
Georg Raabe hat uns einen Ausstellungskatalog gemacht. Er wird sich wie von Zauberhand fortlaufend aktualisieren. Ihr findet den Download hier.
Danke, Georg!

Georg Raabe hat uns einen Ausstellungskatalog gemacht. Er wird sich wie von Zauberhand fortlaufend aktualisieren. Ihr findet den Download hier.
Danke, Georg!
Wir sind in einem Glashaus, im Elfenbeinturm? Kunst ist der Notschrei jener, die an sich die Tragödie der Menschheit erleiden. Die sich am liebsten auseinander-setzen, von ihr absetzen wollten. Warum denn nicht gar, häh?!
Die Krähe: Gar, gar
Seit es die Atombombe gibt, kann man gar nicht mehr über die Zukunft nachdenken? Aber es gab schon vorher die Meteoritenabstürze, den Vulkanregen mit Asche, Asche, Asche, die Eiseskälte mit Rattenwesen
Der Narr (scheinbar den Straßenstrich vor sich): Slut machines
Sein Begleiter: Mein Herr, die nennt man Schnappfiguren.
Der Narr: Ach, kommen Sie!
Sein Begleiter: Gern.
Die Pappfiguren am Straßenrand: Schnapp!
Lyriker, Du solltest die Vögel kennen: Wie singt die Amsel in Deinem Lied? Was schreibst Du, sagt sie zu den Bäumen? Ach, was soll der Brunz, geh’ nach Hause und leg die Kassette ein
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etk 033 | Li Mollet: irgendwann vielleicht. Prosa | April 2015
ISBN: 978-3-905846-33-1 | 16,00 Eur / 20,00 CHF | 118 S. 19 x 12 cm / Broschur
Das Rot der wilden Rebe kündigt kurze Tage an, Kastanien und Katarrh. Die Schmetterlinge verpuppen sich an feinen Zweigen. Alltägliches kann betrachtet werden. Mängel sind geduldet. Vorläufiges ist gegeben. Irritation unvermeidlich. Erhofft wird die Möglichkeit der Metamorphose. Bei so viel Überfluss, sagt jemand, lohnt es sich, asketisch zu leben. Mein Versuch, die Welt im Kopfstand zu betrachten, scheitert an den fallenden Falten meines Kleides. Auch diese Blackbox geizt nicht mit Bildern. Man kann sich zum Veränderlichen verhalten, sagt er und reibt sich einen Fleck vom Ärmel. Das könnte immer wieder geschehen, die Wiederholung des Ähnlichen, sage ich. (Klappentext) ··· In Li Mollets Prosaband irgendwann vielleicht wird die Welt als poetisches Material betrachtet und synästhetisch wahrgenommen. Das schauende Ich öffnet sich breiten Wahrnehmungsfeldern. Sein Gegenüber, das fiktive Er und die anderen Personen spiegeln biografische, historische, soziologische und alltägliche Konfigurationen. Die Beobachtungen sind weitgefächert, aber auch disparat und kontingent. Mollets Sprache modelliert diese zu ungewohnten Gebilden und überraschend neuen Zusammenhängen.
etk 032 | Milk + Wodka: Kennst du das Lied? Disco Quiz | Februar 2015
ISBN: 978-3-905846-32-4 | 12,00 Eur / 15,00 CHF | 68 S. 12 x 19 cm / Broschur, Querformat
Das Label Milk + Wodka existiert seit 1999. Die Macher sind die Künstler Roman Maeder aus Zürich und Remo Keller aus Basel. Seit 1999 haben sie zehn Ausgaben des Milk+Wodka Continental Comic Book mit etwa 300 nationalen und internationalen Künstlern publiziert. Daneben bringen sie ihre eigenen Editione von Siebdruckkarten, Postern und Minicomix heraus und stellen ihre Bilder und Installationen regelmässig in Galerien, Clubs und Off-Räumen im In- und Ausland aus. Ihr Disco Quiz erscheint seit 2012 auch unter dem Titel Kennst du das Lied? in der Schweizer Musikzeitschrift Loop. In dieser Ausgabe wird erstmals die bis anhin vollständige Serie als Sammlung ediert. Mehr: www.milkandwodka.net
Neu als Digitale Editionen:
etk 031 | Dominik Riedo: Uns trägt das Angesungene. Mögliche Texte
«Uns trägt das Angesungene», das Fragmente, Aphorismen, Gedankensplitter in einer Form des Unfertigen darstellt. Der Text lässt, vergleichbar einem korrigierten Text im Word-Programm, alle Veränderungen, Anmerkungen und Anstreichungen stehen. So wird er in seinem Entwicklungsprozess sichtbar. Die Themen der anderen Bücher kehren darin wieder. «Mit den Skizzenblättern als Faksimiles» gewissermassen. (Beat Mazenauer)
etk 030 | Michael Perkampus: Entropia, oder Hochzeit auf dem Lande. Erzählung
Unsterblichkeit auf 70 Seiten Entropia, oder die Hochzeit auf dem Lande heißt Michael Perkampus neues Buch. Der Autor, Musiker und Moderator ist 1969 in Selb geboren und hat dem Fichtelgebirge mit dem Werk ein Denkmal gesetzt. In: Frankenpost, 13.11.2014
Ankündigung: etk 034 | Hartmut Abendschein: Flarf Disco. Popgedichte | Mai 2015
Mit einem Intro von Benedikt Sartorius
ISBN: 978-3-905846-34-8 | 14,00 Eur / 17,00 CHF | 98 S. 19 x 12 cm / Broschur
Buchvernissage: “Flarf Disco” (mit Benedikt Sartorius und Gastgeber Matto Kämpf imCafé Kairo, 21.5.)
