Im Warenkorb (notula nova 23)

Der Kollege hat sich auf seiner Homepage verschrieben. “Nicht bei Torst”, heisst es da. (Nicht bei Torsten. nicht bei torsten trink / ich mir einen und / stick mir zwei fahnen.)

Dann: denke ich, wenn ich nicht mehr schreiben würde, würde ich nicht mehr lesen. Und umgekehrt: lese ich, werde ich wohl schreiben müssen. (Überhaupt: kennt sich hier jemand gut mit dem Internet aus?).

Und: die Vorortkultur vs. die Vorortkultur.

Und: die Verbraucher meiner Texte. Die Konsumenten meines Romans. (Die erste Zigarette am Morgen. Nachdenken über den Grundzustand. Noch ein Zitat: “Was ist meine eigentliche Angelegenheit? Diese Frage hat mich voll erwischt!” Meister Yunmen vom Wolkentor-Berg (864-949)).

Vielleicht muss man die protestantische Ethik als immer noch grassierende Übererfüllungsphilosophie verstehen. Und dementsprechend: als einen Heilsplan der Beschleunigung. (Auf dem Fahrrad: Es ist gar nicht mein Problem, wenn andere nicht ihr Denkschema verlassen können. Und auch: “The download of my life“).

Auf einem Merkzettel steht noch: todo08: Eine Zwischenbilanz meiner Gefühle. (Auf der Rückseite, ein Einkaufszettel: Universalerde (kl. Sack), Bier, Wein, Zwieback).

Online: Callas Box 2.0

Seit gestern online: Callas Box 2.0

Sie erreichen die Installation des Titels über den Verlagsserver bzw. erhalten in Kürze eine Downloadmöglichkeit via Deutsche Nationalbibliothek …

Natürlich freuen wir uns über Rückmeldungen.

Bibl. Information

Seyerlein, Andreas L

Callas Box 2.0. Digitale Erzählung

Verlag : edition taberna kritika

ISBN : 978-3-905846-05-8

Preisinfo : kostenlos Eur[D]

Erschienen : 2., veränd. Aufl. 27.01.2009

Aus der Reihe : Online-Publikationen

verwandte Themen : Hypertext / Experimentelle Erzählung / Digitale Literatur / Reisetagebuch / Schiffskatastrophe

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September 2012. Joe Ellis, Reisejournalist des International Metamorphosis Observer, berichtet von der Havarie des Forschungsschiffes MS Seatown. Er ist einziger Überlebender der Katastrophe, die sich 450 Seemeilen vor der britischen Küste ereignete. Seine Erzählungen umfassen einen Zeitraum von drei Tagen und drei Nächten. Er notiert von einer Seenotrettungsinsel aus, während er gegen den Wind und gegen die Strömung von weißen Walen nach Norden ins Eismeer gezogen wird. (Klappentext)

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Rezession! (notula nova 22, supplement II)

Ein Alpenpanoramarelief auf dem Gurten. „Diese Anlage wird dem Schutze des Publikums anempfohlen“. (Ja, Kerben Kleinstein mit einer etwas peinlichen Textdidaktik, so zwischen Lesebuch, 9. Klasse und der Ortskernschilderung eines Wikipediaartikels).

Dabei: Jeder Text fordert auch eine gewisse Toleranz. Muss man stets prüfen, ob er nicht auch gegen mögliche Intoleranz von Lesermehrheiten in Schutz genommen werden muss. Ein Text bleibt unter Umständen einiges länger als die Lesermehrheiten. (So viel zur Marktbeschielung des Lektorats).

Anhand des Fehlerkorrektors eines Wortprozessors, anhand roter Unterstreichungen inhaltliche Cluster wahrnehmen. Themen. Namen. Fremdheit. Selektiver Blick. Lesen. Andersheit. Dichte. (Heftig, harte Bewusstseinsprozesse. Sich verirrend.)

Dann: steht da ein Gedanke im Raum. Und gleich daneben: sein Hintergedanke. Eine Art Revanchefoul.

Du liegst vor mir schlank

tintenhafte Kleckserei

oder nur Gedank

Und der zu schreibende Ratgeber: „Anstand bewahren in der Rezession“.

Dabei stelle ich mir ernsthaft die Frage, ob mich Lyrik überhaupt noch interessieren kann. Oder erzählerische Texte. Nach wie vor aber das Interesse für Sprache auf der Suche nach ihrer Form. (Ich stelle mich noch nicht selbst in Frage).

Aretius

Artopoeus

Fellenberg

Hospinian

Zesa

(Und zu deren Konservierungsstufen)

Überhaupt: ist das Weblog eine Software, die helfen kann, weiterzuschreiben. Ein Ansporn zur Kontinuität. Die Wahngesinnten.

Nonexit-Exit-Strategie (supplement II)

(Barthes, Neutrum, 127)