taberna kritika

@etkbooks twitterweek (20140906)

am freitag, 5.9. (19h30) spielt hybrido unreim (http://www.unreim.ch ) in basel im café… http://fplus.me/p/99zI/5253cdd9 pic.twitter.com/JTkLx8qlaI / ironie. schattenrissmaschine, pathographie. der fleck ist ein wahrheitstransmitter. / nbp: 102 http://bit.ly/1qZYVm0 / die üppigkeit dendritischer formen. / (zu langsam für den schneckenradar.) / nbp: Salzkristalle & Trüffelpilze (Auszüge, 08/2014) http://bit.ly/1uqwD7G / der partisan, der parmesan, die permakrise. / lob des lustigen linsen-knöpfli-eintopfs. / war das gerade peter maffay? / nbp: Lieferbar: Entropia, oder Hochzeit auf dem Lande. http://bit.ly/1niY0wk / nbp: 97 (allraunen showcase) http://bit.ly/1niY3rS / http://grammatau.blogspot.ch/2014/08/the-coming-of-entropia.html#comment-form … -> http://www.etkbooks.com/entropia/ http://fplus.me/p/95DP/5253cdd9 pic.twitter.com/0g9eZ781yZ / PLUS: Half Japanese ‘Overjoyed’ mini-documentary http://fplus.me/p/94ki/5253cdd9 / John Cage “Lecture On Nothing” 1959, (41:04),performed by Frances-Marie Uitti [MP3 link]: http://ubumexico.centro.org.mx/sound/cage_john/var/Cage-John_Lecture%20on%20nothing_Francis-Marie-UIitti.mp3 … pic.twitter.com/WYMzJ4kyMf /



(der partisan, der parmesan, die permakrise.)

102

eine sekunde der liebe

lady chatterleys

ist ein hollywood für immer

ist die liebe der stadt

und ein singender friedhof

mit sehr wichtigen personen

ein glückliches lied

will schweine

holland

zauberinnen

und ein hüh und ein hott

ein kunstlied

will eine kalte eiche

eine helle nacht

und viel beinarbeit in der luft

Salzkristalle & Trüffelpilze (Auszüge, 08/2014)

FEUERBACH UND DER SÜDEN – EINE REISE GEN ITALIEN (REPRISE UND FORT-SETZUNG)

Wenn wir sprechen, sind uns für das, was wir sagen können, verschiedenste Schranken gesetzt: Unter anderem von der Grammatik der verwendeten Sprache, von den äußeren Umständen des Sprechens, von der besprochenen Wirklichkeit, von der Logik. Poetisches Sprechen versucht, sich von einzelnen oder mehreren solcher Einschränkungen zu befreien; und zwar so, dass dabei gegenüber den gewöhnlichen Verständigungsweisen nicht nur eine Störung, sondern zugleich ein Gewinn herbeigeführt wird.

Das kann auch auf die philosophische Grundhaltung Feuerbachs übertragen werden: Die Tatsache, zur Gattung Mensch zu gehören, ist für Ludwig Feuerbach nicht ein das Individuum ausschließlich belastendes Erbe. Sie ist vielmehr Angebot und Herausforderung für den Einzelnen, die Schranken des Stammes zu durchbrechen, innerhalb des Menschseins freier zu werden in der singulären Abweichung vom Allgemeinen. Neben dem sprachlichen Kunstwerk sieht Feuerbach vor allem die sexuelle Sozialbeziehung als sehr direkte Möglichkeit, das Leben individuell zu gestalten: Einfach gesagt schon nur im Gegensatz zu dem, was früher wildes Fortpflanzen war.

Wenn Goethe nun auf seiner Italienreise auf dem Rücken seiner Geliebten die metrischen Rhythmen der gerade entstehenden Gedichte sich vorklopfte (»Oftmals hab‘ ich auch schon in ihren Armen gedichtet / Und des Hexameters Maß, leise, mit fingernder Hand, / Ihr auf den Rücken gezählt, sie atmet in lieblichem Schlummer / Und es durchglühet ihr Hauch mir bis ins tiefste die Brust.«), so vereinigt er genau diese beiden Elemente: In der Liebe die Freiheit der Lyrik (Abweichung) vom sonst vorgegeben Rhythmus des Sprechens und Lebens (Norm).

 

 

Nach der ersten Liebesnacht. Sie werden, sagt er, dieses Zimmer niemals mehr verlassen. Er hat über Nacht die Fenster und Türen zugemauert. Sie aber zieht den Vorhang weg und sieht die Straße draußen, die Menschen, die Autos. Das habe er getreu nachgemalt, ihm gefalle das wie eingefrorene Bild des Daseins draußen. Nein, sie solle das nicht weiter berühren, die Farbe brauche noch etwas Zeit, um ganz zu trocknen. Morgen dann sei es wunderbar. Sie geht und legt sich ins Bett.

Im Moment unseres Sterbens durchleiden wir innerhalb einer Millisekunde unser gerade vergangenes Leben 666 Mal von neuem: die Qual, der Schmerz! (Verriet mir ein kleiner Zwerg mit Schere in der Hand …)

She loves you bla bla bla.

 

 

Ich möcht‘ ins Grab

Mich legen an

Sie

Ich möcht‘ ins

Grab mich legen an

Sie

Alles nur

Nicht ich

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