taberna kritika

@etkbooks twitterweek (20110528)

nbp: Die Attraktion http://bit.ly/kCun4B / wer sagt, etwas sei sonnenklar, lügt. / nbp: Literaturpreis des Kantons Bern für “Von Tieren” (Franz Dodel) http://bit.ly/jVw4yB / nbp: Sie beten sie an, um niederzuknien. http://bit.ly/lna0PW / @oliverg Unter den Joghurten ist mir der Kirschjoghurt noch der verständlichste. / “Read me! Eine Kultur- und Mediengeschichte der Bedienungsanleitung” Transcript Verlag, Bielefeld 2011 #pipeline / hej, fink verlag! neues lektorat? “Verpflanzungsgebiete. Wissenskulturen und Poetik der Transplantation”, “Essbare Lettern, brennendes Buch” / “gesundheitswahn” (nzz) ist als pathologisierender begriff allein wenig geeignet. man muss die aktiv verbreitenden individuen analysieren. / nbp: Das Vorwort als kollektives Textich (notula nova 121) / nbp: TCT-H (R): Szene 8 http://bit.ly/l5Z29T / nbp: Grunowen, oder das vergangene Leben http://bit.ly/kyDqkk / martin meyers argumentationsmuster ist ungefähr so sexy, wie das von ihm als solches bezeichnete buchmedium. http://trunc.it/fy00m /



(argumentationsmuster, flexibel)

Die Attraktion

Wieder zu Hause planten sie: Nur du und ich – wir zwei gegen den Rest der Welt. Bonnie and Clyde. Warum schreibst du keine Gedichte? fragte sie. Und er schrieb:

Im grellen Scheinwerferlicht

Eine Nacht- und Nebelaktion

XIII

Literaturpreis des Kantons Bern für “Von Tieren” (Franz Dodel)

“Der Kanton Bern verleiht in diesem Jahr fünf Literaturpreise für herausragende literarische Arbeiten. Ausgezeichnet werden Arno Camenisch, Franz Dodel, Lukas Bärfuss, das literarische Ensemble «Bern ist überall» sowie das Duo Pedro Lenz/ Patrik Neuhaus.”

“Arno Camenisch wird für sein zweites Buch «Hinter dem Bahnhof» ausgezeichnet, Franz Dodel für «Von Tieren», wie die kantonale Erziehungsdirektion mitteilte. Vom Theaterautoren Lukas Bärfuss gefielen der Kommission die neuen Stücke «Malaga» und «Parzival»”

Mehr / Order: http://www.etkbooks.com/von_tieren

Weitere Informationen:

Der Bund / Berner Zeitung / Kanton Bern / Radio DRS

Sie beten sie an, um niederzuknien.

Ihre Begierde nach Endgültigkeit versteckt sich meist hinter einer unendlichen Liebe zur Wahrheit. Und es schaut, zu meinem stillen Vergnügen, immer ein Zipfelchen hervor.

Trotz alledem achten die Menschen nicht ihr Besonderes. Sie flehen nicht, es möge bewahrt werden. Sie setzen es als Unverletzbares voraus. Keine Ökonomie, keine Religion, keine Wissenschaft, kein Recht – überhaupt ein Gesellschaftliches könne ihm etwas anhaben. In diesem wahnhaften Axiom gleicht heute ein Mensch dem andern. Je unheimlicher seine alltägliche Widerlegung, desto strahlender erstarrt es im Wahren. Die erfahrene Lüge über sich ertragen sie mit Beschwörungen ihrer Einzigartigkeit. Sie beten sie an, um niederzuknien.

Ach, dächte sie ihren Boden der Tatsachen wenigstens als ein altes, knarrendes Sprungbrett.

p10

Das Vorwort als kollektives Textich (notula nova 121)

Irreligionen

Ahndungen

Sonderbare Zeichen

(Nur im Alltag tabuisiert man den Tod. Urlaub als Gegenbegriff des Todes. Das andere immer als doppelt Gestrichenes.)

Wird die Platzreservation eines nichtfahrenden (nichtstattfindenden) ICE auf einen Folgezug vererbt? Das sollte man die Proargumentierer, die jetzt auf ihren Sitzplatz pochen, fragen, wenn sie im nächsten Anschlusszug auf nichtreservierten Sitzplätzen [pinkeln].)

Die Wohnung niederreissen

Die Freunde

sehen. Alle

waren da

bis auf

Christine

und Gott

(Und: in einer Literaturzeitschrift findet sich ein Vorwort einer anderen Literaturzeitschrift. Jeder scheint jede/n zu kennen und respektvoll zu hassen. Das nennen sie dann Literatur.)

Schräg gegenüber, am Nachbartisch, ein Schwabe und ein Sachse. Heimlich verheiratet und grausam verrentet.)

Kölsch

Weissweinschorle

Prosecco

Sekt

Rotwein

Aspirin

(Danach: Die Rechnung mit dem Wirt machen …)

Und: den ganzen Abend von XY in Beschlag genommen worden. Geh endlich weg, mit deinem Ich!

Die Biegsamen Seelen

Die Orangenschlacht

Und

nichts interessanter als die Beobachtung von Menschen in gegenüberstehenden Bussen. Hier muss eine moderne Philosophie des gelungenen Lebens ansetzen.

Und: dreisten Reduktionismus durch irritierende Affirmation komplizieren. (Vorher aber noch schnell ein Ehrenwort abgeben.)

Und: Der Filter muss analysiert werden, nicht nur das Filtrat.

(Und wenn sie sich 15 Ringe in die Nase tackert, die Differenz zu einer Scheibe ungetoasteten Weisbrots bleibt marginal …)

Die Liebe zu (zweitrangigen) Autoren mit sehr kleinem Werk gipfelt immer in der Befriedigung, das Gesamtwerk gelesen zu haben. (Nach GD, Abcdaire)

(GD bricht bewusst die Sätze ab, lässt Hoffnung übrig, Reste, die Anläufe, die Richtungen geben aber zu verstehen, …)

Und: er hat sich hochgeleckt.

DBRF: Die Seiten mit den exzerpierten Originalstellen umdichten und zusammenführen. Einen poetischen Fliesstext herstellen, eine Art Plagiatsbrei.

Guttenberg

Lybien

Japan

Was will man da noch schreiben?

Frühlingszeit

Zeit exzessiver Bambusstrauchkübelbewässerung

Ein paar Suchen:

Autobahnangst

Guck-Guck-Spiel

Studi-Vz

und

Die geplanten Lücken