Was ist ein Gestell? (notula nova 58)

Und: Information besteht aus Unterschieden, die einen Unterschied machen. (Dieses Zitat ist nicht von Gregory Bateson).

Und: das müsste dann immer so weitergehen. Allerdings würde es auch immer selbstreferentieller werden. Jeder Satz und jedes Wort würde immer wieder mit einem anderen, mit dem darauffolgenden schlafen.

Überhaupt: “Wir nennen jetzt jenen herausfordernden Anspruch, der den Menschen dahin ersammelt, das Sichentbergende als Bestand zu bestellen – das Ge-stell.” (…) “Ge-stell heißt das Versammelnde jenes Stellens, das den Menschen stellt, d. h. herausfordert, das Wirkliche in der Weise des Bestellens als Bestand zu entbergen. Ge-stell heißt die Weise des Entbergens, die im Wesen der modernen Technik waltet und selber nichts Technisches ist. Zum Technischen gehört dagegen alles, was wir als Gestänge und Geschiebe und Gerüste kennen und was Bestandstück dessen ist, was man Montage nennt.” (Heidegger, 1962)

Zur “Verlangsamung” als 5. Kunstsorte (Müller, Gespräche 2, 310): Nach Lyrik, Epik, Dramatik, Kritik (A. Kerr). (Entschleunigung, würde man heute sagen. Vielleicht ist diese 5. Sorte auch eine Aufhebung, Zerstörung, Rekonstruktion der 4 Anderen. Die Verneinung von Gattungsidealen, die Werkidealen vorauseilen. Vielleicht ist tatsächlich der Prozess des Entstehens gemeint, per se einer, der akklamierte Vollkommenheit beiseite schiebt. Zur Entschleunigung gehörte es also wahrscheinlich, Text zu produzieren, der sich diesem Gattungsstreben entzieht. Der auf Augenblicklichkeit setzt. Einem langen Augenblick entlang. Wieder und wieder.)

Haiku, systemtheoretisch:

Auf dem Arbeitsamt

Nach Abschaffung des Wetters

Meteorologen

(Heut spritz die Bambushex nicht ihr Gemüse sondern Gartenplastikstühle ab. Wer mag darauf sitzen?)

Über das Gemüt (ist021)

I Zit. Aus Tschudin, Kleine illustrierte Schriftgeschichte: Über die Anpassung von Handschriftlichkeit an historisch vorgängige Schönheitsideale.// Über das Schreiben im Beinahe noch Rausch. Über das Schreiben mit Kater. Man sieht es der Schrift an. Kann beinahe ihren Gehalt buchstabieren. II ([Kohärente] Abweichung. Ein Anderer hat geschrieben. Aber wer?). Das Schreiben (das Denken) schmerzt im Moment seines Stattfindens, in dem ein klarer Gedanke kaum zu fassen. Und doch sind mir die liebsten (es sind nur wenige solcher Texte) in diesem Zustand entstanden. Sie sind von einer [hier] abweichenden inhaltlichen Unklarheit, sprachlichen Klarheit dagegen, so zumindest in meiner Erinnerung. (Vielleicht erinnere ich aber auch nur die Begebenheit dieses Schreibens). Ich habe noch einen kleinen Ordner mit solcherlei Handschriften, oder Alltagsschriften, wie es heisst. Dabei handelt es sich doch inhaltlich [um] Schönschriften – wie unklar auch die Begriffe sind, wenn sie in ästhetischen Zusammenhang gebracht werden. Ich finde diesen Ordner wieder. Ich entdecke dort Briefe und Entwürfe zu Texten, die niemals [Gattung] und Vollendung gefunden haben, und solche, die nur noch in ihrem Schriftbild (Schönschrift? Alltagsschrift?) eine inhaltliche Anlage vermitteln. Ich entdecke dort beispielsweise eine Seite mit dem Titel “F1” // III einseitiger Text mit dem Titel “F1” und daneben “Freitag” … nicht transkribiert, kein OCR // IV Diebe der kursiven Alltags bescheiden, übt Kerbzug in grossen Mengen berge, hellte, ungemein beguetigt, ergeben keine schnellen Schreiben in Nordwolle, der auch die momentane String vererben. persönliches Merkmal ist die Hadschi, aber auch der Geist. Das Denken schuerzt, dem klarer Gedenke kaum zu fassen. Dabei bellt es doch, solche, die eine inhaltliche Alge windeln.

