Schläuche (notula nova 92)

Ein Traum, mittags: H und S liegen auf einem Garagendach in einem Schlafsack; dann fallen sie von dort auf den Rasen. Schreie. Schnitt. (Gerade bei Regen: Vätersprüche verwenden: “Ist gut für den Rasen”. Erweitern (Symbolmord?) bei Kälte: “Ist gut für die Gletscher”. Undsoweiter. Eine Art symbolischer Vatermord in dieser Tradition ist es auch, solche Wendungen an nicht ganz todsicheren Stellen zu platzieren.

Tradition

Variation

Metonymie

Ironie

Erfindung

Doppelte Gesten

Und: das Internet ist ja eigentlich nur ein technisches Dispositiv und hat nur wenig ontologische Beschreibungskraft. Besser wäre es vielleicht von einem “on dit” zu sprechen. (Andererseits: Franz arbeitet ja auch gerne mit Motiven und Figuren der Literaturgeschichte. Man kann also sagen, er arbeitet in und mit dem “deep web”.)

Aber warum denn, Herr K? Die Autorschaft war lange genug nützlicher Protagonist der Rezension und hat dementsprechend das Interesse befördert. Nun, da die Brennweite irgendwann zu scharf und das Terrain um die Haut zu heiss und der Busch in Brand gesteckt ist, soll man mit dem Schlauch kommen?

Wenn Autorschaft als Hauptbürge für die Authentizität eines Textes herhalten muss, der auch noch wahr sein will, zur Vermarktung und Verwertung (bis ins letzte) herangezogen wird, hören die Fragen nach dem Autor doch nicht beim konstruierten Autorenimage auf. (Heut kommt Besuch aus Köln. Der Dichterlektor und die Malerinlektorin. Mal sehn, was die dazu sagen.)

Jung, Roland: Der Schnittpunkt (u.a.)



’Der Schnittpunkt’, für Hans Sahl 1991 (Plot, Handschrift auf Papier)



Roland Jung im ‘Museum zu Allerheiligen’ Schaffhausen

1985 Plakat von Ursula Hiestand mit einem Foto von Jürg Gasser



‘Roland Jung’ Film von Reinhard Manz mit direkt für den Film improvisierter Musik von Michael Fueter und Roman Weissert

‘DIN A5-DUO – eindeutig-zweideutig’. für ‘Kofferprojekt – mit 8 schweizer Künstlern’

Die 6-teilige Arbeit war konzipiert um variabel und Raumspezifisch passend gezeigt werden zu könnenn. Sämtliche Arbeiten mussten im Format DinA5 verpackt sein und fanden so in einen Reisekoffer Platz. ‘Kofferprojekt’ war somit nicht nur der praktikable- sondern auch folgerichtige Name für das ganze flexibel geplante Unternehmen. Zumal für die weitläufigen und klimatisch sehr unterschiedlichen Länder Australien und Neuseeland. Organisiert durch Marlise Staehelin, die auf diese Art einer Einladung für workshops und Vorträgen folgte. Begleitet war das ‘Kofferprojekt’ durch einen Film: ‘PORTABLE EXHIBITION with 8 swiss artists’ von Reinhard Manz mit direkt für den Film improvisierter Musik von Michael Fueter und Roman Weissert In Reihenfolge des Films: Roland Jung, Werner Hartmann, Rosemarie Stauss, Verena Brunner, Manuela Stähli-Legnazzi, Esther Meier-Ringger, Marianne Kirchhofer, Marlise Staehelin.



