Träumen Kleinverleger vom grossen Bestseller? etkbooks @drs2 aktuell http://trunc.it/3avah #lbn / ReiseZumBuch: #FF an @zitate @whorbach @etkbooks @litblogs_net freue mich auf interessante Tweets – allen einen schönen Tag 🙂 / new blog post: 2007-11-22 An der Strasse 1 http://bit.ly/2YakDs / EiserfeldWolf: RT @etkbooks: Harrasser: Oszillierend Schreiben – Sind Weblogs Archive des “schwebenden Urteils”?. In: Becker, Archiv am Netz / RT @bourdieu: 100 Best Blogs for the Literati http://bit.ly/1U13ug (expand) #lbn (very english) / Internetszene #wörter / You&Me-isms. … http://www.urbanes-unterholz.net/ … #lbn / Hypertext: Eine Bestandsaufnahme … http://bit.ly/4uGu0A #lbn / Karin Harrasser: Oszillierend Schreiben – Sind Weblogs Archive des “schwebenden Urteils”?. In: Melitta Becker, Archiv am Netz #lbn #pipeline / “Ein schelmischer Chef der kleinen Formen …” (FAZ) … a.d. backcover von bracharz, “Für reife Leser” / new blog post: Herbstsehnen http://bit.ly/CHPO3 / etkbooks @ http://www.buch09.ch/: 1 festivalpass zu vergeben via DM … #lbn / Helmut Eisendle, Tod & Flora, Jung und Jung 2009 #pipeline / RT @inadaequat P A Youngman: We Are the Machine. Computer, Internet & Information in Cont. German Literature #pipeline http://bit.ly/1oDMtx / new blog post: Formen zu Formeln (notula nova 60) http://bit.ly/XPcwb / hat gestern noch mit drs2 gesprochen … sendetermin folgt … / Künstler der Woche #wörter / Reboot_D Digitale Demokratie – Alles auf Anfang http://bit.ly/21qsBb #pipeline / new blog post: Einladung zur Buch09 in Basel http://bit.ly/198ICL / new blog post: Die Eule, der Mops (ist023) http://bit.ly/325w2V / RT @VisuellePoesie: interesting visual e-poem “abcd” by Jaka eleznikar ( @jakaorg ) –> http://bit.ly/2clMP #lbn / subjektiv sein: leitner http://trunc.it/359jz auf kehle http://trunc.it/36w5p #lbn / sepheryn #wörter / crazy. google wave. erst mal ne public testwave gestartet … http://trunc.it/34ipl / lovelybooks: RT @“Zukunft des Buches” (APuZ 42-43/2009) http://bit.ly/48gOOB pdf: http://bit.ly/21UtZp #lbn #pipeline / chatbot eliza @ http://www.denkwerkzeuge.ch/ #lbn / “Zukunft des Buches” (APuZ 42-43/2009) http://trunc.it/35fjt pdf: http://trunc.it/357g4 #lbn #pipeline / Wolfgang Lorenz Gedenkpreis für internetfreie Minuten http://bit.ly/9eWCf #lbn / http://visuelle-poesie.blogspot.com/ #lbn /
Autor: hab
Formen zu Formeln (notula nova 60)
Aber: jeder dachte, es würde schneller gehen. (Und: “mich stört, wie er über Rosen schreibt.“)
Aus der Spex: “Wer ist eigentlich der Autor eines Songs, wenn jede Textzeile geklaut ist? Spechtl: “Der, der montiert, natürlich.“” (Heut mit dem älteren Söhnchen gebaut: The lego kingdom of radio and disbelieve.)
Überhaupt: “Text bleibt erstes Instrument” (Aus dem Manifest der Goldenen Zitronen)
Und: Das literarische Weblog als Ort und Gegenstand proliferativer Poetik, gleichermassen … (Ist es schon meins? Oder schon nicht mehr?)
Zum Filmprojekt: die einzelnen Filme titeln (ti=) und jew. Film freistehend ins Blog posten (embed qua youtube o.ä.). Andernorts wird eine Titelliste generiert. Diese soll als Fliesstext lesbar werden. Eine Art Text-Titel-Bewegtbild-Modellierung. Zum Akrostichon. (Und: wenn eine Sportart wie Skispringen nun im Sommer und auf Rasen stattfindet, kann eigentlich nur noch von Kunst die Rede sein.)