@etkbooks twitterweek (20091025)

online!: http://dilimag.literature.at #lbn / verenas_tweets: RT @KeinVerlag: Lesenswertes zur Literatur, ….die Tweets von @Litblogs_net @etkbooks zum #ff empfohlen, @inadaequat und @Fiktionaere / KeinVerlag: Wer Lesenswertes zur und Literatur sucht, dem seien die Tweets von @Litblogs_net @etkbooks zum #ff empfohlen, @inadaequat und @Fiktionaere / KeinVerlag: #ff Witziger Fund letzte Woche: @etkbooks und @uiuiui7 zu #Sloterdijk und Laberköppen http://twitter.com/etkbooks/status/4967200644 / wir sind dann mal weg … bis sonntag … http://bit.ly/gNNWN / Preise als Klangapparate. Namen und Amen. Über Autorennamen. http://www.boersenblatt.net/344632/ #lbn / new blog post: 2007-11-19 aus welchen ABLAGERUNGEN entsteht http://bit.ly/27cNZm / die “Verursacher” von Gegenwartslyrik http://www.perlentaucher.de/buch/33032.html #lbn / http://www.archive.org/bookserver #lbn / @mauszfabrick (hab da vor allem mich gemeint & auch schon wieder gelöscht … kameraerfahren bin ich ja kaum …) / mauszfabrick: @etkbooks das haben sie jetzt gesagt… / @mauszfabrick hoffentlich wirds nicht zu hölzern … / mauszfabrick: @etkbooks bei d. zu erwart. dokumentation wird persönliche anwesenheit eh durch nachlesen fast zu ersetzen sein, aber halt leider nur fast / @mauszfabrick ja, schade eigentlich … nächstes mal … / RT @inadaequat: New BP : Bloglesung und Tagung zu Literarischen Weblogs http://bit.ly/kz3v5 #lbn / männerphantasien. die ästhetische korrektheit politisch unkorrekter http://trunc.it/2poxn #lbn / new blog post: Ländliches (notula nova 57) http://bit.ly/lSxIb / swips_ch: etkbooks / litblogs.net / lesung: Herbst, Zintzen, Seyerlein, Abendschein @ Literaturhaus Innsbruck. Fr 23.10. http://tinyurl.com/yzvnvnp / “zuverlässige überraschung” klingt auch wie “kontrollierte dynamik” … / new blog post: Temp(e)s(t) (ist020) http://bit.ly/3ZTSEf / monopost-weblog? RT @mauszfabrick: die zofen: http://diezofen.twoday.net/ #lbn / KeinVerlag: Laberkopfsalat mit Dressing! RT @etkbooks RT @uiuiui7 Sloterdijk zeigt Nerven und geht – http://bit.ly/12b5Lk (this interview is over!) #lbn / biograf: Großartig! RT @RT @uiuiui7 Sloterdijk zeigt Nerven und geht – http://bit.ly/12b5Lk (expand) (this interview is over!) #lbn / RT @uiuiui7 Sloterdijk zeigt Nerven und geht – http://bit.ly/12b5Lk (this interview is over!) #lbn / new features at litblogs_net (test): “wochenspiegel” und wibyia toolbar … #lbn http://www.litblogs.net/

2007-11-19 aus welchen ABLAGERUNGEN entsteht

was da alles lagert abgelagert

DELTA wortverlagert belagert

liegen sie da da und DA mund pistill

auf den blattmund LIPPEN schreibe

am DELTA weiter eine DELTA weite

lose blätter (LATTENGESTELLE) bündle

wörtlich oder MINZEN bündel löse

sprossen latten lagen bin nicht weit

da liegen sie so herum die WÖRTER ver

lager ver sammelt siegelt also auch über

DELTA land ablagernde rinnsale auch

rinnt textiles schillert züngelt segelt

SEGEL boot aber die sprachziegel

signierte zeit aus NIL gabs gans lache

mir einen sobek an schon im voraus

für A.S. und ihr Delta der Wörter

aus welchen ABLAGERUNGEN entsteht fortwährend diese Delta Landschaft, ach, da Taibo II schrieb “ich kann mit Tatsachen arbeiten oder mit den Lücken zwischen ihnen”. Waren es Ibisse? War es Minze? War es kanadisches Französischsprechen? Wie soll ich das verstehen? Oder suche 1 Scherz? Dritter Versuch 1 Gedicht auf Papier zu entwerfen, (ich) versuche (m)ich in Handschriftlichkeit. Andere Handversuchungen? Denke an Handverseuchung? Versicherung? Setze das Spiel fort des andern, setze (m)ich hin, es setzt SIE fort? es? sie? es lagert (s)ich ab, ist es Lachen? Was sie unterscheidet, ist ihr Gebrauch? Ziehe den nassen Fuss aus dem Loch

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