Eck fuer Eck’ (Roland Jung: Winkel 1981) Installation von Rahel Häberlin und Christian Lehmann (Click to enlarge)



Vladimir Spacek (Foto)



Robert Hofer, Sion (Foto)

Spiral-Kegel / Cones helicoidal: in/a Monthey-Wallis/Valais. ‘REPERES/MERKZEICHEN’ 1986 Freilichtausstellung / exposition en plein air; organis. Kantonales Kunstmuseum / Musee cantonal des beaux-arts, Sitten und/et 7 Walliser Gemeiden/Communes du Valais

Einleitung von Bernhard Fibicher ‘REPERES/MERKZEICHEN’ 1986, (Teil III): 

“Wallis kommt vom lateinisch vallis und bedeutet ’Tal’. Doch die Idealform des Tales – das sogenannte V-Tal – ist paradoxerweise durch die Gleichzeitigkeit von äusserster Enge und äusserster Weite gekennzeichnet. Das unendlich Grosse und das unendlich Kleine gehen ineinander über, der Makro- und der Mikrokosmos vertauschen ihre Massstäbe. Das Geheimnis der Welt versammelt sich in einem Labyrinth von 25m Durchmesser (Agnes Barmettler in Monthey) . Auf einer Wiese ist ein Sternbild ausgelegt (Christiane Wyler in Sitten), und ein biodynamischer Rundgang entspringt im Punkt Null des Universums (Gianfredo Camersi in Visp). Eine riessige Ellipse, von der nur ein paar Bruchstücke sichtbar werden, umgreift mit kraftvoller Gebärde einen weiten öffentlichen Platz (This Bichsel in Visp)

Der Kreis scheint eine der Formen zu sein, zu denen das Wallis in besonderer Weise anregt. Da sind Türme von Martinach, Saillon und Saxon, die Antennen von Leuk… Da sind aber auch das schon erwähnte Labyrinth, das (in einem V-Tal rollende!) Riesenrad von Vinccezo Baviera (Sitten), der Energiewirbel von Tom Gerber (Sitten), der weisse Kreis von Felice Varini, der panoramische von Jean Stern, die Arbeit über die Ellipse von Walter Fischer (Martinach) usw. Die ’Philosophie’ des Kreises wird von Josée Pitteloud (Monthey) zum System erhoben. Äusserste Weite bei äusserster Enge: dieses Paradox hat in den Spiral-Kegeln Roland Jungs die reinste Verkörperung gefunden. 



’Brandzeichen’ Installation 1997. (Karton einlagig und 2-3fach-überlagernd montierten Teilen , Laserlochung und Laserbrand nach Jung-programm).

Duo-Austellung mit Vera Röhm im Palais Preysing, Ladenburg/D



‘Brandzeichen-Fragmente 1997’



‘Brandzeichen-Fragmente 1997’



‘Brandzeichen 1997’

maerz-Galerien Mannheim u. Ladenburg



Grundriss (mit Schatten) 1996 – Die flachen Schleierflaechen konnten nicht montiert werden, da die Stellwände zum Schutz des historischen Raums nicht für Zugmontagen geeignet sind, daher liegen die Schleierwaende als Stapelungen.



’Schleierkonen’ Realisierung 1997. (Streckmetall, Laserlochung aus Jung-programm)

Ausstellung ‘in – durch – aus’

BBKGalerie der Kuenstler, Maximilianstrasse 42, Muenchen.



Roland Jung-Plakate für die WHS -Wissenschafts Historischen Sammlungen der ETH-Bibliothek Zuerich April – Mai 2000

‘Fragen Antworten’ – ‘? !’ Plakatausstellung der ETH-Bibliothek Zuerich in der Schweizerischen Landesbibliothek Bern – SLB Oktober-Dezember 2001 – Aufbau und Plakate



Roland Jung-Plakate der eth-bib in der Landesbibliothek Bern, SLB – Okt-Dez 2001 – erweitert und in grösseren Formaten gegenüber der eth-WHS-Ausstellung im Vorjahr.



‘Die Andere Sicht’, Installation und Aufbau in Ausstellung 2009



‘Aarbergerhus’ Ligerz / BE / Schweiz
(Kamera: Firman Burke, Aufbauassistent: Andres Schneeberger)
Annelise Zwez: Ausstellung ‘Die andere Sicht’. Kunst Textil Ligerz 2009– (PDF)



Mixed 6 , Random 3 (Plot auf Folie und/oder Papier aus Jung-programm) 1993

Tabea Lurk: Programmes as space for thought? Notes on the origins of Swiss Computer Arts. In: Visual Arts; The India Habitat Centre’s Art Journal. Vol 9, April 2008 – March 2009, (New Delhi 2010) S.61, 67-68 (Ausschnitt PDF)



’SATOR …’ Biel 1984. Fotocollage Roland Jung und Mark Huber (Baar).

