Leserpost

Ein Leserinnenbrief, hierzu

Lieber Hartmut Abendschein

Mein Preisgewinnbüchlein ist wohlbehalten bei mir angekommen und seit einigen Tagen immer in meiner Begleitung (Tasche, Hände, oder auf dem Schreibtisch). Vielen vielen herzlichen Dank!

Zuerst möchte ich Ihnen einfach sagen, dass das Büchlein, das ja eigentlich ein Riesenbuch ist, in seiner Mehrdimensionalität, wenn ich an seinen Inhalt und an die Bilder der einzelnen Traumtexte denke, wunderschön ist, in seiner Schlichtheit und Einfachheit, dem Material, und dem Layout. Ich habe selten so ein wunderschönes Buch in der Hand gehabt!, das aus einem Guss zu kommen scheint und mir dadurch schon viel Freude bereitet.

Nun bin ich am Lesen der Traumtexte und kann in den spielerischen WortBildSprachfluss wunderbar eintauchen. Auch die Kurven und die Passierung durch die Bildübergänge in immerneue Ein- und Ausblicke der einen Themensequenz kommen mir sehr entgegen, auch die, aus verschiedenen Richtungen kommenden Winde, die immerneue Bildern herantragen, ist mir von der Malerei und der Entstehung einer, immer wieder neu sich konzentrierenden Konzentration vertraut.

Ja, ich wage Ihnen zu sagen, dass es mir sehr vertraut ist, so Sprachbilder zu lesen und das sie mir in ihrer bildlosen Bildhaftigkeit als einen reichen Klang auch nach dem Schliessen des Buches begleiten. So das wäre mein erster Eindruck 🙂 Wenn ich alle Seiten gelesen habe, werde ich Ihnen wieder berichten.

Mit herzlichen Grüssen

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FINAL SPEZIAL: Lyrik und Linsensupp … mit GEWINNSPIEL

Aus der Reihe „Fans dichten für Fans“.

Nur äusserst humorlose Menschen möchten in dieser Präsentation kein subversives Unternehmen, sondern ein gedankenloses Spiel mit gefährlichen, nationalen Identitäten und Schreikulturen sehen. Analysieren Sie trotzdem mit mir die geschickte Instrumentalisierung des Schweizer Fernsehens zur Verbreitung meiner gemeingefährlichen Dichtung.

Der Sendetermin ist heute, Sonntag, 29.06.2008, SF1 (zwischen 12h30&13h15). (Nicht unbedingt Bachmannwettbewerb, weil konkurrenzlos. Dafür aber Prime Time in der ersten Reihe). Hier gibts vorab ein kleines Videofilmchen (Q).

Der dort spontan erzeugte Haiku stammt übrigens aus dem Zyklus Über Gemüse.

Gewinnspiel

In dem Filmchen findet ein Product Placement eines Erfolgstitels der edition taberna kritika statt. Die ersten 3 EinsenderInnen des richtigen Titels (per E-Mail, s. Impressum) gewinnen und erhalten frei Haus das Buch „Die Träume meiner Frau. Hybride Stoffe“.

Sowieso ist der Rechtsweg ausgeschlossen.

“4:2” – Fussball und Sprachkritik (Neuerscheinung)

Soeben erschienen: “4:2. Einwürfe und Fussnoten” von Fritz Michel.

Vor der nächsten Fussballgrossveranstaltung ein Blick zurück:

Istanbul am 16.11.2005. Die Schweizer Fussballnationalmannschaft verliert ein Qualifikationsspiel zur Fussballweltmeisterschaft in Deutschland 2006 gegen die Türkei. Und geht doch als Siegerin vom Platz.

Nicht nur wegen des dramatischen Spielverlaufs hat sich das Spiel ins kollektive Gedächtnis eingeschrieben. Fritz Michel transkribiert die Fernsehdirektübertragung des Schweizer Fernsehens SF und zeigt die Grenzen und Tücken ihrer Verstehbarkeit.

