
rltdfdok: 20130730
FF Weitere / Folgenotizen
Ich habe mich dafür entschieden, da nun das Arbeitsfeld in den vergangenen 10 Punkten eher inhaltlich aufgespannt wurde, den weiteren Prozess sozusagen chronologisch, d.h. im Zeitpfeil zu dokumentieren. Eine Zeitcodierung (JJJJ.MM.TT) verweist auf einen geplanten oder umgesetzten Arbeitsschritt. Diese kann aber manchmal auch unmittelbar an Überlegungen in o.a. Punkten anschliessen. Auch hier wird es stichwortartige Einträge, Reflektionen, Dokumentationen verworfener Ideen geben
20130730
ad 08: Ich entscheide mich für einen Neuansatz in der Keyboardverwendung (Kombination Stimme 2 mit Keyboard): Zur Verwendung steht nun vor allem die Orte-Liste (Bewegung im Raum). Aus den ersten 2 mal 2 Zeichen der Ortschaften werden mit einem spezifischen Schlüssel numerische VOICE- und STYLE-Informationen für das Yamaha-Keyboard generiert (Quersummenbildung bei Mehrstelligkeit):

(Screenshot: Excel-Tabelle der Ortschaften und der Schlüssel)
Mit einem anderen Schlüssel (Tonref. in Abb.) werden (zu spielende) Tonfolgen generiert.

(Screenshot: Versuch der Tonfolgen-Abbildung, sowie der Integration der 2. Stimme mit der Online-Software scorio.com)
ad 05: Um die Textmenge der 2. Stimme gleichflächig verteilen zu können, wurde diese in eine Excel-Tabelle gefügt und die Satzmenge berechnet (= ca. 180). Verteilt auf 45 x Ort sind je etwas mehr als 4 Sätze als Liedtext auf eine Ort-Tonfolge umzulegen.

