Staub ist die
Patina der Geduld
Herzlich Willkommen bei litblogs.net:
zwei neue reader im readerbereich
– “Du zeichnest einen Stern und dabei stirbt ein Sinn seinen kleinen Tod” (zu einer Ausstellung)
– [atmographe] CXXXIV-CLII, texte der taberna kritika XII
(autoren helfen lesern – leserfrage nr. 1)
was kann ich tun, dass aus den schnöden readern halbwegs ansehnliche, reclamverdächtige produkte werden?
die gute idee:
drucken sie die reader aus. wichtig: einstellung “2 seiten pro blatt”
zerschneiden sie den stapel in der mitte
legen sie erst einmal den umschlag beiseite und falten sie die restlichen seiten wieder jeweils in der mitte
ordnen sie nun die gefalteten blätter nach paginierung
legen sie diese übereinander und bilden sie einen schönen falz. das deckblatt kann nun in der mitte zerschnitten werden und wird zu vorder- und rückseite ihres büchleins
decken sie nun das gefalzte konvolut mit vorder- und rückseite und heften sie alles am rücken zusammen (1X oben und unten reicht). achten sie darauf, dass die heftung so weit wie möglich am falz geschieht (lesbarkeit, blätterbarkeit)
sollten unschöne überlappungen, ungeradigkeiten etc. entstanden sein: nehmen sie einfach noch einmal die schere und passen sie nach belieben an. fertig.
achja. sie werden sich über die leeren seiten dazwischen wundern. das ist der raum für ihre eigenen notizen. sollte ihnen nichts einfallen: kleben sie sie einfach zusammen (weitere tips)
Und wer wagt, gewinnt
–
Die Ewigkeit kennt nicht das Gewicht
In der Ewigkeit
Ist man ohne Gewicht
Die Waage muss man nicht
Auf Erden lassen
Eine Ewigkeit
Wiegt nicht
–
Das ist der gravierende Unterschied! Überhaupt: Die Gravur. Mechanisches Verfahren. Handwerk. Etwas geht auf Wanderschaft, auf einem Blatt mit Vorgaben. Das Blatt, die Höhenlinien müssen nur noch abgewandert werden. Dort, ein Wald, wird ohne Kartenwerk durchschritten, bis wieder ein Himmel zu sehen ist. In Leichtigkeit, ewig.
aus: Du zeichnest einen Stern und dabei stirbt ein Sinn seinen kleinen Tod (zum 07.04.)
Das Strickmuster der 11 kleinen Formen zu Paul Finsterwalds Zeichnungen ist denkbar einfach. Es handelt sich dabei um dialektische Montagen unter Einbeziehung des aphoristischen Nachlasses Finsterwalds. Die Formen enthalten immer drei Elemente:
Den Titel: auch Satz, Frage oder These
Den Aphorismus: qua Definition schon eigenständige, kleine Form. Er wurde eingebaut, wie er vorgefunden wurde, höchstens aber leicht angepasst. Er versteht sich als Antithese zu den im Titel gemeldeten Gemeinplätzen und wird in seiner Dialektik natürlich auch zum Gemeinplatz.
Die Synthese oder Halluzination: Sie soll These und Antithese verbinden und gleichzeitig das Sternezeichnen oder Reflexionen über das Zeichnen und Schreiben assoziativ thematisieren.
meine lichtzeile des tages:
könntest du bitte die frauen in ruhe lassen und dich wieder deinem bwl-studium widmen?