Link (Leseprobe)

Informationen:

Autor: Michel, Fritz

Titel: 4:2. Einwürfe und Fussnoten

Verlag: edition taberna kritika

ISBN: 978-3-905846-01-0

Einband: Paperback

Preisinfo: 13,00 Eur[D] / 22,00 CHF

Seiten/Umfang: 102 S. – 22,9 x 15,2 cm

Erschienen : 1. Aufl. 12.05.2008

Bestellbar im Buchhandel, beim Verlag oder bei Amazon …

Eine erste Rezension: “Sehr belesen und sehr klug”. In “Zum runden Leder” (Der Bund, Fussballblog)

Bibliotheca Caelestis, TiddlyWikiRoman, Demoversion

Wie angekündigt mache ich nun eine Demoversion der Bibliotheca Caelestis in neuer Umgebung zugänglich. Konzipiert waren der Text (den ich vorsichtig „Roman“ nenne), die Vielzahl der Elemente und ihre Verknüpfungen massgeblich auf eine Präsentationsform hin: ein Wiki. Genauer gesagt: die TiddlyWiki-Software, die jüngst ein gewisses Reifestadium erreichte und für das Projekt günstig schien. Bislang wurden – zumindest im angelsächsischen Sprachraum – einige wenige literarische Experimente hiermit unternommen (Google-Stw.: tiddlywikifiction), im dtspr. Raum (vgl. aber bspw. pommerlands tunnel) sind mir dagegen in diesem Umfang und Ansatz, nämlich auch als Simulation eines OPAC, keine bekannt. Diese Version beschränkt sich zunächst auf die Abbildung der (auch weiterhin noch zu bearbeitenden) „Struktur“ des Gesamttextes. Mit den wesentlichen Inhalten, vor allem der dort noch nicht sichtbaren Hauptstränge (Anna, Die Briefe, Wie sie vielleicht wissen) beschäftigt sich derzeit ein Lektor (Typoscriptumfang des Manuals: ca. 200-230 Normseiten), und ich rechne mit Mai/Juni, bis ich eine erste „Vollversion“ im kleinen Kreis vorstellen kann. Natürlich freue ich mich jetzt schon auf Bemerkungen, Rückmeldungen oder Hinweise zu technischen Unzulänglichkeiten dieser Unternehmung …

Bibliotheca Caelestis & Die Ichschrift (Kleine Zwischenbilanz)

Nachdem nun die einzelnen Elemente der Bibliotheca Caelestis in diesem Weblog entwickelt wurden und besichtigt werden konnten, ist dieses Projekt, der 2. Teil der Trilogie Recherchen I-III (nach Teil I: Dranmor) in eine erste Phase der Überarbeitung getreten.

Drei Stränge („Anna“, „Die Briefe“, „Wie sie vielleicht wissen“) habe ich aus der taberna kritika entfernt. Sie werden in überarbeiteter Form in der Vollversion und in neuer Umgebung auf einer eigenen Seite auftauchen. Mehr dazu wird allerdings noch nicht verraten.

Die Texte werden erst von mir und dann einem Lektor gelesen und korrigiert werden. Danach möchte ich eine Demoversion des Projekts vorstellen. Ich hoffe, es ist bis dahin zu einer präsentablen Form fortgeschritten.

Natürlich werde ich mich in den kommenden Monaten nicht nur um jene Korrekturen kümmern. Nur Text zu bearbeiten, ist mir erfahrungsgemäss etwas zu eintönig. Gleichzeitig beginne ich also den letzten Teil der Trilogie mit dem Titel Die Ichschrift.

Es wird ein weiteres, ja, noch weiter getriebenes formales und inhaltliches Experiment werden, das sich – wie schon die anderen Teile – um denselben Kern (mit einem allerdings variierten, archivpoetischen Ansatz) drehen wird: Die Reflexion des Selbst und seiner (Hand-)Schrift, die Ästhetik des (hand-)geschriebenen Textes mit teilweise biographischen Versatzstücken, werden hier Zentrum der Skriptur werden.

Folgend werden also zwei Vorsatzblätter bereitgestellt, danach eine Serie aus Handschriftenmontagen und zugehörigen „Schrifterkennungen“ (OCR) eingestellt werden. Ich experimentiere noch etwas mit der Form, hoffe aber, dass – nach einigen Passagen – die Stossrichtung der Arbeit langsam sichtbar wird. Dazu bald mehr …