We are open: edition taberna kritika

die edition taberna kritika ist im umfeld der weblog- und netzliteratur entstanden. während jedoch die „digitale bohème“ sich langsam in angesagten clubs warmtanzt, bringen wir unsere kinder ins bett, schalten die nachttischlampe ein und blättern in einem buch. diesem umstand und dem glauben daran, dass manche texte zu einer finalen und somit gedruckten version tendieren, trägt die etk rechnung.

auf den seiten der etk erhalten sie die jüngst erschienenen titel „urban studies“ und „Enzyklopädie der ungeraden Dinge (EuD)“ sowie hinweise zu anderen publikationen und geplanten produktionen, die auch unter diesem label vertrieben werden.

einige der titel sind über den buchhandel erhältlich. es werden allerdings auch immer wieder bücher in kleinauflagen angeboten, die nur exklusiv über den verlag bzw. die druckerei erhältlich sind.

details zu den titeln sowie deren bestell- und lieferbarkeit entnehmen sie bitte der editionsseite …

bitte beachten sie weiter: das lieferbare programm der etk wird auch am 1. september an der werkschau #3 präsentiert werden.

Putten, Träume, Pornologe

Ein paar Bilder sind mir dann doch geblieben, bevor die Kamera versagte. Christinas Grüner Salon (Köln, 26.05.) war in dieser Hinsicht wieder einzigartig, weil kaum dokumentiert, wie die Echtzeitinstallation “tent”, der Aufbau eines Campingpavillons zum Grill- und Bildschirmschutz, aus nur der Hälfte der Bauelemente. Oder eine improvisierte Geigenbegleitung eines arte-Tanzfilms (1). Oder ein Trio mit Neuer Musik (Sax, Violine, Piano). Und schon gar nicht und leider nicht der Videoclip zu Holger Faths “Glaubst Du an die Liebe?”, bei dem Ton- und Bildgebende ihre exakt gleichlangen Werke übereinander legten, in Unkenntnis des jeweils anderen Materials. Mit erstaunlichen Effekten. Hängengeblieben ist wenigstens und glücklicherweise ein ins Efeu gewachsenes Ölbild von Sabine Jansen („Putte mit Dornenkeule”, 2) und ein paar Füsse ohne und mit Schuhe von C.C. Messner (3, 4), die sich an eine musikalische Umsetzung der Träume meiner Frau (hier eine Anspielung auf Traum Nr. 001 , “Die Tunnel“) machte.

Swantje Lichtenstein (5) las aus einem noch unveröffentlichten Lyrikzyklus zum Thema Pornographie. Weitere Informationen und Material bei Erhalt und Gelegenheit …

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The Crying of Lot 45

Bildquelle: Markus Hediger, Link: Lot 45

Eine kleine Anekdote bleibt noch zu erzählen. Erst am Samstag erfuhr ich von Rittiner & Gomez, dass das (damals leider schon verkaufte) Bildchen (s.o. Bild 45: untere Reihe, 4.v.r.), das auch als letztes Bildchen einer Serie in der aktuellen Spatiennummer (3) abgebildet wurde, nicht ein Bild, sondern fünf Bilder waren. Die Inselmaler hatten mit Bild 1 begonnen und dieses wieder und wieder und am Ende vier Mal übermalt und uns eine Serie von 5 Zuständen geschickt, die es damit aber nicht in jeweilig einfacher Ausgabe, sondern eben nur ein einziges Mal, aber übereinandergeschichtet gab.

Hätte ich doch vorher davon erfahren. Man hätte darüber tolle Dinge schreiben können. Zumal im Zusammenhang mit dem Heftthema „An den Tod“. Über das Leben als Übermalung. Den Tod als letzten Maler. Palimpseststrukturen. Diese Technik als allegorisches Verfahren. Seis drum. Hier ists nun erwähnt …