(Screenshot: Ausschnitt Exceltabelle zur quantitativen Bestimmung des Textes der 2. Stimme)
Das Notensatzprogramm scorio.com ermöglicht eine Darstellung von Tonfolge und Liedtext, ordnet beides automatisch an, sodass Text vertikal und horizontal gelesen werden kann.
Kann / Sollte dieser Effekt eingesetzt werden?
Oder sollte der Text in dieser Anordnung noch überarbeitet bzw. gekürzt werden?
Nebenbei: Es gilt auch zu überlegen, ob nicht alle Einzelbilder (= Seiten der Partitur, s.o.) als 2. Thread der Serie im Blog veröffentlicht werden sollten (Parallel dazu? Oder im Anschluss?)
Lieferbar: Die Loesung (etkobject)
Die Loesung
Kreuzworträtsel
Aus der Reihe: etkobjects
Zusammengestellt von Fritz Michel und Hartmut Abendschein
Die Beschäftigung mit einem Rätsel, insbesondere einem Kreuzworträtsel als lesbares Etwas, zeugt immer von einem Interesse am Durchschauen der Sprache. Als einfache Form bzw. literarische Gattung ist dieses mit dem Gedicht verwandt, das sich mit einem Bildelement, dem Rätselgitter, verbindet. Obscuritas, Curiositas, Erkenntnis sind die Schritte auf dem Weg zur Lösung. Und dabei bedarf es nur wenig Handwerkzeug: Papier, Bleistift, Radiergummi. Symbolisch steckt dahinter auch das Begehren nach einer Enträtselung der Welt. Der Lösungsprozess wird so zum Akt ihrer Entkleidung.
Der Band Die Loesung bietet 36 Kreuzworträtsel mit kryptischen aber auch einfachen Rätselfragen zu kulturellem Nischenwissen. Ein spezieller Wortindex dient als Lösungsapparat. Ein Gewinnspiel rundet das Werk ab. Die Loesung liefert in dieser Form die Möglichkeit, Wissens- und Vertrautheitsressourcen zu aktualisieren und neue Denkstile, Sprachstile und Bilder zu entdecken.
August 2015, 86 S., 19 x 12 cm, Klebebindung
ISBN: 978-3-905846-35-5, 6 / 8 SFr
Salzkristalle & Trüffelpilze (Auszüge, 07/2015)
Ich bin Fisch. Wo ist mein Schwarm?
Metaphysisches Verstehen führe zu einer intellektuellen Liebe der Wirklichkeit. Wie packt man bloß derart viel Mist in einen einzigen Satz?!
Lungern im Wald ob Nid.
ANTI-HAYDN: Ein leiser und unscheinbarer Ton, gefolgt vom musikalischen Chaos aus unheimlichen Obertönen und abgerissenen Melodien.
WAS WAREN DAS FÜR ZEITEN?
Für P. R.
Was waren das für Zeiten
Als wir noch mit ungeschützten Armen
Durch die Meeresbuchten schwammen
Auf den weißen Linnen des Himmels
Ins Nichts sprangen
Regenrinnen entlanghangelten
Den Zwergen der Welt immer eine Nasenlänge voraus
Fliegende griechische Götter
Wenn uns jemand sah
Beim Sprung ins kleine Loch
Weit unten im steinigen Grund
Oder in Norwegen bei Sturm über Bord kotzten
Und dabei fast mitgerissen wurden
Trotzdem kletterten wir zu Hause erneut
Auf Dächer und ritten die Firste durch die Nacht
Heute
Drei Erledigungen
Und der Tag ist um
Was waren das für Zeiten?
Zum Blog Salzkristalle & Trüffelpilze
rltdfdok: 10 Metatext, Dokumentation, Selbstreflexivität
Glücklicherweise wurden bis hier hin immer kleine Produktionsnotizen gemacht. Der Arbeits- und Projektkomplex schwillt weiter an (glücklicherweise, so soll das bei autopoetischen Ansätzen sein) und ohne diese würde der gesamte Hergang langsam nicht mehr rekonstruierbar werden.
Der Entschluss packt mich, dass es neben einer Partitur (sowie einer Aufführung) als Endprodukt noch einen Textapparat geben sollte, der den gesamten Entstehungsprozess und die Zusammenhänge rudimentär zeigen kann. Kein Romanwerk, kein elaborierter Essaytext, eher ein offenes Gewebe aus Notizen, assoziativen Stichwortkatalogen, Entwürfen und Ideenskizzen und anderen Materialien, die möglicherweise aber auch selbst erklärungsbedürftig sind aber es muss auch nicht alles ausgetreten werden. Pfeile, Signale als potentielle Richtungsgeber sollten genügen, um auch einen kreativen Prozess beim Rezipienten auszulösen Aber wir wären die Notizen anzulegen bzw. zu strukturieren?
Über die Schreibung der (dieser) Notate / des Materialapparates
:
Zu berücksichtigen sind
● Inhalt
● Struktur
● Date-Model
1
Allmähliches Auffüllen, Weiterreflektieren der Struktur, der / obiger Punkte 1-9 (notfalls weitere Punkte 11ff. einführen?)
2
Spielen mit wissenschaftlichen Zitaten, Sekundärliteratur etc. (plus Quellangaben, ausgehend von Wikipedia und anderen Lexika etc
einzubauen in kleinerer Punktgrösse. Oder als Fussnote? Oder beides?)
3
Lineare Fortentwicklung?
Oder fortlaufende Ergänzung der Punkte?
Mit Datumsangabe? Der Niederschrift? Der Ergänzung?
(Z.B.: Timestamp: 2013-08-02 _13:24)
4
Lässt sich das smarte Tiddlywiki5 (1) dazu einsetzen? (Ich gebe zu: meine derzeitige Lieblingssoftware
Und das schon seit Bibliotheca Caelestis.)
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1 Vgl. http://tiddlywiki.com/