(Aufbauzeit: 45 Min. Mehr …)
| Quote | Ich sitze. Ich sitze auf dem Parkplatz im Matsch. Ein Schneematsch, und es ist kalt, und ich sitze auf dem Boden … Und jetzt stehe ich wieder auf der Karl-Heine-Straße. Und vorne am Kanal, da wohne ich mit San. … (S. 10) |
| Source | Morgen, später Abend: Roman. Claudia Klischat / C.H.Beck, 2005 – 286 Seiten |
| Keywords | Strasse, Schneematsch, Müllmänner, Taxi, Casino |
| Retrieved | erste 3 von 5 Keywords in http://books.google.com/ |
| Produced | 17.02.2009, 10:58 AM |
| Added | 18.11.2009, 01:24 AM |
| Time | 1:03 |
| Raw File | VID00047.AVI |
| Entry No | 0011 |
| Size | 15551 KB / MP4 |
| Broadcast | Public |
| URL (Video) | http://www.youtube.com/watch?v=zRMYRq2sROg |
| Status | Live! | Amazon Review | Hohe Suggestivkraft, 6. Juli 2006 Von Friedrich (Hamburg) Das Buch dieser jungen Autorin hat mich sehr berührt – insbesondere ihre Sprache, die kunstvoll und doch in keiner Weise maniriert ist. „Morgen. Später Abend“ ist ein Buch, das nachdenklich macht. Und Claudia Klischat eine Autorin, die neugierig macht auf kommende Werke von ihr. |
VisuellePoesie: very cool text-art project –> http://www.yourworldoftext.com/ (via @etkbooks) / http://www.yourworldoftext.com/ #lbn ja, ok. auf /vielen/ mobilen devices … über testberichte von ipad-besitzerinnen würden wir uns noch freuen … #lbn / litblogs.net mobil: das wptap-plugin sorgt jetzt für noch angenehmere lektüre auf allen mobilen devices #lbn http://www.litblogs.net/ / Entlang der lebendigen Linie. Sexophismen. Ein lyrischer Zyklus. Passagen Wien 2010. Von Swantje Lichtenstein #pipeline / nbp: The Chomskytree-Haiku (Rhizome): Exposé / Paper http://bit.ly/9J3N3f / “(ein Buch am Rand all dessen, was jemals als Buch gegolten hat)” / ist von den schreibpraktiken von ponge angetan & bestellt sich nun die “Änderung der Ansicht über Blumen” http://www.engeler.de/opinion.html / nbp: Jung, Roland: Der Schnittpunkt (u.a.) http://bit.ly/bw7iwT / nbp: Schläuche (notula nova 92) http://bit.ly/cKnfZ6 / @jurijmlotman wenn wir mal was wirklich peripheres im netz gefunden haben … / das gefällt mir. so nenn ich mich jetzt auch: Germanist “an der Peripherie des akademischen Betriebs.” / “Abstraktion tut Not” … neue werkschau @ oh-welt.de / sabine jansen http://www.oh-welt.de/index-Dateien/Page355.htm / heut mal etwas (unendliche) semiose http://katalog.skypaperpress.com/?p=539#comments / nbp: Kalte Ente http://bit.ly/cFVKSh / http://bloegger.at/2010/07/blogger-vor-der-linse-christiane-zintzen/ #lbn /

“Make rhizomes, not roots, never plant! Don’t sow, grow offshoots!”