Mehr: hier und hier und hier



Musee d’Art Moderne, Paris. Katalog mit Textbeitrag von Roman Hollenstein



SPHAERE 1980/81 / (Tuschriss) Roland Jung

integriert Autograph von Reiner Kunze “rudern zwei”

(Click to enlarge)

Roland Jung, geb. 1941 Mannheim/D, lebt in Zürich. 1952-1957 Malklasse der Kunsthalle Mannheim, Ursula Wolff-Krebs. 1957-1960 Städtische Webschule Mannheim, Elfriede Enderlin-Burgdorf. 1961-1962 Freie Akademie der Künste Mannheim, Paul Berger-Bergner. 1979-1983 Lehrtätigkeit an der KGS Zürich und Gastdozent für ‘experimentelles Gestalten’ an der KGS Basel/CH. 1991/92 Gastprofessur Gutenberg Universität Mainz/D. Einzelausstellungen, Beteiligungen, Veröffentlichungen durch Presse, TV und Rundfunk. Dokumentationen / Arbeiten auf Video, DVD und CD-Rom. Graphische Arbeiten. Plastiken, Installationen. Mehr …

Kalte Ente











































Quote „Marion stand auf und verließ das Wohnzimmer, da rollte er sich unter der Tanne … Die beiden nächsten Fenster waren die zum Bad und zum Schlafzimmer. …“ (S. 107)
Source Kalte Ente: Geschichten / Autor Burkhard Spinnen / Verlag Schöffling, 1994
Keywords Rollladen, Licht, Computer, Wäsche, Wohnzimmer, Bad, Ente
Retrieved letzte 3 von 6 Keywords in http://books.google.com/
Produced 13.02.2009, 02:22 PM
Added 18.11.2009, 01:22 AM
Time 1:08
Raw File VID00043.AVI
Entry No 0010
Size 15‘402 KB / MP4
Broadcast Public
URL (Video) http://www.youtube.com/watch?v=2igZdd9jHds
Status Live!
Amazon Review Kalte Ente?, 24. September 2004 Von PS . „Burkhard Spinnen erzählt in diesem Buch Kurzgeschichten. Die einzelnen Geschichten sind so ca 10-20 (Taschenbuch-)Seiten lang und in jeweils 15-20 Minuten zu lesen. Burkhard Spinnen gelingt es „den geneigten Leser“ (zumindest mich) in diesen kurzen Geschichten vollständig zu fesseln, zu packen und in eine andere Welt zu entführen. Eine Reise in die Phantasie. Man ist vollständig bei der jeweiligen Geschichte. Dieses ist eine ganz großartige Fähigkeit des Autors, so plastisch und mitreißend schreiben zu könnnen. Dass die Geschichten dann jeweils etwas (für meinen Geschmack) seltsam ausgehen, ist nicht wichtig. Das war für mich der einzige kleine Wehmutstropfen. Der Titel „kalte Ente“ ist gleichzeitig der Titel einer der Kurzgeschichten. Bei dieser Geschichte geht es u.a. darum, warum das (Bowlen-) Getränk „kalte Ente“ denn kalte Ente heißt..“

@etkbooks twitterweek (20100724)

