taberna kritika

@etkbooks twitterweek (20100320)

Die Wiedergeburt von Literatur und Plagiat (swr) http://trunc.it/6j4oi … #lbn / @literaturcafe die verweildauer ist auch kognitiv beliebig manipulierbar. / http://bit.ly/7tP1tU / testet den videochatkanal bei http://www.litblogs.net/ (sprechzimmer av, unten) #lbn / http://mrdoob.com/projects/harmony/ #lbn / new blog post: 2007-12-08 (ich) ruhte (m)ich im http://bit.ly/cufglh / Das Konzept einer Banane, krumm zu sein, finde ich auch langsam überholt. Wer macht mit? / … die Privatsphäre inzwischen ein überholtes Konzept ist, da mehr und mehr Nutzer immer mehr von sich persönlich im Internet preisgeben. / Anfang des Jahres 2010 erklärte Zuckerberg, dass er „Privatsphäre“ nicht mehr zeitgemäß findet. Er begründete seine Ansicht damit, dass … /er ist sympathisch, hat aber einen völlig gegensätzlichen denkstil. / staunt über die komplettinfantiliserung der branche. #E-Tüpfelchen / meldet: 9.589 downloads der “Bibliotheca Caelestis (Prototyp)” http://bc.etkbooks.com/opac/ #ebook / new blog post: Aus dem Aldi-Newsletter (notula nova 77) http://bit.ly/cMXMhw / CLOR is a screen printed art zine … http://clor.polarisedkids.com/ … #lbn / aha! und auch ein text vom @Turmsegler / oha! ANH (@Fiktionaere) im neuen http://volltext.net/ / meineverlag: RT @The End of Publishing – http://www.youtube.com/watch?v=Weq_sHxghcg #lbn / The End of Publishing – http://www.youtube.com/watch?v=Weq_sHxghcg #lbn /Georg Klein, Roman unserer Kindheit #pipeline / zärtliche Priester #wörter / werkschau: der herbsttermin steht fest (3./4.9.2010). call for entries: http://www.werkschau.org/ … #lbn / “Kaum einer führt ein Blog, wo er skizzieren und experimentieren und nebenbei auf neue Art mit seinem Publikum diskutieren könnte.” / auch das hat lange journalistische tradition: akt mit medium zu verwechseln … / “schreiben” (nach deleuze): http://www.abendschein.ch/site/weblog/abc_notula_nova_75/ / der artikel heisst “Fantasie über die Zukunft des Schreibens” hat aber nicht im entferntesten mit dem schreiben zu tun http://trunc.it/6dkr5 / new blog post: V Romantische Signifikanten http://bit.ly/bY5Z8G / new blog post: (1) Es sind die Dinge wie Nüsse geknackt. http://bit.ly/8YR0Od / Unwucht #wörter /

2007-12-08 (ich) ruhte (m)ich im

und nun

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riss saite

wo jetzt

sechs neue

finden finden

(ich) ruhte (m)ich im Schatten des Gebäudes aus, in seinem Schmalerwerden genau am Rand der Oase, die, bewässert vom Nil her, grünt als Palmenareal und Bananenstaudengebiet, als Versammlung feiner und kleinster Felder um Teppichschulterritorien und Hotelzonen, während B. das Museum noch nicht wieder verliess und die Pharaonenhunde tollten. Es passierte NICHTS (ich) suchte das WIE des Nichtereignens was dann das Ereignis wäre wenn Schatten übers Papier geht vorüber geht und wird. Vorbei Sand ein kleiner Wind 1 winzige Wolke das Klare einer anders lautenden Stimme die 2 weissen Tiere Welpe Hündin liegen da, als ob sie nun schliefen bei 28°C oder

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Aus dem Aldi-Newsletter (notula nova 77)

Und: Ein literarisches Weblog zu betreiben heisst auch: Antworten auf Fragen zuzulassen, die niemals gestellt wurden. Dabei ist auch die Sichtbarkeit jener von nur untergeordneter Bedeutung. (Daniel Kehlmann plötzlich als Leser zu sehen, als Abb. eines Lesers, will heissen: im positiven Akt der Lektur, hat etwas äusserst Irritierendes. Stellte man sich die Wikipedia als Persona vor, allegorisierte man sie (diese Art doppelter Allegorie), wäre es, als würde sie heimlich mit dem Brockhaus unanständige Dinge tun.)

http://www.meindaumenkino.ch (Für das Projekt: Fritz liest Walter … das Kunstwerk …)

Spezialangebote Aldi Suisse, ab Montag, 28.12.09 (Auswahl): Office Thermobindegerät A4 (24.90) / Office Spiralbindegerät (39.90) / Office Starterset für Spiralbinder (9.90) / Office Thermo-Bindemappen (12.90)

In Oechsle: Ein gut gepflegtes literarisches Weblog als reifender Fasswein, der mehr und mehr an Würze gewinnt. Charakter. Ablagerungen enthält (Abgiessen!). Im Laufe der Zeit. (Weiters als Allg. ausbauen …)

Und: die Erdhörnchenhaftigkeit sogenannter Weihnachtsfeiertage. (Derweil: Nach jmd. “norden”, wie eine Kompassnadel. (Ich norde, Du nordest, er/sie/es nordet …)

Zum Floor (Länge / Breite) in m2: Mag sein, ich spreche manchmal länger am Stück, als Du. Im Gesamt aber, in der Länge, überragt doch das Andere.)

