taberna kritika

Der Besuch der alten Dame











































Quote „… der Polizist zuerst, der Bürgermeister, die Vier, der Maler, der Lehrer, … Die Burschen tragen bunte Hemden. Die Stadt bereitet sich auf das Fest meiner Ermordung vor, … haben sich eine Waschmaschine angeschafft. …“ (o.S.)
Source Der Besuch der alten Dame: eine tragische Komödie: Friedrich Dürrenmatt, Verlag Diogenes, 1980, 152 Seiten
Keywords Mütze, Wäsche, Wandbild, Burschen, Polizisten, Waschmaschine
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Produced 13.04.2009, 08:48 AM
Added 24.11.2009, 04:14 AM
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URL (Video) http://www.youtube.com/watch?v=y0p2AMimfL0
Status Live!
Amazon Review Durchaus interessant, 28. August 2007. Von Jochen M. Sebald. „Der Besuch der alten Dame“ ist eine Allegorie auf die Geldversessenheit der Menschen, und leider war ich gezwungen dieses Werk von Dürrenmatt für die Schule zu lesen. Wobei das „leider“ hier vielleicht auch nicht ganz zutrifft, denn im Grunde genommen ist es eigentlich recht witzig was in dem Buch so passiert – von einem distanzierten, modern-sarkastischen Standpunkt aus gesehen Das kleine Städtchen Güllen ist hoch verschuldet, die Bewohner nagen fast am Hungertuch. Da kündigt Claire Zachanassian, eine weltbekannte Millionärin und ehemalige Güllenerin, einen Besuch in ihrer Heimatstadt an. Flugs wird ein Willkommensfest organisiert, und der ehemalige Jugendliebhaber der alten Zachanassian – mittlerweile beide weit jenseits der 60 – soll aus ihr das Geld herauskitzen das die Stadt so dringend braucht. Tatsächlich verspricht die Alte dann auch der Stadt eine Milliarde zu spenden – aber nur wenn jemand ihren Jugendfreund tötet, der sie in ihrer Jugend mit einer Falschaussage vor dem Vaterschaftsgericht in Schimpf und Schande gestüzt hat. Extra für ihren Ex-Lover bringt sie auch gleich einen Sarg mit um ihn einzumotten… Klingt etwas wirr; ist es auch, stellenweise sogar nahezu surreal. Trotzdem ist „Der Besuch der alten Dame“ durchaus lesenswert, wenn man darauf steht belehrt zu werden über etwas das ohnehin offensichtlich ist….

@etkbooks twitterweek (20110122)

@jusupi der name steht für mich ja symptomatisch für eine zeit grosser erinnerungslücken./ und eine flasche pfeffinger war da auch mit im spiel … / hat gerade einen netten Abend mit Antoine Derride SJ, Autor von “Messiah” http://trunc.it/dz34g verbracht … / jusupi: @etkbooks jad fair – omg – i slept for a decade in a half japenes tour shirt. / jemand hat sich mühe gemacht! weitere informationen zu “Obig mét Goldrand.” http://www.antiquariat.de/angebote/FR15040790.html / hej, song on demand. jad fair “will record a song for you for $300.” http://www.jadfair.org/ … ob er für uns auch einen jingle macht? / nbp: (15) Abendstimmung am See http://bit.ly/hhWV0d / “sozial strukturierte Einsamkeit” #wörter / nbp: SLISH http://bit.ly/gabS35 / Haïkuleaks Cable http://haikuleaks.tetalab.org/ #lbn via @mauszfabrick / ONPOS – Die Qual der Wahl. http://trunc.it/ds5j6 / die nzz festigt auch immer mehr ihren ruf als stöhnorgan der digital überforderten. / rückenschmerzenerinnerungsprosa-ankündigung in der dnb-timeline. / Korrespondenz mit D Baecker zu einer systemtheoretisch anmutenden Variante von Produktionsästhetik u. Interpretation http://bit.ly/gL0ocs / nbp: Nachdenken über Pappmaché (notula nova supplement 12) http://bit.ly/gL0ocs / ah, endlich eingetroffen: die 2., unveränderte auflage von franz dodels “von tieren”, http://etkbooks.com/edition/von_tieren / “Ich muss den Hang / Zu weinen bezwingen. / Nebst anderen Dingen.” / nbp: TCT-H (R): H10 http://bit.ly/haZvkJ / systemtheorie: (RT @etkbooks) dirk baecker übrigens mit einer systemtheoretischen paraphrase (http://trunc.it/dzgud) des assange-stücks (http://trun… / dirk baecker übrigens mit einer systemtheoretischen paraphrase (http://trunc.it/dzgud) des assange-stücks (http://trunc.it/dv4g7) #lbn / nbp: Die fünfte Dimension http://bit.ly/giyWCC / Die Coxitis fugax, auch Hüftschnupfen genannt. /