(D/G, 1000 plateaus)
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Hartmut Abendschein The Chomskytree-Haiku (Rhizome) / TCT-H (R) Online-Doku, 2010ff.: http://tcthr.etkbooks.com/ |
Das The Chomskytree-Haiku (Rhizome) untersucht und visualisiert die in pragmatischen Texten enthaltenen poetischen Elemente und Strukturen und behauptet diese als Bildtexte mit ebenbürtiger Bedeutung. Pragmatischer Text, wie vorhanden in einem Ferienhäuschen am Sarner See, hauptsächlich aus regionalen Informationsmedien (Din A5), wurde markiert und gestaltet. Die Markierungen bezeichnen extrahierte Wortmaterialien, die gleichzeitig durch visuelle Strukturen (in Anlehnung an das Baum-Paradigma von Noam Chomsky) und der poetischen Idee der generativen Transformationsgrammatik präsentiert werden. So gewonnene Elemente orientieren sich an haikupoetologischen Prinzipien (Zeitigkeit, Zeiligkeit, Silbigkeit, Bildräumlichkeit). Umlagernde Wortwolken (tag clouds) und Kategorien werden durch Unterstreichungen (rot / blau) dargestellt und runden das einzelne Image (insgesamt sind es 10) ab bzw. öffnen (und schliessen gleichzeitig) einen semantischen Bewegungsraum jedes einzelnen Haiku und seiner visuellen Struktur. Die Bemusterung der Images mit funktionalen QR-Codes unterwandern diese gleichzeitig mit einer anderen Bildsprache. The Chomskytree-Haiku (Rhizome) ist in diesem Sinne eine Konzeptarbeit, die auch umfänglich im Internet dokumentiert und fortgeführt wird. Ihre Rhizomatik ergibt sich aus dem zugehörigen Ausstellungs- bzw. Installationskonzept. Die einzelnen Originalseiten wurden gerahmt und diese werden in der im einzelnen Blatt zugrundeliegenden Tree-Ästhetik gehängt, sodass im Gesamt wiederum ein als Metastruktur gedachtes Bild-Text-Strukturinstallat sichtbar wird. Eine Hängung bzw. Szene soll nur von kurzer Zeit sein (bis zu 4 Wochen), dann soll ein Ortswechsel und eine Variation der Elemente erfolgen, die aus synchronisierter Perspektive die Kontingenz und Mannigfaltigkeit der Elementverknüpfungen thematisiert. Das Ergebnis und work in progress ist ein polyvisuelles, polytextuelles, polystrukturelles und polytheoretisches Image. Ein wesentlicher Theoriebaustein, der Baum bzw. die Wurzel als Denkfigur und Organisationsprinzip wird mit seinem Theorieantagonisten, dem des Rhizoms (nach Deleuze/Guattari, als Figur der Kontingenz und Allesmitallemverbundenheit) kontrastiert. Das so zeitlich und räumlich arrangierte The Chomskytree-Haiku (Rhizome) befindet sich in kontinuierlicher Transformation und versteht sich auch als Beitrag einer posttheoretischen Theorie.
Elemente / Destillate
| Blick in die Ferne Die Zeitspanne des Auges ist keine Krankheit
ein Gast mit Koffer
die feinsten Töne
Bei Frühlingswetter
Sommer der Sorgen |
April des Lebens Das Begehren entscheidet Behauptetes Recht
Vor uns liegt Natur
Sonniger Balkon
Am Abend das Fest
Hinter der Brücke |
Raum (Szene 1)

Ein Traum, mittags: H und S liegen auf einem Garagendach in einem Schlafsack; dann fallen sie von dort auf den Rasen. Schreie. Schnitt. (Gerade bei Regen: Vätersprüche verwenden: “Ist gut für den Rasen”. Erweitern (Symbolmord?) bei Kälte: “Ist gut für die Gletscher”. Undsoweiter. Eine Art symbolischer Vatermord in dieser Tradition ist es auch, solche Wendungen an nicht ganz todsicheren Stellen zu platzieren.
Tradition
Variation
Metonymie
Ironie
Erfindung
Doppelte Gesten
Und: das Internet ist ja eigentlich nur ein technisches Dispositiv und hat nur wenig ontologische Beschreibungskraft. Besser wäre es vielleicht von einem “on dit” zu sprechen. (Andererseits: Franz arbeitet ja auch gerne mit Motiven und Figuren der Literaturgeschichte. Man kann also sagen, er arbeitet in und mit dem “deep web”.)
Aber warum denn, Herr K? Die Autorschaft war lange genug nützlicher Protagonist der Rezension und hat dementsprechend das Interesse befördert. Nun, da die Brennweite irgendwann zu scharf und das Terrain um die Haut zu heiss und der Busch in Brand gesteckt ist, soll man mit dem Schlauch kommen?
Wenn Autorschaft als Hauptbürge für die Authentizität eines Textes herhalten muss, der auch noch wahr sein will, zur Vermarktung und Verwertung (bis ins letzte) herangezogen wird, hören die Fragen nach dem Autor doch nicht beim konstruierten Autorenimage auf. (Heut kommt Besuch aus Köln. Der Dichterlektor und die Malerinlektorin. Mal sehn, was die dazu sagen.)