Einladung zur Buch09 in Basel



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SWIPS-VERLAGE AN DER BUCH.09 IN BASEL

Gleich 19 der ausstellenden Verlage an der Buch.09 in Basel sind SWIPS-Verlage. SWIPS – die Plattform kleinerer und grösserer, jüngerer und alteingesessener unabhängiger Verlage aus der Schweiz, steht seit zwei Jahren für die wunderbar schillernden Welten der Schweizer Verlagslandschaft. Wir laden Sie herzlich ein, uns während der Buch.09 vom 13. bis 15. November in der e-Halle zu besuchen und am Freitagabend mit uns auf die Zukunft anzustossen. Verlegerinnen und Verleger sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verlage freuen sich auf Sie. Gleichzeitig wird die 000-Nummer von SWIPS-A3 – das Magazin unabhängiger Schweizer Verlage verteilt.

Vom 13. bis 15. November finden Sie uns und unsere Bücher an der Buch.09 in Basel, in der e-Halle auf dem nt-Areal. Veranstaltung und Einladung: SWIPS-Apéro am Freitag, 13. November 2009, 17 bis 19 Uhr

Die SWIPS-Verlage an der Buch.09: bilgerverlag • Christoph Merian Verlag • edition clandestin • Das Fünfte Tier • Der gesunde Menschenversand • Dörlemann Verlag • edition 8 • Edition Howeg • Lenos Verlag • Limmat Verlag • orte Verlag • edition pudelundpinscher • Rotpunktverlag • Verlag Scheidegger & Spiess • edition taberna kritika • Unionsverlag • verlag die brotsuppe • Waldgut Verlag & Atelier Bodoni • Verlag Martin Wallimann

Mehr: Buch09, SWIPS

Die Eule, der Mops (ist023)

I Zit. Aus Daniels u.a., The world’s writing systems: Abb. eines Labanotationssystems // Nicht nur, dass ich die mit Abstand hässlichsten [Schuhe] anhatte, zudem unbrauchbar, denn sie hatten ein Gummigemisch als Sohle – Gift für den Tanzboden. Ich kam [kann] aber auch zu spät und alle potentiellen Partnerinnen (wie von mir […]) waren vergeben. (Erst später erfuhr ich, dass eine Rechtzeitigkeit an diesem Tag auch nichts gebracht hätte, oder nur wenig.) Die Jungen von der Nachbarklasse hatten [mit] den unterstufigen Mädchen schon vor Wochen angebandelt und die Sache klar gemacht. Die Jungen meiner Klasse bekamen also nur den Ausschuss. II Und ich: bekam den Ausschuss des Ausschusses. Das waren: der Mops und die Eule. So hat es sich wechselnd über ein halbes Jahr hingezogen. Den Abschlussball bestritt ich mit der Eule (obwohl der Mops sicherlich besser tanzen konnte). Den Mops bekam ein damals guter Kumpel. Meine Eltern waren an diesem Abend nicht zugegen. Ich machte mit der Eule meinen Pflicht- und Ehrentanz. Mein Kumpel den seinen mit dem Mops. Danach betranken wir uns. Der Kumpel und ich. Irgendwann hat sich zu uns auch noch der Geschichtslehrer gesellt. // Die Verbindung mit dem Tanz ist diese Sprache des Erinnerns. Es ist keine Sprache der Bewegung. Eine des Vertrauens. Ein Abwesenheitstanz. Ein [Bühnen-]geistertanz. Keine Zeichenfolge mit Haken und Winkeln. Nichts Räumliches. Eine Kette aus Nullen. Keine Einsen. Löschwerte im Logfile. Kaum zu retuschieren. (Musik: “smoke on the water“) III fatal als tolle-Gift, ach nichts gebucht. Die Fugen von oh. Die Suche, oh Ausschuss. Den Abschluss mit der Eile, ein damals guter Bengel. Die Kubik, mit dem Tanz ist diese Spende des Erinnerns. Ein Bier. Eine kette, kein Eisen.

[Achtung Rollenprosa]

@etkbooks twitterweek (20091107)

http://ben.antville.org/ #lbn / (kelter? nie gehört. dagegen ist konstanz aber auch eher fürs lesen bekannt.) / Jochen Kelter über die baden-württembergischen Literaturtage in Konstanz http://bit.ly/tUPPJ #lbn / heut gibts mal wieder linsensuppe “heiner müller” (invariant) http://bit.ly/2F6Hj9 / new blog post: 2007-11-21 nach Wien schreibe ich http://bit.ly/2RpxHU / RT @mauszfabrick: radisch über #loslabern: “pop wird seriös” (brr): http://is.gd/4NQUA #lbn / gender my plug-in http://bit.ly/3ckqRd / new blog post: Die Bambushex feiert ein Fest (notula nova 59) http://bit.ly/1cUDTt / keine chance “rolf-dieter brinkmann” und “rolf dieter brinkmann” bei google auseinanderzuklamüsern. ich geh jetzt ins bett. / RT @bov: antville.org, nichtkommerziell und werbefrei, vergibt wieder blogs: http://tr.im/E09N #lbn / new blog post: Loslabern (fast) http://bit.ly/2BAwjz / new blog post: Logos (ist022) http://bit.ly/1tqv8t / http://www.stoerbuchhandlung.ch/ #lbn / Olten: @etkbooks twitterweek (20091031) (taberna kritika – kleine formen): … Germanisten” (als hardcover für 60 euro.. http://bit.ly/2Z4JCP / mauszfabrick: @etkbooks danke / @mauszfabrick btw: gratulation zum goldhuhn! habs eben erst in volltext entdeckt … / KeinVerlag: Wer Lesenswertes zur und Literatur sucht, dem seien die Tweets von @Litblogs_net @etkbooks zum #ff empfohlen, @inadaequat und @Fiktionaere /