Und: die Erscheinung (das Erscheinungsbild) des literarischen Weblogs, der Header, die Farben, Gadgets, Widgets, Navigationsstruktur: All das ist paratextuelles Cover des Blogcontents. Jeder Text, jede Seite wird so einer optischen (oberflächlichen) Identität (body) zugeordnet. Text, content und Tiefenstruktur ist aber, was als Inhalt des Körpers zu betrachten ist, und was je nach Lektüreart und Medium (Rss-Reader, Aggregator, PDF etc.) in anderer Bekleidung gelesen wird. Eine Anpassung des Inhalts (Auszeichnung mit HTML-tags innerhalb des Posts, bspw.) auf den flüchtigen (sterblichen) Körper hin (auch wenn es der vermeintlich eigene sei), mag in anderen Umgebungen schäbig und seelenlos wirken. Soll Form und Inhalt (Leib/Seele) bei einer Analyse oder nur: Lektur, gleichermassen oder gar gegenbezüglich berücksichtigt werden, muss auch an diese (für implizite Leser unterschiedlichsten) Spannungsebenen gedacht werden.)
Und: wenn ich über eine Fernsehserie spreche, spreche ich selten über den Fernseher. Den Fokus bestimmt, wer den Sternenhimmel rahmt. (Das gilt auch für dich: Buchkultur).
Und nachzudenken: über eine weitere Stringentisierung hier verwendeter Boolscher Operatoren in einer möglichen Überarbeitung. Ein komplexes System von Klammern, Ein- und Ausschlüssen, Aussagen und Verweisungen. Das: als (konkret-)poetische Surplus-Struktur. Als grossangelegte, poetische Formel.
Oder, Seite 1 f., bspw.:
((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((
((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((
((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((
((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((
((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((
((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((
((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((
(Text) Und: Text () Oder: Text) Nicht: Text ()) Überhaupt: Text () ()) … undsoweiter
Die Eule, der Mops (ist023)
I Zit. Aus Daniels u.a., The worlds writing systems: Abb. eines Labanotationssystems // Nicht nur, dass ich die mit Abstand hässlichsten [Schuhe] anhatte, zudem unbrauchbar, denn sie hatten ein Gummigemisch als Sohle Gift für den Tanzboden. Ich kam [kann] aber auch zu spät und alle potentiellen Partnerinnen (wie von mir […]) waren vergeben. (Erst später erfuhr ich, dass eine Rechtzeitigkeit an diesem Tag auch nichts gebracht hätte, oder nur wenig.) Die Jungen von der Nachbarklasse hatten [mit] den unterstufigen Mädchen schon vor Wochen angebandelt und die Sache klar gemacht. Die Jungen meiner Klasse bekamen also nur den Ausschuss. II Und ich: bekam den Ausschuss des Ausschusses. Das waren: der Mops und die Eule. So hat es sich wechselnd über ein halbes Jahr hingezogen. Den Abschlussball bestritt ich mit der Eule (obwohl der Mops sicherlich besser tanzen konnte). Den Mops bekam ein damals guter Kumpel. Meine Eltern waren an diesem Abend nicht zugegen. Ich machte mit der Eule meinen Pflicht- und Ehrentanz. Mein Kumpel den seinen mit dem Mops. Danach betranken wir uns. Der Kumpel und ich. Irgendwann hat sich zu uns auch noch der Geschichtslehrer gesellt. // Die Verbindung mit dem Tanz ist diese Sprache des Erinnerns. Es ist keine Sprache der Bewegung. Eine des Vertrauens. Ein Abwesenheitstanz. Ein [Bühnen-]geistertanz. Keine Zeichenfolge mit Haken und Winkeln. Nichts Räumliches. Eine Kette aus Nullen. Keine Einsen. Löschwerte im Logfile. Kaum zu retuschieren. (Musik: “smoke on the water“) III fatal als tolle-Gift, ach nichts gebucht. Die Fugen von oh. Die Suche, oh Ausschuss. Den Abschluss mit der Eile, ein damals guter Bengel. Die Kubik, mit dem Tanz ist diese Spende des Erinnerns. Ein Bier. Eine kette, kein Eisen.
[Achtung Rollenprosa]
@etkbooks twitterweek (20091107)
http://ben.antville.org/ #lbn / (kelter? nie gehört. dagegen ist konstanz aber auch eher fürs lesen bekannt.) / Jochen Kelter über die baden-württembergischen Literaturtage in Konstanz http://bit.ly/tUPPJ #lbn / heut gibts mal wieder linsensuppe “heiner müller” (invariant) http://bit.ly/2F6Hj9 / new blog post: 2007-11-21 nach Wien schreibe ich http://bit.ly/2RpxHU / RT @mauszfabrick: radisch über #loslabern: “pop wird seriös” (brr): http://is.gd/4NQUA #lbn / gender my plug-in http://bit.ly/3ckqRd / new blog post: Die Bambushex feiert ein Fest (notula nova 59) http://bit.ly/1cUDTt / keine chance “rolf-dieter brinkmann” und “rolf dieter brinkmann” bei google auseinanderzuklamüsern. ich geh jetzt ins bett. / RT @bov: antville.org, nichtkommerziell und werbefrei, vergibt wieder blogs: http://tr.im/E09N #lbn / new blog post: Loslabern (fast) http://bit.ly/2BAwjz / new blog post: Logos (ist022) http://bit.ly/1tqv8t / http://www.stoerbuchhandlung.ch/ #lbn / Olten: @etkbooks twitterweek (20091031) (taberna kritika – kleine formen): … Germanisten (als hardcover für 60 euro.. http://bit.ly/2Z4JCP / mauszfabrick: @etkbooks danke / @mauszfabrick btw: gratulation zum goldhuhn! habs eben erst in volltext entdeckt … / KeinVerlag: Wer Lesenswertes zur und Literatur sucht, dem seien die Tweets von @Litblogs_net @etkbooks zum #ff empfohlen, @inadaequat und @Fiktionaere /
Die Bambushex feiert ein Fest (notula nova 59)
Zur Veranschaulichung: Ein Buch ist das Frühstück. Ein Werk ist der ganze Tag und die halbe Nacht. (Und die Geschichte meiner Zähne: Beim Zahnarzt. Das Gummizelt in meinem Mund. Plastikbrillen für alle Beteiligten. Im Radio: The Smiths. Spandau Ballet.)
