Performances, Lesungen und Gespräche über Quellen und Zukünfte des Schreibens.
Was wird Literatur? Diese Frage ist zweifach zu verstehen: Aus was wurde und wird Literatur gemacht? Und: Was wird Literatur in Zukunft, auch jenseits des gedruckten Buches. Traditionelle Papiermenschen treffen auf digital Natives. Klassische Buchautorinnen und -autoren, Blogger, SelfpublisherInnen und NetzwerkerInnen diskutieren die Gegenwart und mögliche Zukünfte des literarischen Schreibens. In Präsentationformen, die normale Lesungen alt aussehen lassen, stellt sich Literatur heute oft innerhalb einer erweiterten medialen Öffentlichkeit dar.
Braucht es dafür noch Verlage und Zeitungskritik? Wie verhalten sich die etablierten literarischen Institutionen gegenüber diesen neuen Formen von Literatur? Nimmt die Branche die Herausforderung an, die mit den Neuen Medien auf sie zugekommen ist. Räumen die Alten das Feld oder versuchen sie das Neue in ihre angestammten Räume zu integrieren? Und schließlich: Wie definieren sich in dieser Kampfzone, in der noch nichts entschieden ist, heutige Autorinnen und Autoren? Wo also liegt sie: Die Zukunft der Literatur?
Auf diesem Symposium/Festival im Literaturhaus Graz wird es zwei Veranstaltungen mit meiner Beteiligung geben.
Hartmut Abendschein (litblogs.net), Don Alphonso (FAZ-Blog Stützen der Gesellschaft), Alban Nikolai Herbst (Die Dschungel. Anderswelt) und Ursula Timea Rossel (Kryptogeografische Gesellschaft) stellen sich und ihre Schreibprojekte im Netz vor. Moderation: Chris Zintzen-Bader (Acheronta movebo, vormals in/ad/ae/qu/at).
In Li Mollets Prosaband «irgendwann vielleicht» wird die Welt als poetisches Material betrachtet und synästhetisch wahrgenommen. Die Beobachtungen sind weitgefächert, aber auch disparat und kontingent. Mollets Sprache modelliert diese zu ungewohnten Gebilden und überraschend neuen Zusammenhängen. Li Mollet lebt in Spiegel bei Bern. Sie verfasst Prosa, lyrische Prosa, Erzählungen und Essays. Nach »sondern« ist «irgendwann vielleicht» ihr zweiter Band in der Edition taberna kritika.
Mit Elisabeth Wandeler-Decks neuestem Buch «Das Heimweh der Meeresschildkröten Heterotopien der Nacht» entstand ein vielstimmiger, von der Geschichte des Donauraums wie von dessen Topografie ebenso geprägter wie vom Wesen der Oper durchdrungener Text. Elisabeth Wandeler-Deck lebt als freischaffende Autorin und Publizistin in Zürich. Ebenfalls von ihr in der Edition erschienen: «Da liegt noch ihr Schal» sowie «Ein Fonduekoch geworden sein».
(mit roland reichen, christian de simoni, hartmut abendschein, giuliano musio. showband: bobby vacant & the worn)
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i woke up in the middle of the night and found a dead death-metal rat sleeping deep inside my typewriter so i tried to take him out with my manuscript pencil but his long black hair and Spandex pants kept getting stuck on the ‘’X’’ key so i decided to continue my novel anyway but every time i hit the ‘’h’’ key the word Hell Awaits kept showing up on the white page which was hugely disappointing as my novel was a serious deconstruction of Jeremiah Gotthelf’s The Cheese Factory in the Hamlet, so I was suddenly confronted with not only trying to correlate late 20th century Thrash Metal with early 19th century Swiss literature, but also trying to figure out why the hell at the heart of every damn thing lies a sleeping rock rat.
6. September 2015: “uncreative writing” (Radiotext von Hartmut Abendschein, WDR 3, Gutenbergs Welt). Über nichtkreatives und konzeptuelles Schreiben sowie Recycling le Tour de France.