Lesezeichen 1/2015 | April 2015 | Online-Publikation
litblogs.net – literarische weblogs in deutscher sprache (ISSN 1662-1409)
In dieser Ausgabe: Saubere Unterwerke und disziplinlose Kobbois, Win-Win-Situationen, Pablo Picasso und Henry Bean, die Wohnzimmer unserer Eltern, fehlende Hühner sozialistisch-protestantischer Herkunft und Chinesische Wollhandkrabben, schüchterne Verse und blaue Elephanten, eine Anpassung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Kurt Neumann und die Idee der Beginnlosigkeit, Garrincha und die Bohnenstangen-Sabine, die ankernde Endlichkeit des Johannes, ein Pinsel in der Badewanne, Exit-Strategien und die Pulmologie
uvm. ··· Mit Beiträgen von Christine Kappe, Sylvia Geist, Jan Kuhlbrodt, Stan Lafleur, Guido Rohm, Rittiner & Gomez, Norbert W. Schlinkert, René Hamann, Andreas Louis Seyerlein, Jörg Meyer, Michael Perkampus, Benjamin Stein, Anatol, Hartmut Abendschein, Andreas Glumm, J. S. Piveckova, Marianne Büttiker, Helmut Schulze, Christiane Zintzen, Phyllis Kiehl, E.A. Richter
··· Lassen Sie sich gerne überraschen? etkbooks gibt es auch im Abo! Unsere Bücher können über den Buchhandel oder direkt beim Verlag bezogen werden. Ausführliche Informationen über unsere Neuerscheinungen und das Gesamtprogramm finden Sie im Internet unter www.etkbooks.com
ZENSUR? …:
Diese Antwort ist für mich blanker Hohn. Da wendet sich jemand Hilfe suchend an einen und man dankt zuerst einmal für den Brief; damit spurt man gewissermaßen auf der Geschäftsbriefschiene ein: Wir danken für Ihren letzten Brief vom soundsovielten
(Darauf weist auch das »Ihr Brief vom
« hin.) Dann aber wechselt die Sprache im gleichen Satz noch und es ist die Rede vom Schicksal erzählen. Ja, gilt es ihn denn dafür zu belobigen? Hat er sein Leben denn erfunden? Oder geht es darum, es bestmöglich zu präsentieren? Und vermutlich bereits wenn dann die ans Dritte Reich gemahnenden Durchhalteparolen auftauchen, die nach der perversen Logik funktionieren: Sie haben es bis hierhin geschafft, also schaffen sie es auch noch weiter, und die den Leser zusammen mit den guten Wünschen an ein Berufszeugnis erinnern (»Mut und Kraft für Ihren weiteren Lebensweg«), es ist anzunehmen, um den Brief schön abzurunden, oder aber spätestens als man dem Empfänger, Sprachfehler im Brief inbegriffen, »alles Gute« wünscht, tschüssi, ciao
spätestens dann durfte mein Vater zu Recht geräuschvoll feststellen, was er mündlich etliche Mal tat: Hilfe werde dort und an anderen ähnlichen Stellen wohl nur geboten, um das eigene schlechte Gewissen zu beruhigen.
Warum suchte er so extrem weiter nach der Ursache oder der Wahrheit? Er konnte Verstand und Gefühl, einem Einsteinschen Aperçu gerechtwerdend, nicht übereinbringen: Der Verstand weiß es, aber das Herz will es nicht annehmen.
Ist das nicht oft ihm Leben so? Ja, aber was sagt das?
Flecht- und Ranzmeister.
Uns trügt das Angezwungene.
Wird es leichter sein, zu sterben, weil er schon vorausgegangen ist? Ich weiss es noch nicht. Was ich weiss, seit ich die Unterlagen habe: Sein Grossvater starb mit 76 oder 75 Jahren, sein Vater starb mit 73 Jahren. Er starb mit 71 Jahren. Wann sterbe ich?
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irgendwann vielleicht
Prosa
Li Mollet
Das Rot der wilden Rebe kündigt kurze Tage an, Kastanien und Katarrh. Die Schmetterlinge verpuppen sich an feinen Zweigen. Alltägliches kann betrachtet werden. Mängel sind geduldet. Vorläufiges ist gegeben. Irritation unvermeidlich. Erhofft wird die Möglichkeit der Metamorphose. Bei so viel Überfluss, sagt jemand, lohnt es sich, asketisch zu leben. Mein Versuch, die Welt im Kopfstand zu betrachten, scheitert an den fallenden Falten meines Kleides. Auch diese Blackbox geizt nicht mit Bildern. Man kann sich zum Veränderlichen verhalten, sagt er und reibt sich einen Fleck vom Ärmel. Das könnte immer wieder geschehen, die Wiederholung des Ähnlichen, sage ich. (Klappentext)
In Li Mollets Prosaband irgendwann vielleicht wird die Welt als poetisches Material betrachtet und synästhetisch wahrgenommen. Das schauende Ich öffnet sich breiten Wahrnehmungsfeldern. Sein Gegenüber, das fiktive Er und die anderen Personen spiegeln biografische, historische, soziologische und alltägliche Konfigurationen. Die Beobachtungen sind weitgefächert, aber auch disparat und kontingent. Mollets Sprache modelliert diese zu ungewohnten Gebilden und überraschend neuen Zusammenhängen.
April 2015, 118 S., 19 x 12 cm, Klebebindung
ISBN: 978-3-905846-33-1, 16 / 20 SFr
Lesungen: 9. April 2015, Bern. Li Mollet mit Nico Bleutge in Aprillen …