Jahrestag / Jubiläum “Bibliotheca Caelestis. TiddlyWikiRoman.”

Seit 1 Jahr in Ihrem Dienst: “Bibliotheca Caelestis. TiddlyWikiRoman.” von Hartmut Abendschein.

Eingang: http://bc.etkbooks.com/opac

Stimmen:

“Daran führt kein Weg vorbei.” Alban Nikolai Herbst

“Ein spannendes Experiment” netbib weblog

“Amazing TiddlyWikiFiction. I wish I could understand it” Jeremy Ruston, Osmosoft

“sehr hübsche Übergangseffekte” netzwertig.com

“Texte, die man sich wie einen Dschungel erarbeiten muss.” Ein Gespräch mit Andreas Louis Seyerlein

mehr: http://www.etkbooks.com/bc.php

Sie erreichen die Installation und erhalten Ihr cc-lizenziertes Hausexemplar des Titels über den Verlagsserver http://bc.etkbooks.com/

bzw. eine weitere Downloadmöglichkeit über die Deutsche Nationalbibliothek

http://d-nb.info/989593150

Klappentext:

Der Schriftsteller Benedikt arbeitet an seinem Zweitling. Trotz der Bedenken seines Agenten Röhrling, lässt er sich nicht davon abbringen, als Ort und Gegenstand seiner Skriptur eine Bibliothek auszuwählen. Die scheinbare Anna, eine dort Angestellte in unbestimmter Funktion, mischt sich in sein Unternehmen ein. Es beginnt eine Textreise, bei der sich am Ende sämtliche Gewissheiten in Luft auflösen.



bücher vernetzen –

edition taberna kritika:

http://www.etkbooks.com

[rohrpost]

Ankündigung “TagumTag Kairo”

Wir freuen uns an dieser Stelle eine Text-Bild-Arbeit von Elisabeth-Wandeler-Deck ankündigen zu dürfen. Wöchentlich und in etwa 60 Teilen werden wir einen weiteren Teil von TagumTag Kairo einstellen. Vom Prosapart als Element dieser Arbeit war schon in IDIOME Nr. 2 zu lesen. Erstmalig vollständig präsentiert sie sich aber nun in diesem Weblog.

Eine Übersicht der sich allmählich aufbauenden Arbeit mit Abomöglichkeiten etc. findet sich unter

http://kairo.etkbooks.com/

Zwei Monate Kairo. Pro Datum 1 Foto, 1 Gedicht, 1 Ausschnitt Prosa. Das Gedicht wird nur am Tag seines Datums überarbeitet. Eine täglich gleich grosse Fläche Prosa, Material entnommen aus den Notizen vom Tag, den SMS des Tages, den E-Mails. Wie das Foto aus der Menge der Aufnahmen gewählt haben. Keine Rücksichtnahme.

“Elisabeth Wandeler-Deck, 1939 geboren und in Zürich lebend, läßt in ihrem Schreiben eine große Affinität zur Musik erkennen. Ihre Texte bewegen sich nicht selten von klanglichen Assoziationen gesteuert voran und erwecken oft den Eindruck einer Improvisation auf dem Papier — einer gänzlich freien, den avancierteren Konzepten des Free-Jazz benachbarten freilich. Dabei sucht die ausgebildete Architektin, Soziologin und Psychologin mit ihrem anarchischen Schreibansatz immer wieder die unterschiedlichsten thematischen Felder auf. In letzter Zeit waren das beispielsweise Topographien, die unterschiedlicher nicht sein könnten. In Da liegt noch ihr Schal (edition taberna kritika 2009) beschäftigt sich Wandeler-Deck mit einer Transitroute zwischen Baar und Sihlbrugg in der Zentralschweiz, wo sich – in maximalem Kontrast zur Umgebung – ein an US-amerikanische Urbanität gemahnender “Strip” mit Raststätten, Motels usf. entwickelt hat. stelle mir ein lautes komma vor (IDIOME Nr. 2) wiederum spielt mit der Versuchsanordnung eines Diariums, das einen zweimonatigen Aufenthalt Wandeler-Decks in Kairo begleitet. Erfahrungen kultureller Fremdheit und die Frage nach der “Lesbarkeit” dieses städtischen Molochs verflüssigt sie dabei in eine reflexive, von überraschenden Sprüngen, Assoziationen und Assonanzen in Bewegung gehaltene Prosa.” (Aus: Ankündigung für Linzer Notate, 2. Juni 2009, Künstlervereinigung MAERZ.)

Ausschnitt aus ”stelle mir ein lautes komma vor”:

19 aus welchen ABLAGERUNGEN entsteht fortwährend diese Delta Landschaft, ach, da Taibo II schrieb “ich kann mit Tatsachenarbeiten-oder mit den Lücken zwischen ihnen”. Waren es (bisse? War es Minze? War es kanadisches Französischsprechen? Wie soll ich das verstehen? Oder suche 1 Scherz? Dritter Versuch 1 Gedicht auf Papier zu entwerfen, (ich) versuche (m)ich in Handschriftlichkeit. Andere Handversuchungen? Denke an Handverseuchung? Versicherung? Setze das Spiel fort des andern, setze (m)ich hin, es setzt SIE fort? es? sie? es lagert (s)ich ab, ist es Lachen? Was sie unterscheidet, ist ihr Gebrauch? Ziehe den nassen Fuss aus dem Loch

Buchvernissage “Da liegt noch ihr Schal”

Buchvernissage und Konzert

“Der Ort, die Strecke, der Kreisel, der erste Kreisel, der zweite Kreisel, die Brücke, die Station, der Fluss, die Anlage, die Strasse, der Hang, das Tal, der Berg, die Anhöhe, die Talstrasse, die Ortsstrasse, die Fernstrasse, die Lehnenstrasse, die Hangstrasse, der Strip, die Schwelle, der Sims, the sill.”

