taberna kritika

Zu dieser unendlichen, ominösen Neige bete ich.

Ich empfand eine mir fremde Nähe zu ihr, eine Verwandtschaft aus unvordenklicher Zeit – eine Art Verwandtschaft aus dem Meer. Mir war, als seien wir einst im selben Augenblick, am selben Strand als Nacktes, Verängstigtes angespült worden. Und auf lange, dünne, zittrige Beinchen gestellt.

Alte Liebe. – Immer wieder merkwürdig, wie wenig wir erinnern. Idioten sind wir, ohne Gedächtnis. Alles was bleibt, floh tiefer in uns.

Und sie legten Relationen,

unters Elektronenmikroskop.

Wenn die anderen nicht wären, säße ich länger beim Frühstück. Und sähe zu, wie die Farbe meines Morgenmantels verblaßt.

Mein Begehren, meine Verzweiflung: mich ständig zu verlieren – ohne mich je zu verlassen, ohne je verschwunden zu sein.

Zu dieser unendlichen, ominösen Neige bete ich.

p20

Soziale Netzwerke als Sekundärtext (notula nova 127)

BARTLEBY

ACADEMY

„Above the ground and below the sky, any place for me is good“ (Zeca Baleiro)

Und: „Das Konstrukt des Originals, es konnotiert das Gewesene, das Vorgängige aus dem es geschöpft wird.“ (Han, Shanzhai)

Polizisten kontrollieren einen dunkelhäutigen Mann im Park. (Wir stehen daneben mit konkret-abstraktem Systemschämen.)

Die Tram als Frau des Busses. (Die weicheren Konturen, wie der 6jährige feststellt.)

Abb.: Aus dem Malereihandbuch des Senfkorngartens (Han, Shanzhai, 72)

Vorsatz für Wilen: Mit semantischen Unsicherheiten gut leben zu können. Diese geniessen. (Ein Holzbrettchen ätzen mit dem Schriftzug: „Wenn ich den See seh, brauch ich kein …“ (Über den anderen (Vom Bänkli vor em Huisli …) nageln. Palimpsestieren.)

Erfolgreich wurde der Primärtext der Tage der deutschsprachigen Literatur ignoriert und nur dem Sekundärtext der sozialen Netzwerke ein halbes Ohr geschenkt. (Dem Systemrauschen lauschen.) Im Vergleich zu vergangenen Jahren: ja, die Entwicklung der Bedeutungslöschung solcher Art Wettlesungen (vor allem der Platzhirschigkeit des Betriebs 1. Grades, der logistischen Herrschaft und seiner Zuträger und Mitläufer) können hier beobachtet werden, was eine gute Sache ist. (Nur noch Vollpfosten scheinen sich dazu affirmativ zu äussern.) Selbst der literarische Festredner scheint Zweifel zu hegen am Sinn dieser Veranstaltung. An seiner Funktion, seinem Platz auf dieser Fläche, dem Perimeter des Tauschs hypertrophierter Nichtdinge und Ideen, die nur ihr eigenes Dejavue bejahen und doch auf ihre Originalität pochen.)

9.7.2011: Wilen, das Maiensäss der Möchtegernhäuptstädter. (Die Arbeit einer kritischen Lektüre des Schellenurslis nimmt hier ihren Anfang. (Arbeitstitel: “Schellendiskursli”.) Hier geht es um die Offenlegung und Dekonstruktion gefeierter Mythen, Traditionen und nichtemanzipativer (antiemanzipativer) Schemata auf unterschiedlichsten Ebenen in Text und Bild. Die Arbeit (diese, und der Vorlage) ist eine dunkle, mag sie noch so mit Kinderaugen leuchten. Sie ist eine Arbeit am offenen Herzen der Finsternis, eine, am polarkalten Herzen Europas.)

Materialien, Analysen, Assoziationen:

Der psycholog.-oekonom. Diskurs qua C.M.

Der Diskurs der Heimat, Identität, Nationalität qua R.C.

Der literar., semiot. Diskurs qua hab

Literarische Texte, literar. Urszenen: Sagen, Märchen, Romane, Sprachen, darin: Mechanismen der Wahrnehmung, Wahrheiten, Intertextualitäten …

Texte, lose: Heidi (Kind+Berg), Aventiuren, Hänsel+Gretel (Kind+Wald), das Hans-im-Glück-Reverse-Model (Kind+Sachwert) etc.

Analysen des Aventiure-Stoffs (doppelter Kursus), mittelalterliche Heldendichtungen & Strukturen, griechisches Drama.

vgl. auch: H+F -> S-U+Fl

Stichworte: Urslis Glockenaneignung als ödipale Ersatzhandlung?

