Als Nachtrag hierzu und natürlich auch Material, stelle ich hier auch das erwähnte Dranmorautograph ein. Die Abbildung folgt in der Form der Annäherung, wie sie als Figur auch im Roman nachvollzogen wird …
irgendwann ist genug
denn man hat sie
ja alle gesehen
sagst du irgendwann
irgendwann sage ich
mir ists heut so urban und
ich weiss noch etwas was
du auch nicht weisst
irgendwann sage ich will
man dir von den jahren
als tiger berichten doch bis
dahin sind alle gefressen
Eine richtige (eine ernsthafte, abgrundtiefe, steinharte, undurchdringbare, massive, geltungssüchtige) Poetik, eine Schrift über das Schreiben (das Warum und Worüber), mit System und Wahrheitsanspruch (das Wie, mit Letztbegründungsanspruch etwa, mit Dach, weiter: eine Poetologie), nein, das kann und will es nicht werden. (In einem Artikel über Bazon Brock hat man Hersteller des Letzteren einmal als Igel bezeichnet, des Ersteren als Füchse). Weder Füchsisches noch anderes, also, denn eine Abgeschlossenheit (eine Abgeschiedenheit und Verschlossenheit) verdient dieses Thema nicht. Es wird vielleicht eher ein Text aus lauter Nebenbemerkungen. (Warum hier viele Klammern stehen, wird auch noch besprochen werden, auch: die Anführungszeichen; die ganze Palette der Satzzeichen).
liebe freundinnen und freunde des würfels: ich muss sie enttäuschen. er wird als spezialform gewürdigt werden. erwähnt, aber nicht gefeiert. ein würfel ist in seiner form schwer zu begreifen. in ganz wörtlichem sinne. schlecht anzupacken und zu stapeln. es ist auch eine frage der balance. und es wird um das stapeln gehen. und um verschiedene materialien. karton, beispielsweise, das gut beschriftbare. das zerreiss- und knickbare. das brennbare. auch um das lagern und nummerieren. und das auspacken, auch häuten genannt …
Schritt um Schritt verweht
wie das Klopfen des Herzens
wie das Siegel zerspringt
und die kleine Flamme
groß wird, erwachsen
um zu tilgen, was bleibt.
Es bleibt.
(Elisabeth Borchers, Zeit. Zeit, S.21, 2006)
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Kleine Poetik der Schachtel oder Das Denken in acht Ecken steht auf dem ersten Zettel, der schon lange nicht mehr alleine liegt. Ob der so gross angelegte Titel hält, was er ankündigt, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar. Aber dreissig Blätter (Tendenz steigend) werden jetzt schon von einem porösen Gummiband zusammengehalten, gewellt und durchgedrückt. (Auf deren Rückseite jeweils alte Manuskriptstadien der Träume meiner Frau u.a., so geht das). Höchste Zeit also, sie hier langsam einzufügen und abzulegen – in dieser Abteilung oder auch Schachtel, wenn man so will.
sie schreiben wohl gerne über truhen, kartons, schachteln und andere gefässe der aufbewahrung, fragte man mich neulich. das ist richtig, habe ich geantwortet. umso folgerichtiger und notwendiger ist mir gerade das nachdenken und schreiben über das schreiben über schachteln … so bezeichne ich also auch die kommenden einheiten und nummeriere sie, bitte daraus aber noch keine ordnung abzuleiten. es sind zunächst einmal lose notizen, die in einem eigentlich viel zu grossen raum herumgeschleudert werden.