2007-11-21 nach Wien schreibe ich

in wind gesetzt ins hin das nahen

nackten sinns zur insel sagt der augenöffner

wir hier nennen übersetzen

den schönen verrat

wie schön

für A. I.

nach Wien schreibe ich Nun wohne ich schon 3 Wochen in der Stadt, in der Du aufgewachsen bist. Von Tag zu Tag lerne ich ein wenig mehr von ihr kennen. Ich habe eine kleine Wohnung an der Champollion-Strasse, bin also mitten drin und kann an viele Orte zu Fuss. Und ich arbeite ziemlich viel, lerne auch Kollegen kennen und habe F. N. wieder gesehen. Ich bleibe bis zum 2. Januar, werde auch Ausflüge ins weitere Land machen. Gedehnt ist Ägypten ist eine Länge eine Breite – eine Dauer auch, wie riesig das Land in der Zeit liegt. Habe mich schon eingewohnt bin über winzige Kanäle gehüpft habe die Insel gequert es gab Tee und eine Rückfahrt Stehen im Stau. Wie geht es Dir?

index

Die Bambushex feiert ein Fest (notula nova 59)

Zur Veranschaulichung: Ein Buch ist das Frühstück. Ein Werk ist der ganze Tag und die halbe Nacht. (Und die Geschichte meiner Zähne: Beim Zahnarzt. Das Gummizelt in meinem Mund. Plastikbrillen für alle Beteiligten. Im Radio: The Smiths. Spandau Ballet.)

Nicht: das Basteln an fiktionalen Narrativen (=Schreiner), sondern: die Abbildung von ästhetischem Bewusststein (Maler). (Eine Übersetzung eines anderen Bildes, erfreulicherweise bei Nietzsche gefunden: And if you gaze for long into an abyss, the abyss gazes also into you.)

Und: der Hypochonder als Beamter des körperlichen Schmerzes (Kluge / Vogl, Soll & Haben, 32). (Und: Sie hat einen etwas irritierenden Ziegenbart.)

Tonight is the night. Die Nacht des Tags des Festes. Ein Ereignis, worauf 1 Jahr lang hin gewirkt wurde. Die Gartenparty. Die Plastikstühle nun mit hellem Leinenüberzug. Die 8 Personen. Der wahrscheinliche 3-Gänger. Die 8 geladenen Gäste. Sie: in schwarzer, ärmelloser Robe. Der Hausfreund. Der gekühlte Weisswein. Die Gespräche mit abgespreizten kleinen Fingern. Es dunkelt schon ein wenig. Man knipst die bunten Lampions an. Verkneift sich Kritik an einem winselnden Baby. (Der Chor auf der Empore, man geht grosszügig darüber hinweg.) Man hat sich etwas zu erzählen. Man murmelt.

Der Hausfreund in grünem T-Shirt. Der Sonnenschirm in orange. Klappt zusammen. Ein Kind schläft ein. Was gibt’s denn als Hauptspeise? Etwas Beklatschtes. Etwas animiert zu lachen. (Der Nachbar B. von 2 Etagen über uns klingelt. Es seien noch Sperrsitze frei, falls man auf Augenhöhe beobachten wolle … mal sehen.) Die Vöglein zwitschern im Walde. Warte nur balde. (Die Söhnchen sind nun auch im Bett. 1 schläft, 1 dämmert. Mal sehen.) Sonst scheinen die Ränge fast leer. Da ein Gesicht hinter Geranien. Dort ein Fuss aus einer Hängematte, baumelnd, hinter einem Geländer. A ist das Andere. B sind wir selbst. Man lobt die Terrasse. Man lobt die Gastgeberin und meint sich selbst. Ein laues Lüftchen weht uns herüber. Das Feigenbäumchen in der Ecke des Balkons. Das Bier fast leer. Gute Nacht.

Peter von Matt über den “sicher gestandene(n) Abgang” (NZZ, 22.8.): “Der Stil eines ganzen verdichtet sich im stilistisch perfekten Abgang … Was uns als die letzte Sekunde der schaffenden Arbeit begegnet, wirkt zurück auf alles Vorhergegangene.” (Ein christlicher Mythos. Und genau hier liegt das Problem und die Schwierigkeit. Ein Denken in Kategorien ästhetischer Vollendung versperrt den Weg der Rezeption bspw. eines literarischen Weblogs (wenn man doch endlich einen anderen, neutraleren Begriff besässe! (Etwas Offenes, etwas Sendendempfangendes u. dgl.)). Dieses (sein Prozess, sein Fortschreiten und –schreiben, seine Tiefenstruktur) als Werk denken zu können (auch: jenseits einer chronologischen Richtung, vgl.: ANH, kybernet. Realismus) und es damit überhaupt bedenken und fassen zu wollen: solch einer Ideologie ästhetischer Vollendung muss die Endlichkeit vorgeführt werden. Der historisch-kritische Ansatz wäre ein Teil der Arbeit. Ein anderer der diskursanalytische. Aber auch: die Befreiung des Werks aus seinem papiernen Gefängnis … )

Hier noch zu montieren: Zitate zur Illusion von Werk-Sinn-Einheiten. Texte gegen ästhetische Maximalisierungsphantasien. Altväterliche Orthodoxien u. dgl.