Wir sind mal noch da … (SZ, 5.4.11)

Womit wir bei den Ausnahmen wären, bei denen wiederum wir aus Gründen der Abwechslung Elfriede Jelinek und Rainald Goetz überspringen. Die gut zwei Dutzend avantgardistischen, sperrigen, oft einfach grandios verstiegenen literarischen Blogs nämlich, die Christiane Zintzen und Hartmut Abendschein unter litblogs.net kuratieren, werden schon lange komplett vom Literaturarchiv Marbach gesammelt. Sie werden aber gerade umgekehrt archiviert, weil sie die allgemeine Aufmerksamkeit vollkommen unterschneiden, mit keinem Bein im herkömmlichen Print- und Förderlager stehen. (Q)

Fragt man den Berner Hartmut Abendschein, Jahrgang 1969, dessen literarisches Schreiben im vergangenen Jahrzehnt vor allem in seinen digitalen Wiki-Lexikon-Roman ”bibliotheca caelestis” und inzwischen in sein literarisches Weblog ”taberna kritika” eingegangen ist, warum er sich das Internet als Arbeitsort erwählt hat, so erklärt er sehr freundlich, dass er gedruckte Bücher auch möge, ihn aber am blogförmigen Schreiben nach wie vor die “Offenheit von Text” und die “Aktivierung der Leser” interessiere. Auch Facebook- und Twitterstreams könnten für ihn Literatur produzieren, eher wäre die Frage, ob solche “eher flüchtigen Dinge” künftig mehr Chancen bekämen, von der “literarischen Öffentlichkeit mit ihrem Leitmedium Buch auch akzeptiert zu werden”. (Q)

Am grauen Meer











































Quote „Dann nahm er die Lampe von dem Schreibtisch und hielt sie hoch gegen das Bild empor. … welche die Rückwand desselben bildeten, führte ein Pförtchen ins Freie; den Schlüssel hatte sie in ihrer Tasche, sie wollte fort — gleich. …“ (o.S.)
Source Am grauen Meer. Autor Theodor Storm. Herausgeber Rolf Hochhuth. Verlag Im Bertelsmann Lesering, 1962. 732 Seiten
Keywords Büro, Computer, Lampe, Schreibtisch, Bücher, Tasche, Garten
Retrieved letzte 5 von 7 Keywords in http://books.google.com/
Produced 29.04.2009, 09:22 AM
Added 24.11.2009, 05:35 AM
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@etkbooks twitterweek (20110402)

nbp: Lieferbar: Guckkasten. 21 Fazetien (Michael Perkampus) http://bit.ly/gGt2SP / Rat und Rätsel. / ah, heute ist ja 1. april: http://gmail.com/motion / nbp: Atemlos http://bit.ly/eGv8Rw / Neuner, Florian: Ruhrtext – eine Revierlektüre #pipeline / nbp: SCRITCH http://bit.ly/gZwTQf / überarbeitet ein systemtheoretisches dramolett für einen salon. / »The Distance Narrows« http://trunc.it/fn2p6 #pipeline / nbp: The keyboard is the message (notula nova 116) http://bit.ly/hiYo8Y / eben erst festgestellt: das kindershampoo heisst, wie ein ehemaliger gassenhauer von tuxedomoon. / nbp: orte #160: “Neue Wege für die Literatur im Netz: literarische Weblogs” http://bit.ly/ghCB5L / was ist eigentlich aus deiner field recording idee geworden, fritz michel? / süss. ein literaturhörnchen. / schön ist die beschreibung bandels von fichtes palette als heterotopie. / ok. “jakobswäg” von http://www.stahlberger.ch/ triffts so ziemlich. / Integritätsbeauftragter #wörter / stellt fest: wenn man seit wochen praktisch nur noch apokryphen liest, fühlt man sich schon irgendwie von der welt abgeschnitten. / @mykke_ naja. das eine muss das andere ja nicht ausschliessen … bei nem titel: @mykke_ : selected tweets würd ich wohl neugierig werden. / mykke_: @etkbooks Nein, bisher hab ich noch nie was an Verlage geschickt. Ich gehöre ja eh zu den Barbaren, die erstmal alles online stellen. 😉 / @mykke_ haha! hoffe nicht, dass sie hinter der einsendung stecken. nein, unmöglich. hinter jedem ihrer tweets steckt da mehr dichtkunst. / mykke_: @etkbooks Dann stimmt ja meine Schatzkarte gar nicht mehr! 😀 / nein, wir sind nicht der dreieichenverlag. / nbp: Neue Märchen aus Afrika http://bit.ly/gqodzw / endlich: der automatisch generierte titelindex: http://etkbooks.com/edition/titel /



(cloud, halbautomatisch: etkshop, analog)

The keyboard is the message (notula nova 116)

Am Nachmittag: Dinosaurier vs. Baumaschinen (mit den abhaengigen Kindern von OSA)

(Edit: Textästhetik? Umlautkiller freedom pro.)

Am Silvester: Milliarden feiern friedlich ins Neue Jahr (bis auf den Vater, der seinen 6jaehrigen Sohn toetet.)

Und: ich erweise Dir Deine Relevanz. (Ueberhaupt: muss man schon fast nach Buechern suchen in denen nicht Joy Division referenziert werden.)

Wir nennen das: Die negative Dialektik ethischer “awareness”. (Aber: das Neutrum. Und das Neutrum des Neutrums.)

Und (fuer einen spaeteren Post): Das System taberna kritika als Kunst. Der Kuenstler Peter Gysi hat das System taberna kritika analysiert und visualisiert. Herausgekommen dabei ist diese schematische Darstellung … (Image(s))

Irgendwann

oxidierst

auch

du

Und: der Nichttsunami hat etwas Gutes. Er entzopft die hochgradige Ausdifferenziertheit des Deppenwebs auf sehr plastische Weise. (Ein Dienst an der Oeffentlichkeitsarbeit in der Demenzszene, etwa.)

Man bedankt sich artig. There is no such thing as a free lunch in the city.

Die nationalen Materialisten

die internationalen Materialisten

die opportunistischen Materialisten

Und: der buchreligioese Ansatz von Roland Reuss (NZZ, 3.2.12.) haette vielleicht eine gewisse Berechtigung, wenn es nur 100 Buecher und 100 Bildschirme auf dieser Welt geben wuerde. Der hermeneutische Mehrwert eines optimierten Verstehens in der Buchkultur, die das Gestalterische in den Blick nimmt, unendlich verfuegbare Textlichkeit und deren Konkurrenzverhaeltnis aber mehr oder minder ignoriert, die durch die Aufmerksamkeitsmaschinen, also starken Interessen hintertrieben wird, die primaer nicht nur ein solches Verstehen avisieren und optimieren, schrumpft, laesst man diese sozio-oekonomischen Faktoren aussen vor, im long tail exponentiell gegen Null.