Bibliotheca Caelestis & Die Ichschrift (Kleine Zwischenbilanz)

Nachdem nun die einzelnen Elemente der Bibliotheca Caelestis in diesem Weblog entwickelt wurden und besichtigt werden konnten, ist dieses Projekt, der 2. Teil der Trilogie Recherchen I-III (nach Teil I: Dranmor) in eine erste Phase der Überarbeitung getreten.

Drei Stränge („Anna“, „Die Briefe“, „Wie sie vielleicht wissen“) habe ich aus der taberna kritika entfernt. Sie werden in überarbeiteter Form in der Vollversion und in neuer Umgebung auf einer eigenen Seite auftauchen. Mehr dazu wird allerdings noch nicht verraten.

Die Texte werden erst von mir und dann einem Lektor gelesen und korrigiert werden. Danach möchte ich eine Demoversion des Projekts vorstellen. Ich hoffe, es ist bis dahin zu einer präsentablen Form fortgeschritten.

Natürlich werde ich mich in den kommenden Monaten nicht nur um jene Korrekturen kümmern. Nur Text zu bearbeiten, ist mir erfahrungsgemäss etwas zu eintönig. Gleichzeitig beginne ich also den letzten Teil der Trilogie mit dem Titel Die Ichschrift.

Es wird ein weiteres, ja, noch weiter getriebenes formales und inhaltliches Experiment werden, das sich – wie schon die anderen Teile – um denselben Kern (mit einem allerdings variierten, archivpoetischen Ansatz) drehen wird: Die Reflexion des Selbst und seiner (Hand-)Schrift, die Ästhetik des (hand-)geschriebenen Textes mit teilweise biographischen Versatzstücken, werden hier Zentrum der Skriptur werden.

Folgend werden also zwei Vorsatzblätter bereitgestellt, danach eine Serie aus Handschriftenmontagen und zugehörigen „Schrifterkennungen“ (OCR) eingestellt werden. Ich experimentiere noch etwas mit der Form, hoffe aber, dass – nach einigen Passagen – die Stossrichtung der Arbeit langsam sichtbar wird. Dazu bald mehr …

Sitting On The Shoulders Of Giants

Hallo! Ich bin ein Text über Musik. Doch zunächst einer über einen alten, blauen Wellensittich namens Bonnie. Bonnie ist seit Neuestem ein Pflegefall und kann nicht mehr fliegen. Darum sitzt er auch auf den Schultern von Graf Tati. Sitzt er nicht dort oder in seinem Käfig, sitzt er vielleicht auf dem grossen Holztisch in der Küche oder wankt darauf, die Zielgeraden entlang. Pickt Körner und Krumen vom Frühstücksbrett. Die Kanten müssen Banden haben, sonst fällt er hinunter und bricht sich etwas. Bonnie hatte auch jüngst einen Schlaganfall. Und das Gleichgewicht, das Gleichgewicht, das Gleichgewicht. Zitternd. Aber noch geht es ihm soweit so erträglich. Wenn das nur mit dem Berlinumzug gut klappt. Graf Tati hat gerade ein neues Album veröffentlicht. Das ist dieser Situation sehr unähnlich, weil weiterhin im Panamaformat. Mir gefällt es trotzdem, obwohl ich mit noch mehr Bossa Nova gerechnet hatte. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, denn dieses Bild spricht für sich. Hallo! Ich war ein Text über Musik. Und wenn Du das nicht glaubst, dann hör doch mal rein.

Graf Tati: Lind. Erscheint heute, 25. Januar 2008 (Apricot Records / RTD). Songs: Der Tag beginnt / Zurück zu mir / Mediapark / Sommerregen / Teenage Walhalla / Bilbao / Trübseligkeit / Glücklich mit der Bachmann / Glaubst Du an die Liebe / Neopren.

P.S.: Lied Nummer 8 hat nichts mit einem gleichnamigen Lesewettbewerb zu tun. Könnte es aber. Mehr …

Ä chli revolutionär

Zeitzeugenberichte zu und Werkausgabe von Carl Albert Loosli

Rez. (hab) zu:

Auf den Spuren von Carl Albert Loosli: Zeitzeugen berichten. Moderation: Werner Wüthrich et al. Bern: Carl Albert Loosli Gesellschaft, 2006. 1 DVD. Sowie Loosli, Carl Albert: Werke. Hrsg.: Fredi Lerch und Erwin Marti. Zürich: Rotpunktverlag, 2006-2009. 7 Bd. In: Berner Zeitschrift für Geschichte und Heimatkunde. 69. Jahrgang 2007. Heft 3