindungen in der Magen- oder Bauchgegend verwendet. Zum Beispiel: Ein junger, fescher Herr boxt einem anderen jungen, feschen Herrn in die Magengegend. Grund ist eigentlich wurscht. Tut ja auch nichts zur Sache, aber sagen wir, es ist ein Wortwechsel vorausgegangen, wie etwa “Duda!” “Wosis?” “Bistdeppert?” “HaudieübadieHeisa,duDrottel!” und schlussendlich das vorausgehende Nasenschnauben bis es dann zu einem kurzen Druckempfinden bei einem der beiden jungen, feschen Herren in der Magengegend kommt. Der äussert sich dann mit einer kleinen Überraschung im Gesicht mit “EM”. Würde er ihn aber bei den Achselhöhlen kitzeln, wäre die Äusserung jedoch: “ME”

A: Hm.

Die Unkenntnis ist gross. Geklärt werden diese Frage und viele weitere allerdings in Fritz Michels 4:2. Einwürfe und Fussnoten.

Das Buch ist übrigens auch erhältlich in folgenden Buchhandlungen

Buchhandlung Hirschmatt, Luzern

Buchhaus Stocker, Luzern

Münstergass-Buchhandlung, Bern

Haupt Buchhandlung, Bern

Buchhandlung Stauffacher, Bern

Buchhandlung am Helvetiaplatz, Zürich

Buchhandlung zum Goldenen Kalb, Aarau