Dem Absoluten begegne provisorisch.

Wie ist sie jung! – So grün! Von Trieben, Knospen übersät, Ahnungen von Blättern, Blüten … – ah, so grün, so zart! Doch hatte auch sie den Holzkopf bereits aufgeschraubt bekommen.

Ach, die Erwachsenen dieser Welt. – Hört, wenn sie sagen, sie stünden mit beiden Beinen im Leben. Und seht, wie sie durch ihren Alltag krabbeln.

Alles, was den Anschein erwecken möchte, letztendlich begründet zu sein, nicht kategorisch verwerfen. Vor das Absolute gestellt, zücke entschieden einen Bleistift. Dem Absoluten begegne provisorisch.

Auch das letzte Individuum, das ich in mich legte, begann bereits am nächsten Tag mit seinem Leben: Es wuchs, es wucherte, es teilte sich unaufhörlich. Und kümmerte sich nicht weiter um seinen Begriff.

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Salzkristalle & Trüffelpilze (Auszüge, 04/2011)

Mein Interesse für das ›Wilde Denken‹ gerät zunehmend in Widerspruch zu einem Plädoyer für soziale und wissenschaftliche Progression. Aber mit der Zeit zu gehen, das bedeutet zurzeit, den Fokus auf die Erscheinungsformen und Hochburgen von Wirtschaft und Technik auszurichten. Bei dieser so genannten Avantgarde der Wissenschaft gehe ich oft lieber wieder zurück zu einer Art Primitivismus des Denkens, die zum eigentlich auch Angestrebten eine disparate, ja selbst aus konträren Vektoren kombinierte Verbindung eingeht. (Es entsteht die paradoxe Kulturoption einer ›Regression nach vorn‹, der nurmehr eine Art von sehr bewusst zu einem gewissen Teil naiv geschriebener Literatur gerecht wird oder gar erst gerecht werden könnte.)

Die Schönheit des geformten Schmerzes.

Alles ›gemacht‹, nichts ›echt‹, nichts ›von innen her notwendig‹, also de ganz Chäs Kitsch, trotz aller Linkitüde? (Aber wenn es nur das wäre, dass man die eigene Verlogenheit schmerzvoll erkennt und daher als tragischen Zug in seine Lyr einarbeitet?)

Gerade unaktuell: Fasnacht. Fasnacht? – : Alle verordnet, nein: erlaubt lustig. Und sowieso: Fasnacht: Alle dürfen gratis im Bus sitzen; Kinder: Alle bekommen Bock-Prämien bezahlt; Versicherungen bezahlen Taxi-Gutscheine, wenn man über die Festtage nicht trinkt. Aber wir: haben kein Auto, erhalten nichts; haben keine Kinder: erhalten nichts; haben kein Interesse an der Fasnacht: nix! (Und kommt mir nicht mit ›Förderungen‹. Die erhalten Bauern auch. UND den ganzen Rest). Es ist eben, all das, was die Mehrheit will. – Längst leben wir in einer Mehrheitsdiktatur (siehe 16.02.2011); Minderheiten werden nicht (mehr) voll akzeptiert, sondern immer öfter diffamiert oder zumindest vor den Kopf gestoßen. (Don’t tell me nothing ‘bout being a writer! Immerhin bekommt nun ›writer’s block‹ einen zusätzlichen Sinn: Dress black, smash’em! Ein bewusst entleerter Grind am nächsten Grind aufgeschlagen: Hey, da spritzt das Nichts!)

Die zart dreinschlagenden Blüten meiner Gedankenwurzel.

Sie waren, ja, sie waren in New York, sie waren in der Großen Galerie der Cheops-Pyramide, sie haben Petra von Nahem gesehen: was alles ein »ganz anderes Lebensgefühl« vermittle – aber anscheinend nicht für lange – zuhause leben sie weiter wie stets … … … !

Der Wortschatz der XXX: Essen = Mampf / Mampf-Mampf = Festessen / Gluck = Trinken / Gluck-Gluck = Alkohol trinken / Schnarch-Schnarch = schlafen / Bumm-Bumm = arbeiten / Ummagumma = Sex / Die Zahlen 1 bis 30 für die Nummern der Schraubenschlüssel. – – – Happy New World.

Es mag der Spitz aus fremdem Stall uns immerfort bekläffen; doch seines Bellens lauter Schall beweist nur, dass wir reiten!

Zum Blog Salzkristalle & Trüffelpilze

Affen

– Stell dir mal vor, du wärest instinktlos und hättest kein Selbstverständnis.

– ???

– Stell es dir vor, und du bekommst eine Ahnung vom Menschsein!

– Was kratzt mich denn der Mensch ¿¿¿

IX