taberna kritika

Salzkristalle & Trüffelpilze (Auszüge, 01/2011)

Konfektionsvokabeln von der Stange: gut oder schlecht?

Unbegrenztes Wachstum in einer begrenzten Welt ist unmöglich. Nichts ist einfacher zu begreifen. Dies beweisen ganz direkt auch die Reaktionen auf die Décroissance-Bewegung, die jenen auf einen diagnostizierten Krebs bzw. prognostizierten baldigen Tod gleichen bzw. gleichen werden: Verneinung/Verleugnung, Zorn/Wut/Ärger, Verhandeln/Paktieren, Depression/Krise, Akzeptanz.

Früher: Landwirtschaft und Industrie produzierten zusammen Güter für 7 Millionen Livres. Sie verbrauchten dafür Rohstoffe für 5 Millionen Livres. Der Überschuss von 2 Millionen Livres ging an den Adel. So wuchs die Wirtschaft nicht, weil der ganze Überschuss für den Konsum der unproduktiven Adligen aufgewendet wurde; aber alle hatten Arbeit genug und die Maschine war nicht in einem ewigen Mehr-mehr-mehr-Wahn. Ersetzt nun die Adligen durch die Kulturschaffenden: voilà, ein echt zivilisiertes System, das den Namen einmal, ein einziges Mal verdienen würde … (Aber sind die Kulturschaffenden dann nicht eine Art neuer Adel? Lies genau! Lies genau!)

Für einen grünen Hedonismus, nachhaltiges Lebensvergnügen, artenreiche Lustbarkeiten und eine Kunst des Hierseins.

Die Menschenwichterl, ihr »Du hast«, ihr Bestaunen nur der eigenen Besitzgier, das sie sicher macht voreinander, und doch immer fühlbarer mit der wirklichen Hast erfahren wird, die sie, auch das wissen sie, fertigmachen wird.

Auch dass die Welt so bebaut wurde, ist verrückt. Die Erde schreit doch in Pein.

Seltsam ist es doch, dass ein angefaultes Blatt, ganz zerfressen, den Menschen als schön erscheint, ein vom Zahn der Zeit angenagter Mensch mit gelben Zähnen, Glatze, Runzeln etc. jedoch meist keineswegs. Freilich ist das Blatt gepresst –: muss man den verfallenen Menschen auch nur konservieren, um ihn schön zu finden? Vielleicht ist gerade die Literatur, die Malerei, die Photographie eine Methode, den Mensch zu konservieren? Auch seine etwas seltsame Schönheit …

Ich will ein Baum sein und bin ein Mensch.

Dass das Gefühl der Beschränktheit unserer selbst und unserer Welt uns so widerlich ist, stellt eigentlich den unmittelbaren Beweis unserer Ewigkeit dar. – Und dass die Scholastiker meiner Meinung nach fast alle strohdumm sind, stellt eigentlich den unmittelbaren Beweis ihrer Dummheit dar.

Ihre Tunnelvision mit dem Geldstück am Ende. Im Licht.

Dann aber: Überwindung der ›Realität‹ durch die Fiktion (der Fiktion durch weitere Fiktionen), eine Auflösung der sogenannten Faktizität durch die Transposition in das Imaginäre und ein Übertragen des Vergänglichen ins scheinbar Ewige …

Ein Fotograf, der dir sagt, du sollst lächeln, ist kein Profi.

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Henkersmahl











































Quote „Es gab keine Spuren, die vom persönlichen Charisma des neuen Inhabers gesprochen hätten. Keine Pflanze auf dem Fensterbrett, kein Foto auf dem Schreibtisch, nicht mal eine Jacke hing über der Stuhllehne. Nichts erinnerte mehr an Max. …“ (o.S.)
Source Henkersmahl: Kriminalroman von Bärbel Böcker, Gmeiner 2010, 371 Seiten
Keywords Schreibtisch, Jacke, Pflanze, Computer, Ofen, Helm
Retrieved erste 3 von 6 Keywords in http://books.google.com/
Produced 14.04.2009, 10:34 AM
Added 24.11.2009, 04:15 AM
Time 1:01
Raw File VID00097.AVI
Entry No 0034
Size 17‘055 KB / MP4
Broadcast Public
URL (Video) http://www.youtube.com/watch?v=dBzxTTPQJT4
Status Live!
Amazon Review Ein mitreißender Krimi aus der Medienmetropole Köln, 9. März 2010.
Von Silke Schröder. Vogelgrippe, Rinderwahn und Schweinepest – schon vergessen? „Henkersmahl“ von Bärbel Böcker ist ein spannender Krimi mit einer geschickt eingefädelten Handlung rund um die Sicherheit unserer Gesundheit. Mit Florian Halstaff schafft Böcker dabei einen glaubhaften und sympathischen Helden, der nicht alles „auf eigene Faust“ erledigt und auch nicht auf die Hilfe der ermittelnden Polizei verzichtet. Abgerundet durch ein überraschendes und gut inszeniertes Finale, präsentiert sich „Henkersmahl“ von Bärbel Böcker als mitreißender Krimi aus der Medienmetropole Köln.