nbp: 2007-12-24 und wie es denn http://bit.ly/dkqcSz / oha. endlich hat http://www.litblogs.net/ einen gefällt-mir-knopf in der unteren toolbar #lbn / @goncourt “Der Text sei mein Widget” #geniezeit / goncourt: @etkbooks “Genies dein Leben!” #geniezeit / die #geniezeit hat sich nicht deutlich vom hintergrund kontrastiert & die bedeutung meiner erwiderung zerfällt in kleine butterstückchen. / @goncourt Ganz schön verzweigt, der Plot & nur wenig schief. Macht Rhizome und keine Wurzeln! Seid nicht eins oder viele, seid Vielheiten! / goncourt: @etkbooks Ein Student legt angesichts des Leberwurstbrotbaumes den Kopf schief: Ist dieser schiefe Hühne nicht eine Novelle? #geniezeit / @goncourt zähneknirschend. andere haben ihnen das traum-bei-kleist-thema vor der nase weggeschnappt. / kindle_blog: taberna kritika – kleine formen – by Hartmut Abendschein / etkbooks – Kindle Edition. http://amzn.to/cuzAhO / “Erotische Aktmalerei runden die Lektüre ab.” / wunderbar!: “Vielleicht darf ich noch anfügen, wie meine Katze heisst: ‘Der-Sturm-der-die-Berge-entwurzelt-ist-völlig-ruhig.’” / immerhin, sagt man, hätten die sieben umsatzzwerge schneewittchen zu gast. und nicht etwa kehlmann. / Das Netz-Archiv http://www.kultiversum.de/Literatur-Literaturen/Das-Netz-Archiv-.html #lbn / die embargofrist des texts #wörter / Das Periodensystem des irrationalen Unsinns http://trunc.it/9kp3e / nbp: Der intelligente Stream (notula nova 91) http://bit.ly/96XkbQ / … nicht ganz falsch an. grammatisch. / jetzt bedaure ich wieder meine mangelhaften französischkenntnisse … aber “Menschen sind viel schöner, als sie glauben” hört sich … / goncourt: @etkbooks Weiß auch wieder, wo ich zuerst von Francis Ponge hörte: das Bild von Dubuffet http://www.tierslivre.net/spip/spip.php?article425 / @goncourt scheint 1988 schon mal in der übers. von ingold aufgelegt worden zu sein. egal. hübsch dünn und sehr verspielt. / goncourt: @etkbooks Das liegt hier zufällig auch (Méthodes – gekauft vielleicht auch wg Ihres Tweets neulich). / Schreibpraktiken oder Die stetige Unfertigkeit. München. Hanser, Carl, 2010 Ponge, Francis #pipeline / Selzers Singen. Phantastische Geschichten und solche von fremder Moral. Alban Nikolai Herbst. Kulturmaschinen 2010 #pipeline / “… war dabei als der Schriftsteller Peter Kurzeck in Frankfurt in aller Öffentlichkeit (zwei Gäste) seinen neuen Roman …” #internetcafé? / nbp: Upcoming … http://bit.ly/9hjqLU / (nicht irritiert sein. letztere waren nur kleine inputs für den http://www.litblogs.net/category/wochenspiegel/) / http://chancen-im-wandel.blogspot.com/2010/07/strom-pools-literatur.html #lbn / http://girlsblogtoo.blogspot.com/2010/07/christiane-zintzen-of-inadaequat.html #lbn / http://www.netzpiloten.de/2010/07/09/preferred-blogs-litblogs-net/ #lbn / netznische nietzschen #wörter / (die ONPOS, demnächst) / kleine, lettristische interventionen. / nbp: Die Augen der Kämpfer http://bit.ly/bTkto4 /

2007-12-24 und wie es denn

laublautendes?

maulfeiles?

Pflaumengelbes?

flaumig süsses?

saumschleppendes?

PFAUEN? sah ich keine.

für J. T.

und wie es denn sei mit der Angst des Schlachters vor dem Metzgen. Und wieder das Schlichten von Streit. Sanftes Zureden, Umstehen, bis endlich der Blasse sich fasst, der Aufgeregte schlecht und recht befriedet erscheint. Es nicht zum Zuschlagen TÖTEN kommen sie sagt musste gottlob. Als ob er zu sich käme erwachend flaumleicht und niederhockend auf einen der bunten Sessel, nun, man bringt ihm Tee und Rauchzeug. Dinge, die ihre Geschichten bergen, stummes Dinghaftes, sie erwähnt dies und das Gitter Masken sie gießt 1 Satz Wörter in Bronze schiebt Vatersätze von Augenschein ins Gehör und was der Emigrant hertrug ein Wiederholen wörtlich von Sehnsucht wonach

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