(Adam Green, Who’s your boyfriend? … Aha, auch der Gender-, auch der Homo/Hetero-D. muss angeschaut werden …)

Börsen und Baden

Die Börse stürzt ins Bodenlose.

Ich stürz mich auf die Badehose,

Dann auf mein Rad. Der DAX bricht ein.

Ich breche auf in Richtung Rhein.

Der Crash walzt Renten zu Ragout.

Ich roll vorbei an einer Kuh.

Dann bieg ich links in laues Licht.

Der Geldmarkt kriegt die Biege nicht.

Derweil viel Kapital verfällt,

Folg ich erblühter Uferwelt

Und stoppe dann im kühlen Wald.

Der Schuldenanstieg kennt kein Halt.

Old Sam ächzt unterm Pleitejoch.

Ich jauchze auf: das Baggerloch!

Ich stürm hinein, ich schwimm hinaus.

Aus Dollar, Euro flieht man raus.

Die Dicke und der Gnome de France,

Die taumeln haltlos wie in Trance.

Dagegen zieh ich elegant

Durchs Blau zehn Bahnen. Dann an Land.

Und wie ich froh nach Hause rausche,

Find ich ‘nen Euro, den ich tausche

Beim Italiener gegen Eis.

Der kann ihn brauchen. Und: Wer weiß?

Gibt’s Euros auch noch nächstes Jahr?

Wenn nicht – der See ist ja noch da.

taz > (GROa)

Oh, wie ungünstig!











































Quote „Die an dem Brunnen vorbeikommenden Passanten schenkten diesem Brunnen nicht einmal mehr einen Blick. … Als alle da waren gingen wir zum Bus am Place de la Concorde zurück und der machte sich dann auch auf den Weg Richtung Heimat. …“ (S.171)
Source Oh, wie ungünstig! Autor Dominik Baumann, Verlag BoD – Books on Demand, 2003, 212 Seiten
Keywords Strasse, Gasse, Graffiti, Schaufenster, Passanten, Bus, Brunnen
Retrieved letzte 3 von 7 Keywords in http://books.google.com/
Produced 18.06.2009, 03:58 PM
Added 25.11.2009, 02:52 PM
Time 1:04
Raw File VID00160.AVI
Entry No 0058
Size 17‘143 KB / MP4
Broadcast Public
URL (Video) http://www.youtube.com/watch?v=-gpqHxjlGRI
Status Live!
Amazon Review „Noch keine Kundenrezensionen vorhanden.“

@etkbooks twitterweek (20110813)

nbp: Die halbe Wahrheit http://bit.ly/rsYgDb / “Pippis fünfzehn Minuten Ruhm dauern jetzt schon sechzig Jahre. Schicken wir sie doch einfach in den wohlverdienten Ruhestand.” / “Pippi, geh von Bord” – Linguist Stefanowitsch zum Rassismus bei Pippi Langstrumpf. Sehr deutlich & sehr lesenswert! http://bit.ly/n1OrY3 / “hinterfragt die alten Zuschreibungen und gelangt dabei zu schrägen, originellen Schlussfolgerungen.” Viceversa 5 über etkbooks.com/edition/von_tieren / Federmair, Leopold: <> Bedeutende und sein Fachmann; mit einem Lob der Eitelkeit und einem Tadel des Neids. mitter, 2011 #pipeline / logbuch: was wirklich nicht oft geschieht http://goo.gl/fb/YS1L7 #haus #piratin #comic #kunst #literatur #sudabeh / nbp: Sie war der Blumenladen, neben ihm, dem Friedhof. http://bit.ly/oW3Ubt / bei diesem wort fühle ich mich fast an elfriede jelinek erinnert. / schossgebete lesen ist doch auch nur so eine art privates rioting halbemanzipativer kreise. mit noch weniger grund zu, allerdings. / nbp: Leberwurst Subtext (notula nova 126) http://bit.ly/r5KB4a / Tiqqun, Kybernetik und Revolte, Aus dem Französischen von Ronald Voullié, diaphanes 2007 bloom0101.org/kybernetik.pdf #pipeline / nbp: Online:  The Chomskytree-Haiku (Rhizome(Rhizome)) als Prezi-Art http://bit.ly/nW6s0i / Ich wünsche mir eine vitale, junge Kunstform die aus diesen ganzen Brandherden wächst! Sonst ist es wirklich nur eine Zombie-Invasion. / nbp: Die Frau im Auto http://bit.ly/mXmmEK / “sven regener ist ja auch der ulrich tilgner der literaturbetriebs …” / “megacool” ist jetzt auch bei den 3jährigen angekommen. /



(leberwurst paratext)