I Zit. Aus: Handbook of the International Phonetic Association: Ausschnitt aus einer in IPA-Schrift transkribierten Passage einer Erzählung. // Über Wechselwetter. Kälte. Hitze. [Ruhe]. Sturm. Ein Regenguss. Bei dieser Witterung muss meine Mutter aus dem Haus gegangen sein. Die Suchmannschaften konnten sie wegen des Hochwassers (Der Kocher, die Brücke, Campingplätze, die Comburg. Tullau. Steinbach, das Anlagencafé, durch die Altstadt, vorbei am Frisörgeschäft meines Onkels, die Ritterbrücke, weiter hinunter in Richtung Kläranlage und Staudamm, weiter in Richtung eines Vorstädtchens (via Diak, dessen Name ich nicht erinnere, das also der Lauf der Dinge (des Flüsschens “Kocher“), der Dinge, die der leblose Körper gesehen haben könnte) nicht finden. An einem Damm. Besagter Staudamm. II Ein halbes Jahr davor, ungefähr, oder [waren es] 4 oder 5 Monate? Kein Hochsommer, sondern ein heisser Herbst, sassen wir leichtbekleidet auf den Frontsitzen des Autos: Der Fahrlehrer und ich. Auf der Rückbank konnte ich über den Spiegel erkennen – : der Prüfer, macht Notizen. (Am Rande: die Fahrprüfung wurde nicht bestanden. Es war an einem 7. Oktober meinem 18. Geburtstag. Bei der Aufforderung “Die nächste Möglichkeit rechts” fuhr ich in eine Strasse mit Verbotsschild.) // Der Nordwind blies mit aller Macht, aber je mehr er blies, desto [fester] hüllte sich der Wanderer in seinen Mantel ein. Endlich gab der Nordwind den Kampf auf. Nun erwärmte die Sonne mit ihren freundlichen Strahlen, und schon nach wenigen Augenblicken zog der Wanderer seinen Mantel aus. Da musste der Nordwind zugeben, dass die Sonne von ihnen beiden die Stärkere war. III vorbei am Tiergeschäft meines Onkels, die Ritterbuche, weiter einen Elevator karger Stadium. Der Fehler. Am Rade: wurde nicht beladen. Beils Auftürme mit aller Nacht, mit ihren friedlich Strahlen. Den musste der Nordwind zügeln.
@etkbooks twitterweek (20091017)
new blog post: 2007-11-18 angeordnet die Geschäfte nach http://bit.ly/J8PYC / #libreka #fail #müller: “Dieses Angebot ist nur in der Bundesrepublik Deutschland verfügbar.” ??? #lbn /RT @Peithenen: netzkunst! wie in den 90ern: html color codes, umgesetzt mit neuem flash! http://is.gd/4lho7 + http://is.gd/4lhs0 #lbn /mauszfabrick: @etkbooks “ironie der gesellschaft” +++ / nachtrag: “Ist das Insistieren auf dem Recht auf Neuanfänge, …”. war das nun nur gebloggt, herr wagner? #lbn http://trunc.it/2m4rg / “… nicht wirklich schreiben zu können, sondern nur bloggen.” über #facebook #lbn http://trunc.it/2nq0k / “Ich glaub, so eine hat mein Mann auch.” http://bit.ly/3SyfHp #sprechblasen / @mauszfabrick titelvorschlag: “die ironie der gesellschaft” … / GlanzundElend: RT@etkbooks “Warum sollen Kunden mit weniger abgespeist werden als mit dem Besten?” sorry, bb, so gehts echt nicht http://trunc.it/2lumw / “Warum sollen Kunden mit weniger abgespeist werden als mit dem Besten?” sorry, bb, aber nee, so gehts echt nicht http://trunc.it/2lumw #lbn / preise kaufen: Reif Larsen zum Thalia-Buch des Monats pushen http://www.boersenblatt.net/342751/ für nur 50K http://trunc.it/2l8bt #lbn / RT @literaturcafe: Lesetipp: Zur Zerstörung der Buchbranche bedarf es keiner neuen Medien: Ein Konzern wie Thalia … http://lcsh.de/7b #lbn / new blog post: German Englishlearners: Please do pronounce Kant as cant .. http://bit.ly/jj6ia / folgen wir falsch? twitter als hauptsächliches preisrätsel- und preisträgermedium … / RT @mauszfabrick: RT @hackr RT @saripari Das ist das neue Das http://dasistdasneuedas.de #lbn / kafka-texte als loremipsumdummies. http://www.blindtextgenerator.de #lbn (via @corvus_albus) / http://www.operativediagrammatik.de/ #lbn / new blog post: Ligatur (ist019) http://bit.ly/astJg / http://www.randnummer.org #lbn /