Nicht: das Basteln an fiktionalen Narrativen (=Schreiner), sondern: die Abbildung von ästhetischem Bewusststein (Maler). (Eine Übersetzung eines anderen Bildes, erfreulicherweise bei Nietzsche gefunden: And if you gaze for long into an abyss, the abyss gazes also into you.)
Und: der Hypochonder als Beamter des körperlichen Schmerzes (Kluge / Vogl, Soll & Haben, 32). (Und: Sie hat einen etwas irritierenden Ziegenbart.)
Tonight is the night. Die Nacht des Tags des Festes. Ein Ereignis, worauf 1 Jahr lang hin gewirkt wurde. Die Gartenparty. Die Plastikstühle nun mit hellem Leinenüberzug. Die 8 Personen. Der wahrscheinliche 3-Gänger. Die 8 geladenen Gäste. Sie: in schwarzer, ärmelloser Robe. Der Hausfreund. Der gekühlte Weisswein. Die Gespräche mit abgespreizten kleinen Fingern. Es dunkelt schon ein wenig. Man knipst die bunten Lampions an. Verkneift sich Kritik an einem winselnden Baby. (Der Chor auf der Empore, man geht grosszügig darüber hinweg.) Man hat sich etwas zu erzählen. Man murmelt.
Der Hausfreund in grünem T-Shirt. Der Sonnenschirm in orange. Klappt zusammen. Ein Kind schläft ein. Was gibts denn als Hauptspeise? Etwas Beklatschtes. Etwas animiert zu lachen. (Der Nachbar B. von 2 Etagen über uns klingelt. Es seien noch Sperrsitze frei, falls man auf Augenhöhe beobachten wolle … mal sehen.) Die Vöglein zwitschern im Walde. Warte nur balde. (Die Söhnchen sind nun auch im Bett. 1 schläft, 1 dämmert. Mal sehen.) Sonst scheinen die Ränge fast leer. Da ein Gesicht hinter Geranien. Dort ein Fuss aus einer Hängematte, baumelnd, hinter einem Geländer. A ist das Andere. B sind wir selbst. Man lobt die Terrasse. Man lobt die Gastgeberin und meint sich selbst. Ein laues Lüftchen weht uns herüber. Das Feigenbäumchen in der Ecke des Balkons. Das Bier fast leer. Gute Nacht.
Peter von Matt über den “sicher gestandene(n) Abgang” (NZZ, 22.8.): “Der Stil eines ganzen verdichtet sich im stilistisch perfekten Abgang … Was uns als die letzte Sekunde der schaffenden Arbeit begegnet, wirkt zurück auf alles Vorhergegangene.” (Ein christlicher Mythos. Und genau hier liegt das Problem und die Schwierigkeit. Ein Denken in Kategorien ästhetischer Vollendung versperrt den Weg der Rezeption bspw. eines literarischen Weblogs (wenn man doch endlich einen anderen, neutraleren Begriff besässe! (Etwas Offenes, etwas Sendendempfangendes u. dgl.)). Dieses (sein Prozess, sein Fortschreiten und schreiben, seine Tiefenstruktur) als Werk denken zu können (auch: jenseits einer chronologischen Richtung, vgl.: ANH, kybernet. Realismus) und es damit überhaupt bedenken und fassen zu wollen: solch einer Ideologie ästhetischer Vollendung muss die Endlichkeit vorgeführt werden. Der historisch-kritische Ansatz wäre ein Teil der Arbeit. Ein anderer der diskursanalytische. Aber auch: die Befreiung des Werks aus seinem papiernen Gefängnis … )
Hier noch zu montieren: Zitate zur Illusion von Werk-Sinn-Einheiten. Texte gegen ästhetische Maximalisierungsphantasien. Altväterliche Orthodoxien u. dgl.