@etkbooks twitterweek (20100815)

wacht in dellbrück auf und nimmt gleich die bahn nach köln. / nbp: 2007-12-27 oder eingefaltetes Erinnern oder http://bit.ly/apB6uj / nbp: einladung zur werkschau #6 http://bit.ly/bTWhq2 / gut für heute. / Selektionsschöpfung #wörter / @goncourt (ok. ex negativo war wohl etwas zu stark. aber immerhin war das ein kleiner versuch der rückeroberung von #geniezeit) / @goncourt pardon! ich meinte ex genazino. / goncourt: @etkbooks Ex negativo? / vielleicht kann man das findeding auch zu einem hegemannschen vexierspiel aufblasen. / na? / honoriert den ersten googlefinder eines hötte als hilfsverbvertipper mit einem buch. bitte dm. / ist heute vielleicht etwas zu geschwätzig. / @goncourt ich glaube, jürgen link hatte sowas ähnliches mit seiner interdiskursanalyse ex negativo im sinn. / hötte taucht gerne als substantiv auf, ist als hilfsverbvertipper bei google aber nur sehr schlecht zu finden. / hötte gefällt mir. / oh gott, die ganzen stränge, von denen man niemals nicht etwas geahnt hötte. / stellt fest, dass man sich doch nur allerhöchstens im unteren drittel des web 2.0 nerdism bewegt. / letzteres hat nur ein bisschen etwas mit anagrammatikerethik zu tun. / MelusineBarby: @etkbooks Giermomentausgleich #wörter / Findeleistung #wörter / nbp: Kleine Formen nach Ponge (notula nova supplement X) http://bit.ly/cS7LL6 / sieh an: airens strobo hatte ich ja ganz vergessen. und auch das ganze hegemann-dings. jetzt landet strobo auf dem tisch. ab ins magazin. / hat am wochenende versucht, 1 tripptrapp zusammenzubauen und das im 2. anlauf geschafft. / RT @rittinergomez: Netzgespräch | Wie kauft man #Kunst, die im Computer steckt? | Schweizer Radio DRS: http://bit.ly/beIEAi #lbn / nbp: TCT-H (R): H01 http://bit.ly/9o58HF / nbp: Ich kann dir eine Wunde schminken http://bit.ly/byokkG / http://www.thewebstall.net/ / gsohn: RT @inadaequat: Geert Lovink gegen Neurologisierung ( Schirrmacher , Keen , Carr ) der Webkritik : MyBrain.net | http://bit.ly/b6UUxB @etkbooks / inadaequat: @etkbooks auf email- protest hin hat der perlentaucher SEHR wohl verlinkt, mit maliziösem nachsatz ( “Aus den Blogs” ) http://bit.ly/9lKhab / inadaequat: Geert Lovink gegen Neurologisierung ( Schirrmacher , Keen , Carr ) der Webkritik : MyBrain.net | http://bit.ly/b6UUxB @etkbooks / was ist ein geschenk? wenn bücherblogger diskutieren … http://crazy-culture-clap.com/2010/08/06/verlagsgeschleime/ #lbn



(tripp trapp man)

2007-12-27 oder eingefaltetes Erinnern oder

wo du vorläufst und rauf nein

wo der vorläufer ruft von hinten

vor schreit die festgepackten teilt

die vielen da zwischen den pan

töffelchen die hervorleuchten den

blick kitzeln einen vorsprung

vor dem träger der last habe

das wort vorläufer kapiert gehe

meiner schreibspur nach spiele

falsch nur wenig man geht weiter

steht steht ob lottrigem wie schön

das glitzerte pflaumengelbes rufen wir

oder eingefaltetes Erinnern oder wenn das Gewebe mag es ein Leinentuch oder zeitigt flammende Seide oder die Feuerschluckerin, abends, leuchtet, Evidenz des Eingenommenen, das sich ZEIGT oder zu fragen begonnen, wer gemeint sei, wenn ES (sich) zeigt, oder im Lodern verloren gehen, jedesmal wenn Wind weht, mag es ein Effekt des Alters sein und nicht Weisheit, gar nicht EINE zu sein, die zu viel weiß, aber wovon, aber was, oder irgend einer damals, in seiner süffisanten Langeweile, ausgeleiertes WISSEN oder dann zu früh auf dies und das gestoßen sein, man war gewarnt. Ziehe Leine. Oder ein Schnurgerüst gesagt. Jetzt, die Linien spannen zwischen Pflock und