2007-11-18 angeordnet die Geschäfte nach
traf einruf runde
betrug regen
gewärtigt grün
zart erstarr warte
befremd legen
enthärtet grünes
belächelt
gefächelt
gegrünt
angeordnet die Geschäfte nach Ware die Anordnungen der Waren in Auslagen die Waren in den Anordnungen der Strassenhändler folgen dem Schema SAMMELN eines Aufreihens WARTEN ich denke an eine Sprache der Reihungen frage nach dem Arabischen sehe die ausgerichteten Wasserpfeifen die gerichteten Stühle die aufgetürmten Sitze die bereit gelegten Mundstücke setze die Zeit des Gedichts dazu eine Hergestellte Gegenwart Störung bleibe innerhalb doch wovon, wenn die Zeit des Gedichts die Zeit des vergangenen Moments ist. Oder stelle Gegenwart her, die sich einstellt JETZT wartend, aus dem Notizmaterial. Was sie unterscheidet, ist ihr Gebrauch?
Veranstaltungshinweis: Andere (digitale) Welten
Freitag, 23. Oktober, 20.00 Uhr:
Andere (digitale) Welten.
Literaturhaus am Inn. Innsbruck.
Literaturblogs und Blogs über Literatur mit Alban Nikolai Herbst, Andreas Louis Seyerlein, Hartmut Abendschein, Christiane Zintzen.
Die charakteristischen Eigenschaften von Weblogs werden von den technischen Möglichkeiten bestimmt, die das WWW anbietet: multimediale Präsentationsformen, Publikation in Echtzeit, Kommunikation, Datenverwaltung und -archivierung. Ein Weblog kann deshalb weder zwischen zwei Buchdeckel gepresst noch vorgelesen werden ohne sein Gesicht zu verlieren. Die Idee, eine Bloglesung zu veranstalten, hat durchaus etwas Anachronistisches, eröffnet aber auch einen reizvollen Spielraum für neue Präsentationsformen. litblogs.net wurde 2004 als erstes Portal und Meta-Weblog für deutschsprachige Literatur- bzw. AutorInnenblogs gegründet. Zu den mittlerweile 17 PartnerInnen zählen der bekannte Autor Alban Nikolai Herbst und Andreas Louis Seyerlein. Die selbst als Blogautoren tätigen Herausgeber, Christiane Zintzen und Hartmut Abendschein, werden litblogs.net vorstellen und gemeinsam mit A. N. Herbst und A. L. Seyerlein aus den Blogs lesen, über ihre Ideen, Erfahrungen und Konzepte sprechen und die Blogs via Bildprojektion präsentieren. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit litblogs.net konzipiert und ist Teil der im Rahmen des Projekts DILIMAG veranstalteten Tagung Digitale Literaturvermittlung: Praxis, Forschung und Archivierung (23. 24. Oktober, Translationswissenschaft SR 2). AutorInnen: Alban Nikolai Herbst (Berlin): Die Dschungel. Anderswelt, Andreas Louis Seyerlein (Frankfurt, München): particles, Hartmut Abendschein (Bern): taberna kritika kleine formen, Christiane Zintzen (Wien): in|ad|ae|qu|at
Links: DILIMAG-Projekt, Universität Innsbruck / “Digitale Literaturvermittlung: Praxis Forschung Archivierung”, Programme / Abstracts (PDF)
German Englishlearners: Please do pronounce Kant as “can’t” (notula nova 56)
Und: Kunst = Ideen auf den Prüfstand von Erfahrungen bringen. (Müller, Gespräche 2, 177)
Ebd. f.: Baudelaire vs. Benn: “Langeweile ist der auf die Zeit verteilte Schmerz” vs. “Dumm sein und Arbeit haben, das ist das Glück”.
noch unveröffentlichtes Gedicht von Durs Grünbein!
