Warum in Träumen ein Erinnern anscheinend besser funktioniere, sei auf die Scheinbarkeit des Wachzustandes zurückzuführen. Als Antwort auf die Frage, was denn genau Erinnerung sei, bitte ich meine Frau auf die Suche nach einem Beispiel, das sich so leicht wirft wie ein gewendetes Wort: Eine Wand? Nehmen wir eine Wand und uns jeweils dahinter, scheinbar. Wenn wir einmal kurz eine Wand zwischen uns träumen könnten, schlage ich vor. Und tatsächlich kommen wir zu dem einstimmigen Ergebnis: Im Traum gibt es keine Wände, denn alles lässt sich bequem durchqueren. Das müsse dann wohl auch für das gesamte Inventar gelten, das wir entsinnen. Q.e.d.
Heschùdasgsee
heschùdasgsee
heschùjitztdasgsee
heschùjitzaberdaosgsee
ihasjaschohginggseechoo
(Hubert Schaller, Drùm, seislertütschi Gedicht, S.41, 2005)
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“Allein gegen den Klüngel”
Der phantastische Domstadt- krimi und Photoroman von Zannie Gannott und Holger Fath. Und in einer ganz kleinen Rolle “hab” alias Dieter Demmericht, wie Sie sehen.
*ursprünglich als Fortsetzung veröffentlicht in der Kölner Stadtrevue.
Nach Brasilien
(…) Scheiss der Hund drauf, sagte Schotte plötzlich, gestern hat die dumme Kuh die Scheidung eingereicht. Diese Weiber! Nicht zu fassen!
Warum denn?
Was weiss ich. Wahrscheinlich bin ich ihr zu blöd. Mann, ich geh nach Brasilien.
Was willste denn in Brasilien?
ne gescheite Frau, sagte Schotte und griff Nellie an die Brust. Nellie langte mit geschlossenen Augen nach ihrem Glas Mosel und kippte den Wein über Schottes Sonntagshose. (…)
in: Jörg Fauser, Die Bornheimer Finnin.
sein malen