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einladung zur werkschau #6

am freitag und samstag, 3./4. september lädt nun schon zum 6. Mal

“werkschau – der berner salon” im westrich, bahnstrasse 22, bern

mit beiträgen von: peter piek / françois gribi / li mollet / peter bachmann / hartmut abendschein / alexander egger / thomas blaser / rittiner & gomez / etkbooks / hanspeter bundi / bobby vacant & the worn / l.e.m. / weak records / roland jung / black iron brothers / gugelhopf.ch … mehr: http://www.werkschau.org/programm.html

kleiner freitag, 3.9.:

geöffnet ab 19 uhr, kleiner barbetrieb. live: peter piek, bobby vacant & the worn, l.e.m. …

samstag, 4.9.:

geöffnet ab 18 uhr, programm beginnt um 19 uhr. live: li mollet, hanspeter bundi, peter piek, black iron brothers …

mehr: http://www.werkschau.org/

Kleine Formen nach Ponge (notula nova supplement X)

Ein Credo der notula nova (und zur Poetologie dieses Blogs).

(…) “…Ich habe mich entschieden”, schreibt Ponge in einer Vorbemerkung zur Buchausgabe der “Wort-Feige”, und zwar “für diesmal, ohne den geringsten Rückhalt, die ganze große Anzahl der Blätter vorzulegen, die ich habe vollschmieren müssen, um fertigzustellen (will sagen: um wirksam zu machen) – ja, was denn? Was für eine Art von Werk?” Und ironisch fügt er bei, es handle sich um einen “edizierten”, einen von ihm “befohlenen” Text, der ausschließlich seinem privaten Spaß zu dienen habe …

Doch auch dieser private Spaß (wenn es denn ein solcher – ohne Anführungsstriche – gewesen sein sollte) gewinnt bei Ponge den Charakter eines “edizierten”, eines selbst-„befohlenen“ Vergnügens, das einerseits darin besteht, grundsätzlich jedes zur Schrift gewordene Wort – und sei es auch noch so “banal”, noch so „derb, noch so “falsch” – für literaturfähig zu erklären, es in den Rang einer sakrosankten “Gravur” zu erheben; andererseits darin, der überkommenen Gattungstheorie wie auch der literarischen Rhetorik und Stilistik den Abschied zu geben zugunsten eines im eigentlichen Wortsinn poetischen, nämlich selbsttätig schöpferischen, also permanent im Entstehen begriffenen Diskurses, der sich – anders als die nach vorgegebenen Regeln instrumentierte “schöne Literatur” – dem zuwendet, was „nicht der Rede wert“ ist, wobei der scriptor lediglich die Aufgabe zu übernehmen hat, die „Ungeschicklichkeiten“ und „Verzerrungen der eigendynamischen Sprachbewegung durch willentliche “Imperfektionen, überflüssigen Flaum, Warzen, Mängel, Asche” zu verstärken.

Vom Spaß an derartiger “Imperfektion” sind auch die “Schreibpraktiken”, Ponges bislang letztes Werk, geprägt; es handelt sich dabei um eine Sammlung höchst disparater Texte, die vor der Drucklegung offensichtlich weder redigiert noch geordnet, sondern in dem – unabgeschlossenen – Zustand und in der – zufälligen – Reihenfolge veröffentlicht worden sind, wie der Verleger sie vom Autor übernommen hat. Ponge selbst charakterisiert diese Texte in einer knapp gefaßten Vorbemerkung zu seinem Buch als “Skizzen, Entwürfe oder Konzepte”, betont jedoch, daß sie, trotz ihrer formalen Unvollkommenheit, “Fragen zum Gegenstand” haben, die ihn “seit jeher und für immer in quasi obsessioneller Weise beschäftigen”, und daß sie – wohl gerade wegen ihrer Unvollkommenheit – geeignet seien, eine “neue literarische Gattung” zu begründen. (…)

Aus dem Nachwort von Felix Philipp Ingold zu Francis Ponge, Schreibpraktiken oder Die stetige Unfertigkeit (1988).