(Wie der Kalauer auf Kneipenschildchen: “Morgen gibts Freibier”.)
Aber: Auch über den Schrägstrich nachdenken, bspw. über die Differenz wie in
Ost/West
Ost/ West
Ost /West
Ost / West
undsoweiter. (Man denke an die ungeheure Akribie und Effektivität in der Anwendung solcher Zeichensysteme bei Leuten wie Jirgl, Schmidt etc. A.a.A.a.: Schlotmann.)
Überhaupt: Dekadenz als Triebunsicherheit (Nietzsche)
Zur Idee der “Diskreditionen” bald mehr, in diesem Theater …
Überhaupt: “Das sagt ja alles: Bielefeld” (Medientheater, 123)
(Unter unserem Schlafzimmer beginnt vor 7 Uhr am Morgen ein junger Mann (mit Hörschutz) das hohe Gras auf einem aufgeschütteten Erdhügel mit einem lauten Spezialrasenmäher zu mähen. Gegen diesen Lärm ist nicht zu protestieren, weil man sich nicht mit der benachbarten Baufirma (mit der man 1 gutes Verhältnis pflegt) anlegen möchte, der man gestattete auf dem eigenen Privatgrundstück die Erde zu deponieren. Nein, man muss diesen Lärm als Segnung, als Zeichen, als Allegorie gottgewollten Lebens begreifen und annehmen.
Anders, Amen: wie handeln, wenn offensichtlich ein kategorischer Imperativ immer weniger zu funktionieren scheint. Also auch die Frage nach der Toleranz gegenüber Intoleranz. Ich denke, der Hinweis darauf ist wichtig, da sonst direkt oder indirekt an dessen Abschaffung gearbeitet wird. Die Umkehrung aber, der Verweis auf eigene Intoleranz fällt in einen gewissen Bereich von Herrschaft(sillusion), die einerseits zu duckmäuserischem Verhalten führt, gleichzeitig aber auch den Imperativ als Argument benutzt.)
Aber: ist man auch Schriftsteller, wenn die NZZ das so schreibt? (Diese lügt bekanntlich nicht.)
Zur Theorie der Diskreditionen:
– nebenbei: ein Spiel mit / Test der Neugierde potentieller Leser auf Diskretes mit einer künstlichen Zugriffs- / Hemmschwelle, also: dem Spiel / Test, ob es tatsächlich so ist, dass etwas kosten muss, damit es etwas wert ist.
– Die Installation einer anderen Form digitaler Autorschaft, eines anderen, verborgenen Autoren-Ichs. Die ungefilterte Sammlung von Positionen zu Personen, Texten, Ereignissen, durch den Autor … die Art und Weise einer (meist kurzen) Textreaktion aus dem Halbverborgenen heraus. Eine tatsächliche (oder auch: vorübergehende) Aufhebung der an vielen Stellen eingeführten fiktionalen Erzähler- oder Autorschaft durch Anreicherung der Autorfunktion … seine “diskrete” Natur.
Und: Religion, Religiosität als Technik, mit 1 Schlag sämtliche Abstraktionen undifferenziert plausibilisieren zu können.
Dann, Katastrophe: hat man etwas Nichtgenehmes zum Mittagessen besorgt. (Aber wenigstens hat man daran gedacht, dass morgen ein Feiertag ist. Und wenigstens hat man auch noch die Einkäufe erledigt. Bergauf.)