Elisabeth Wandeler-Deck

Da liegt noch ihr Schal

Margrit Schenker, Akkordeon

Valentin Vecellio, Klarinetten

KRAK

Freitag, 19. Juni, 20:00, Bar ab 19:30

Museum Baviera, Zwinglistrasse 10, 8004 Zürich

http://www.wandelerdeck.ch/

http://fotosynthesen.etkbooks.com/

Lieferbar: Da liegt noch ihr Schal

ab sofort lieferbar ist der Titel:

Elisabeth Wandeler-Deck

Da liegt noch ihr Schal


April 2009, 268 S., 20,5 x 13,7 cm, Klebebindung

ISBN: 978-3-905846-06-5, €21.90 / 34 SFr

Mehr …

“Da liegt noch ihr Schal” erzählt von einem bestimmten Streckenstück an der Grenze von schweizerischem Mittelland und Zentralschweiz auf der uralten Route vom Norden in den Süden, vom Süden in den Norden, die heute wegen der häufigen Staus, der Tankstellen, der Möglichkeit, die Fahrt zu unterbrechen eine unscheinbare Bekanntheit geniesst. Nach dem Ende der Autobahn von Luzern her beginnt mit der Ausfahrt Baar ein Landschafts- oder Wegstück, das sich als ein Strip einer amerikanischen Stadt darstellt, das dann in Sihlbrugg Dorf abrupt endet. Ein Ort mit Verkehrskreiseln und Garagen, Raststätten und dem Motel – einem der ersten in der Schweiz überhaupt. Sihlbrugg ist vermutlich in keinem Ferienkatalog aufgeführt, da es als Transitfläche wenig zu bieten hat, das zum Bleiben einlädt. Doch ereignen sich Geschichten. So führt die Situation Motel andeutungsweise an subtilste Ränder von Gewalt und Erotik, wie um auszuloten, wann beim Einzelnen das Gefühl von Angst aufkommt. Wie ausfransende Identität wird eine Jacke von der einen Figur abgestreift und von einer andern angezogen, geht Sprachfigur um Sprachfigur durch die Abschnitte und fügt sich neu. Satzfragmente, Gesten, Dialoge, Geräusche werden von wechselnden Darstellern probeweise gekostet. Text und Figuren folgen ihren je eigenen Partituren, Thematiken und Beziehungen und bearbeiten und entwickeln das Ganze zu einem Szenarium der Bedrohung und Melancholie, der Sehnsucht und des Verlusts. (Klappentext)

Elisabeth Wandeler-Deck, geboren 1939, lebt als freischaffende Autorin und Publizistin in Zürich. Zuletzt erschienen: “Von einem Schiff zu Singen”, Prosa, 1999; “contrabund” Lyrik, Waldgut, Frauenfeld 2001; “Piraten – Haitianische Topografien”, Prosa, bilgerverlag, Zürich 2004; “(Gelächter über dem linken Fuss)”, Lyrik, Waldgut 2006; “Turbulenzen an der Luftschnittstelle”, Lyrik, mit Zeichnungen von Yves Netzhammer, Ed. Howeg, Zürich 2008

Rezensionswünsche bitte per E-Mail

Was ist mein Autor?

… ist der ursprüngliche Titel des nun als “Der Autorname als URL” getitelten und in der Berliner Gazette erschienenen Textes.

(…) Es ging mir also darum, eine Schreibweise [oder: Schreibweisen] zu entwickeln, die diese juengsten Moeglichkeiten weiter ausschoepfen konnte. Und umgekehrt: diese Moeglichkeiten in jenes Schreiben zu integrieren. Desweiteren ging es darum, einen Schreibprozess zu stabilisieren, der sich einerseits aus Archivimpulsen speisen, andererseits natuerlich auch Vernetzungen und Selbstvernetzungen transparent machen konnte. In den sogar Aeusseres [Kommentare, Referrer etc.] einfliessen konnte. Was mir auch gut gefiel dabei, war diese gewisse Aesthetik der Vorlaeufigkeit, die aber freilich nur so erscheint. (…) Das Schreiben im Weblog dagegen, auch das Lesen in anderen literarischen Weblogs, ist eine ganz andere Praesenzerfahrung. Eine gewisse Form der Unmittelbarkeit und Zeitnaehe, die ganz unterschiedliche Erkenntnisprozesse bei Schreibenden oder Lesenden ausloesen kann. Das hat auch Folgen fuer den Autorschaftsbegriff. Die beruehmte Frage einer Beckett-Figur >Was ist ein Autor?<, die bekannterweise von Foucault aufgegriffen wurde und die der Autorschaft [dem Autorennamen] quasi Funktionscharakter zuschrieb bei gleichzeitiger Abwertung des Auratischen, ihr also in gewisser Weise Adressierungs- und Buendelungsaufgaben zuordnete, kann heute mehr noch als frueher konkretisiert werden. Ironischerweise bekam die Adresse des Textes eines Autors eine URL. (...) Ein Autorname in einer URL wird und fuehrt selbst zu anklickbarer Praesenz. Autorschaft als suggeriertes Textmonopol, das aber im Umfeld betrieblicher, hocharbeitsteiliger Verfahren tatsaechlich nicht mehr einer alten Autorschaftsidee gehorcht, kann so aber im Vergleich - beispielsweise durch genannte Aktivitaeten - wieder etwas regeneriert werden. Textsubjektivitaet wird dadurch spuer- und erlebbarer. Ich glaube also, manche Texte im Rahmen ihrer Entwicklung zu betrachten, kann diesen zusaetzliche Glaubwuerdigkeit bescheren. (...)