BuchBasel (12.11.2016 / 20:00): Die SWIPS-Soirée im café frühling

Buchbasel: Samstag, 12. Nov, 20:00 Uhr

café frühling
Ein Potpourri von Popgedichten und Geschichten in Mundart und Hochdeutsch. Mit Guy Krneta («Filetschtück», Der gesunde Menschenversand, 2016), Hartmut Abendschein («Flarf Disco», edition taberna kritika, 2015) und Sebastian Steffen («Der Astronaut unter dem Milchglasdach», die brotsuppe, 2016).

Eintritt frei, mehr …

(und ein neues foto gibts auch mal wieder … (c) sabine jansen.)

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„Text und Abstraktion“ – „Zürich liest“ in Winterthur am 29. Oktober um 17 Uhr

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Samstag, 29. Oktober 2016, 17 Uhr

„Text und Abstraktion“
Villa Sträuli, Museumstrasse 60, 8400b Winterthur

Lesungen von Katarina Holländer, Elisabeth Wandeler-Deck, Hartmut Abendschein; Gespräch mit Florian Neuner, Herausgeber von IDIOME, Hefte für neue Prosa.

Gespräch und Lesungen, die ins Innere der Sprache führen: Jedes Wort ist immer auch eine Abstraktion, bevor beim Lesen Sinn als Evokation entsteht. Der Abstraktionsprozess gehört zum Wesen der Sprache als Laut und als Zeichen, und die vorgestellten AutorInnen arbeiten bewusst mit diesen Ebenen.
In ihren Lesungen werden verschiedene Abstraktionsweisen vorgestellt, und im Gespräch des Herausgebers Florian Neuner mit den «Idiome»-AutorInnen Elisabeth Wandeler-Deck, Katarina Holländer und Hartmut Abendschein werden der Bezug vom Wörtlichen zum Bildlichen und der Ort der Abstraktion näher betrachtet. Mit sprachspielerischen Texten wird eine sinnliche und dabei sinnhafte Einführung in die Entstehung von Text und Bedeutung und in die Komplexität literarischer Sprache vermittelt.
«Idiome», Hefte für neue Prosa, präsentieren seit 2007 AutorInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die den Begriff gängiger Prosa ausweiten.

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Linz, 28./29. September 2016: „Prosa als Sprachkunst“

MAERZ Literatur: Prosa als Sprachkunst – Eine Behauptung

Zwei Abende mit Autorinnen und Autoren der Zeitschrift „IDIOME. Hefte für Neue Prosa“. Mittwoch, 28. September 2016, ab 18:30 Uhr und Donnerstag, 29. September 2016, ab 17:00 Uhr. Mit Hartmut Abendschein, Hartmut Geerken, Jürgen Link, Lisa Spalt und Liesl Ujvary.

Mittwoch, 28. September 2016
18:30 Uhr: Sprachkunst & digitale Medien. Ein Gespräch mit Hartmut Abendschein, Jürgen Link und Liesl Ujvary. Moderation: Sabine Kienzer.
20:00 Uhr: Lesungen. Hartmut Abendschein (Bern), Lisa Spalt (Linz) und Liesl Ujvary (Wien). Moderation: Florian Neuner.

Donnerstag, 29. September 2016
17:00 Uhr: orgie mit mir selber. „eine radioautobiografie nach aufsteigender linie“ von Hartmut Geerken (Deutschlandfunk 2015).
18:30: Sprachkunst & Politik. Ein Gespräch mit Hartmut Geerken, Jürgen Link, Florian Neuner und Lisa Spalt. Moderation: N. N.
20:00 Uhr: Lesungen. Hartmut Geerken (Herrsching) und Jürgen Link (Hattingen). Moderation: Florian Neuner.

Ein MAERZ-Projekt von Florian Neuner. Diese Ausgabe ist die erste Veranstaltung der neuen Reihe „maerz_sprachkunst“ und folgt auf die ehemalige Veranstaltungsreihe „linzer notate“. Q

Abendschein, Hartmut: Mein Jahr in Besorgungen. Einkaufszettel, Wörterlisten (Digitalisat)

„Mein Jahr in Besorgungen” erzählt eine Zeitspanne des Verfassers in der Form von Einkaufsvorhaben. Ein digitalisiertes Konvolut von Einkaufszetteln (Zeitraum Juli 2015 bis Mai 2016), also motivisch ausgeprägten Wörterlisten, gibt Auskunft über Vorlieben und Vorhaben, stilistischen und konsumatorischen Angewohnheiten etc.

 
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Dann lieber Einkaufszettel lesen: Wenn man das neue „Jahrbuch der Lyrik“ als Kursbuch der Literatur versteht, kann einem angst und bange werden, wohin die Reise geht.
Heike Kunert: Klingt wie ein unermüdlicher Eispickel. In: Die Zeit. 16.7.2015

Aber nehmen wir an, dass man es mit einem Autor zu tun hat: ist dann alles, was er geschrieben hat, alles, was er hinterlassen hat, Teil seines Werks? Ein zugleich theoretisches und praktisches Problem. Wenn man zum Beispiel daran geht, die Werke Nietzsches zu veröffentlichen, wo soll man Halt machen? Man soll alles veröffentlichen, gewiss, was aber heißt dieses „alles“? Alles, was Nietzsche selbst veröffentlicht hat, einverstanden. Die Entwürfe seiner Werke? Zweifellos. Die geplanten Aphorismen? Ja. Ebenso die Streichungen, die Randbemerkungen in den Notizbüchern? Ja. Aber wenn man in einem Notizbuch voller Aphorismen einen bibliographischen Nachweis, einen Hinweis auf eine Verabredung, eine Adresse oder einen Wäschereizettel findet: Werk oder nicht Werk? Aber warum nicht? Und so weiter ad infinitum.
Michel Foucault: Was ist ein Autor? In: Schriften zur Literatur, S. 240, Suhrkamp, 2003

Die Aufführung des Einkaufszettels im Laden. Diese Interpretation des Einkaufszettels. Die Archivierung der Performance durch Kartenzahlung.
Dirk Schröder, @dirk2schroeder, Twitter, 13. Aug. 2016, 17:20

DOI: 10.17436/etk.c.035
Download, PDF (Digitalisat, 21 MB, 100 S.)

Mein Jahr in Besorgungen. Einkaufszettel, Wörterlisten
© edition taberna kritika, 2016 (dieses Digitalisat)
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edition taberna kritika, www.etkbooks.com
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