V Romantische Signifikanten

Kannst Du deinen logozentrismuskritischen Ansatz noch genauer erläutern? Welche Grenzen offenbaren sich dabei bei einer rein maschinellen Schrifterzeugung und –darstellung? (sja)

Um dem eine noch (wortwörtlicherweise) epochalere Bedeutung zu geben und diese, nach Hoinkis (9) selbst mit einer historischen Zäsursituation in Beziehung zu setzen:

„An der Schwelle zum 19. Jahrhundert dagegen kann ein romantischer Ästhetiker wie Friedrich Schlegel schon einen ganzen Aufsatz der Unverständlichkeit widmen und dieses Phänomen nicht nur ironisch feiern, sondern ins Zentrum der ästhetischen Theorie rücken. Und das Bemühen der Autoren, gezielt unverständliche Texte zu produzieren – d.h. daß um 1800 gerade umgekehrt das unverständliche Schreiben zur ästhetischen Norm avancieren kann -, kann nun schon zum Thema der Literatur selbst werden. In gelungener Ironie stellt uns ein aufmerksamer Beobachter der zeitgenössischen literarischen Schreibpraxis – Jean Paul – einen Autor – das vergnügte Schulmeisterlein Maria Wutz (1790) – vor, der aus der Not heraus, auf der semantischen Ebene keinen unverständlichen Text zustandezubringen, darauf zurückgreift, auf der Ebene der Materialität des Mediums – der Schrift – einfach „Unleserlichkeit“ herzustellen (dies gelingt ihm aber nur im Medium der Handschrift (Hervorhebung, H.A.), im gedruckten Text dürfte dies kaum noch eine erfolgreiche Option sein). An die Stelle der Unverständlichkeit tritt einfach die Unleserlichkeit (sicherlich auch eine schöne Selbstparodie der Romantik und seiner eigenen Schreibpraxis, die hier Jean Paul gelingt):

… denn da alles in Hexametern, und zwar in solchen, die nicht zu verstehen waren, verfasset sein sollte: so musste der Dichter, da ers durch keine Bemühung zur geringsten Unverständlichkeit bringen konnte …, aus Not zum Einfall greifen, daß er die Hexameter ganz unleserlich schrieb, was auch gut war. Durch diese poetische Freiheit bog er dem Verstehen vor. (Jean Paul 1995/1790, 35)“

Will man diese Praktiken also in einen anderen Jargon übersetzen, käme man vielleicht zu dem Befund, dass prä- oder frühromantisches bis hin zu romantischem Schreiben vor allem auf Operationen am Signifikat, dem aber selbst gewisse Flexibilität (Stw: progressive Universalpoetik) bescheinigt wird, ausgerichtet ist. Mit dem Einbezug oder der Verlegung des Augenmerks auf Schriftlichkeit, die in bewusster Unleserlichkeit zwangsläufig Bedeutungs- (wenn nicht Überschüsse oder Vakanzen, so doch) Unsicherheit in poetologische Konzepte integriert, werden Operationen am Signifikanten wieder mit in den Schreibprozess hinein genommen.

Oder etwas drastischer formuliert: eine so avanciertere Zeichentheorie versucht durch Wiedermiteinbeziehung handschriftlicher Signifikationseffekte Verantwortlichkeiten in der Beziehung Idee/Ausdruck umzuverteilen, was aber wie selbstverständlich und theoretisch auch in vorgängigen Konzepten romantischen Schreibens angelegt ist. Binnenspannung und Bedeutungsoszillation in einer so als Zeichensystem gedachten Produktionsanordnung, ist also unter „romantischen“ Gesichtspunkten in gewisser Weise vollumfänglich nur unter Einbeziehung von Manuskriptur denkbar. Typographika, später, verweisen also in dieser Folge (wir haben uns längst daran gewöhnt), doppelt, auf ein Präzisions- aber auch Amputationsverhältnis, das selbst im unverständlichsten Falle eine Lesbarkeit impliziert, die so vielleicht gar nicht gewollt ist.

—-

(9) In: Tim Hoinkis, Lektüre. Ironie. Erlebnis. System- und medientheoretische Analysen zur literarischen Ästhetik der Romantik. Bochum, 1997. S.35f. Dieses Zitat auch weiter hinten in der Ichschrift „Über die Unverständlichkeit“.