10. September 2015: Hybrido Unreim feat. Benedikt Sartorius im Kulturpunkt (PROGR, bei schönem Wetter in der Brache). Hybrido Unreim startet mit “Schläft ein LIed in allen Dingen” in die neue Saison.
wir freuen uns, Ihnen folgende neue Texte und Arbeiten vorstellen zu dürfen:
··· etk 035 | Die Loesung: Kreuzworträtsel | August 2015
ISBN: 978-3-905846-35-5 | 6,00 Eur / 8,00 CHF | 86 S. 19 x 12 cm / Broschur
Aus der Reihe: etkobjects··· Die Beschäftigung mit einem Rätsel, insbesondere einem Kreuzworträtsel als lesbares Etwas, zeugt immer von einem Interesse am Durchschauen der Sprache. Als einfache Form bzw. literarische Gattung ist dieses mit dem Gedicht verwandt, das sich mit einem Bildelement, dem Rätselgitter, verbindet. Obscuritas, Curiositas, Erkenntnis sind die Schritte auf dem Weg zur Lösung. Und dabei bedarf es nur wenig Handwerkzeug: Papier, Bleistift, Radiergummi. Symbolisch steckt dahinter auch das Begehren nach einer Enträtselung der Welt. Der Lösungsprozess wird so zum Akt ihrer Entkleidung. Der Band Die Loesung bietet 36 Kreuzworträtsel mit kryptischen aber auch einfachen Rätselfragen zu kulturellem Nischenwissen. Ein spezieller Wortindex dient als Lösungsapparat. Ein Gewinnspiel rundet das Werk ab. Die Loesung liefert in dieser Form die Möglichkeit, Wissens- und Vertrautheitsressourcen zu aktualisieren und neue Denkstile, Sprachstile und Bilder zu entdecken.
ISBN: 978-3-905846-34-8 | 14,00 Eur / 17,00 CHF | 98 S. 19 x 12 cm / Broschur
Mit einem Intro von Benedikt Sartorius ···krokodile geister hardware / farben der lenkung / verstehe ich nicht / und auch nicht / das blasen im wind (Klappentext) ···Flarf Disco folgt einem konzeptuellen Ansatz. Aus der vollständigen Sammlung von 120 Musik-CD-Samplern einer Zeitschrift für Popkultur und -theorie (Spex, Jahrgänge 2000-2014) wurden die Musiktitel extrahiert und wo nötig ins Deutsche übertragen. Das so destillierte Wortmaterial wurde als (exemplarisches) Spracharchiv bzw. Korpus einer zeitgenössischen Popsprache verstanden und verwendet. Unter Anwendung diverser Montageverfahren und -techniken der Verdichtung und in mehreren Bearbeitungsstufen entstanden daraus Gedichte und Stimmungsbilder, die sich in Themenfeldern wie Jugend/Alter, Geschlecht/Gender, Musik, Identität, Urbanität etc. bewegen.
··· etk 033 | Li Mollet: irgendwann vielleicht. Prosa
Li Mollet schafft es, gleichzeitig Ruhe, eine Art Heiterkeit und auch Nachdenken über das Leben, über die Welt zu besorgen. Alles ist pure Notwendigkeit, pure Literatur. In ein paar Wörtern werden innere und äussere Landschaften gemalt. Es ist ganz wunderbar. (Cécile Wajsbrot)
··· etk 032 | Milk + Wodka: Kennst du das Lied? Disco Quiz
Amour fou und Bilderrätsel: Die bisher 30 Schwarz-Weiss-Graphiken dieser Serie sind nun als Sammlung erschienen und nicht nur ein optisches Vergnügen, sondern vor allem auch ein perfektes Mitbringsel zu Partys oder Jubelfesten aller Art und ein nostalgischer Rätselspass für jeden Musik-Afficionado. Christopher Zimmer in: Surprise Nr. 344, 2/2015
Ankündigung: Heterotopien der Nacht
··· etk 036| Elisabeth Wandeler-Deck: Das Heimweh der Meeresschildkröten | Oktober 2015
ISBN: 978-3-905846-36-2 | 22,00 Eur / 26,00 CHF | 262 S. 20.5 x 13.7 cm / Broschur
litblogs.net – literarische weblogs in deutscher sprache (ISSN 1662-1409)
In dieser Ausgabe: Gescheitelte Sterne, Jäger und Stapler, Maschinenstimmen und Botox-Bakterien, Molly Bloom, Caspar David Friedrich und vollkommen schiefe Mauern, frei schwebende Erzählfäden, das Geheimwissen des Fritz J. Raddatz und gemachte Schularbeiten, konkret-poetische Montagearbeiten, Jodmangel, lederne Wamse und Augenmasken, Sprachpakete, die nicht ankommen, Mircea Cărtărescu uvm. ··· Mit Beiträgen von Christine Langer, E.A. Richter, Björn Kiehne, Christiane Zintzen, Guido Rohm, Michael Perkampus, Jörg Meyer, Rittiner & Gomez, Andreas Louis Seyerlein, Phyllis Kiehl, Norbert W. Schlinkert, René Hamann, J. S. Piveckova, Stan Lafleur, Anatol, Hartmut Abendschein, Marianne Büttiker, Andreas Glumm, Jan Kuhlbrodt, Alban Nikolai Herbst
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