Lieferbar: Hartmut Abendschein – bricolages (Edition Haus am Gern)

In der Bieler „Edition Haus am Gern“ ist soeben mein Künstlerbuch als Werkkatalog erschienen. Der Band ist das Ergebnis eines Schreibstipendiums des Kantons Bern:

Hartmut Abendschein: bricolages
Konzeptuelle und visuelle Dichtungen, Objekte
Werkdokumentation 200X-2021
Mit einem Nachwort von Stefan Humbel

“Mit seinen «bricolages» nun legt mein Nachbar Hartmut eine Werkschau vor, seine Werkschau als Autor (und Verleger) experimenteller Literatur. 70 konzeptuelle Texte und Objekte sind erfasst, Arbeiten, die völlig autonom oder auch in kollaborativen Prozessen entstanden sind. Darunter befinden sich etliche, die noch nicht publiziert wurden. Sämtliche Werke sind nach einheitlichem Katalogisierungsschema erfasst und mit einer Objektnummer versehen: Nebst selbstverständlichen Referenzen wie Titel und Untertitel stehen hier Angaben zur eingesetzten Zeichenart, zum Materialursprung, zu literarischen und künstlerischen Techniken, zum Medium. Ausserdem sind die Objekte mit freien Stichworten versehen und nach der bibliotheksrelevanten Gemeinsamen Normdatei verschlagwortet. Dies alles mag vorerst wenig poetisch klingen. Und ja, ich habe auf eine gewisse Ordnungsverliebtheit meines Nachbarn Hartmut bereits hingewiesen. Aber eben, diese Verliebtheit in Nomenklaturen und Systematiken ist eben gleichzeitig auch Ausgangsmaterial, Methode und Denkanstoss für weitere künstlerische Zugriffe, die hier erprobt werden. Die Zuweisungen sind denn auch vor allem angenommene Zugehörigkeiten, angenommen in heuristischem und generell imaginativem Sinn. Was zum Beispiel käme dabei heraus, wenn an verschiedene Mietsparteien eines Hauses übertragene Zeitfenster zur Benutzung der gemeinsamen Waschmaschine mehr wären als Indikatoren einer Organisation einer Haushaltszeit? Was, wenn ein entsprechender Kalender mit Reservierungen eine Geschichte erzählte?” Stefan Humbel

Edition Haus am Gern, CHF 25 / € 25, ISBN 978-3-907350-03-4
Mehr: Leseprobe, Waschzettel
Bestellung: via Edition Haus am Gern
auch möglich via Mail: info(@)etkbooks.com

Lieferbar: Daniele Pantano – HIMMEL-BIMMEL-BAM-BAM

HIMMEL-BIMMEL-BAM-BAM
Von Daniele Pantano
Mit einem Nachwort von Elisabeth Wandeler-Deck

Nach seiner „Deformation“ von Georg Trakls Gedichten in ORAKL setzt sich Daniele Pantano mit Friedrich Nietzsche in einer weiteren Übung in konzeptueller Poetik und Performance-Theorie auseinander. HIMMEL-BIMMEL-BAM-BAM versetzt Nietzsches Dichtung ins 21. Jahrhundert, um Walter Benjamins Begriff der „Unterbrechung [als] eines der grundlegenden Mittel aller Strukturierung“ zu testen. In diesem Band zersetzt Pantano Nietzsches Gesammelte Gedichte, indem er alle Gedichte in einzelne Zeilen zerschneidet und das so entstandene „Textmaterial“ umstrukturiert, die Zeilen in alphabetischer Reihenfolge nach ihren Wortanfängen ordnet und diese Fragmente über sechsundzwanzig Kapitel, d.h. die Buchstaben des Alphabets, organisiert. Der fertige Text ist, ähnlich wie ORAKL, eine „kontrollierte Mutation“ (Okla Elliott), die „außergewöhnliche Klang- und Sinnmontagen“ (Piotr Gwiazda) hervorbringt und es ermöglicht, Interpretation, Erzählung und Bedeutung bei jeder Lektüre neu zu gestalten und zu verändern. Oder, wie Elisabeth Wandeler-Deck in ihrem Nachwort schreibt: „Dies zuckersüsse Bimbambaumeln lässt eine betörende, heftige Minimalmusik voll neuen Sprachsinns entstehen.“

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September 2022, 134 S., 19 x 12 cm, Broschur
ISBN: 978-3-905846-66-9, €16 / 18 SFr

Lieferbar: Hannes Bajohr – Renga Anger

Renga Anger
Von Hannes Bajohr
Mit einem Nachwort von Anna Luhn

Die Geschichte geht so: 1969 treffen sich die Dichter Octavio Paz, Jacques Roubaud, Edoardo Sanguineti und Charles Tomlinson in einem Pariser Hotelkeller und schreiben in fünf Tagen ein viersprachiges Kettenpoem. Renga – angelehnt an die japanische Gedichtform dieses Namens – übersetzen sie anschließend je einzeln. Im Renga wie in der Übersetzung geht es um Anknüpfung, um ein Weitermachen mit dem, was gegeben ist. Dabei sind die Übertragungen, die die selbst Autoren anfertigen, recht konventionell: Sie bringen das Polyglott des Kollektivgedichts schlicht wieder in die Einsprachigkeit. Hannes Bajohr schlägt eine andere Strategie vor: die Seit-wärtsübersetzung – eine Weiterführung in und Anknüpfung an sich selbst, die nichts neu überträgt, sondern das Vorgetragene neu zusammenträgt. RENGA ANGER basiert auf einem Skript, das die die Zeilen des Originals und der Übersetzungen neu anordnet und so aus dem vorhandenen Material dynamisch eine Unmenge neuer Texte generiert. Der Band hebt an als Remix des originalen, mehrsprachigen Renga; er schreitet fort mit den Einzelsprachen; und er endet mit einer brandneuen mehrsprachigen Version, die nun aus allen existierenden Übersetzungen inklusive der 1983 von Eugen Helmlé angefertigten deutschen besteht – eine Rückübersetzung in den Ausgangszustand, ein Renga 2022, eine Autotranslation.

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September 2022, 76 S., 19 x 12 cm, Broschur
ISBN: 978-3-905846-67-6, €12 / 14 SFr

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snoretext 6

whew
you
the moon
n.’s
i’m
when
long
in
in
one
in
long
an
an
one
in
in
i’m
to
sununu
i’m
an
in
i’m
when
i’m
one
an
it’s
it’s
i’m
one
one
whew
in
nine
when
some new
in
one
in
this
i’m