(gesichter zu essays II, “heul doch!“)

Nachdenken über Pappmaché (notula nova supplement XII)

Kleine Korrespondenz (Auszüge) mit Dirk Baecker zu einer systemtheoretisch anmutenden Variante von Produktionsästhetik und Interpretation.

hab

guten tag herr baecker,

ich habe ihren aufsatz gelesen und sehe dort erstaunliche parallelen mit der botschaft des puppenstücks ”Die Verfolgung und Ermordung Julian Paul Assanges, dargestellt durch die Puppentruppe des Hospizes zu Gutenberg”, was ich ihnen nur mal schnell mitteilen wollte.

(…)

viele grüsse aus bern

hartmut abendschein

d.b.

(…)

herrliches Stück! Aber Parallelen?

Besten Gruß

Dirk Baecker

hab

ich habe mal etwas frei assoziiert, vielleicht ist es auch etwas weit hergeholt, von parallelen zu sprechen?: assange (hier im tagesgeschäft zur allegorie des leakens unter post-gutenberg-bedingungen geronnen) als (in einem ewigen spiel) durchaus notwendige bzw. gegebene, aber austauschbare funktion zur systemreproduktion (von – renitenten – individuen (=anon), öffentlichkeiten (= die alten) und machtapparaten (hier abwesend, clandestin)). die allweb allstars als (netz-)öffentlichkeit neueren schlages, unfähig aber (ebenso wie anon) komplexität entsprechend zu reduzieren und künftig und jederzeit bereit, sich ein anderes “medium” des – je nach dem – heils bzw. der bedrohung zu suchen. inmitten des digital shifts also, die ewige wiederkehr des gleichen, anhand neuer bzw. alter protagonisten. (dazu die themen / motive: wasser, sand, löcher, rohre, die nicht kanalisieren können. die materialien: die puppen (aus papier,

pappmaché, alte dokumente bzw. dem “alten” speichermedium von information) vs. digitale devices und dispositive (screens, speicher, aufnahmegeräte), die sich in die szenen einschreiben … o.k., zugegeben, ein sehr wildes gemengelage aus metaphern, konstellationen und materialien …

(…)

d.b.

Sehr geehrter Herr Abendschein,

ahaa, ich beginne zu verstehen, ja, sehr frei (und ich vermisse mein Argument der “ewig gleichen” Politik), aber auch sehr anregend. Insbesondere über Pappmaché könnte man weiter nachdenken.

Mit den besten Grüßen und mit Dank für Ihre Überlegungen

(…)

hab

in der tat, sehr geehrter herr baecker, da sich auf der bühne / in diesem “stück” fast nur politikbeobachter und weniger handfeste politische akteure befinden, wird das argument der “ewig gleichen” politik (der ausschliesslichen arbeit an der aktualität und mit der androhung von gewalt) weniger durch das personal manifest. mit viel tiefenhermeneutischem goodwill könnte man davon vielleicht spuren im herstellungsakt der figuren durch eine “unsichtbare hand” ausmachen.

aber das wäre schon etwas gewollt …

zur metaphorizität der pappmaché fiele spontan einiges ein. informations-/dokumentschnipsel (das alte material der archive), die mithilfe von wasser (fluidem, oralem?, digitalem?, kräfte flüchtiger beziehungen?) und bindemitteln (strukturgebendem, institutionellen kräften?) ehemaligen (informations)text samt medium zu etwas neuem (zunächst: einer pulpe („pulp fiction“)) aus altem verhelfen, das dann – nach gestaltung – zu einem objekt (monument, eine art kanonisierungsprozess) aushärtet und wiederum objekt und subjekt wird in der verhandlung der dinge. (…) (hätten sie etwas dagegen, dass ich ausschnitte dieser kleinen korrespondenz zum weiterdenken im blog brächte?)

(…)

d.b.

(…)

kein Problem, eine fruchtbare Spur!

Besten Gruß

Dirk Baecker

Weitere Spuren? Bemerkungen? Tbc.?