Wirklichkeitsvernichter #wörter / Is Handwriting history? http://bit.ly/7dg1LE … Jain: http://www.abendschein.ch/site/weblog/C42/ /cayonavarro: RT @Liberate yourself and your ‘friends’ with a web2.0 suicide! Web 2.0 Suicide Machine online http://suicidemachine.org #lbn / “Mach mir einen Pass, du Sau!” http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/svp_plakatkampagne_wahlen_2010_1.4241446.html #CH #wörter / Sex mit Britney dank CIA-Routenplaner: Porno-Lesben mit Schweinegrippe kastrieren blutjunge Hitler-Aliens in Tokio Hotel. #wörter / jermaiprivat: RT @Liberate yourself and your ‘friends’ with a web2.0 suicide! Web 2.0 Suicide Machine online http://suicidemachine.org #lbn / VisuellePoesie: RT @Liberate yourself and your ‘friends’ with a web2.0 suicide! Web 2.0 Suicide Machine online http://suicidemachine.org #lbn / Liberate yourself and your ‘friends’ with a web2.0 suicide! Web 2.0 Suicide Machine online http://suicidemachine.org #lbn / new blog post: 2007-11-27 lost and found unter http://bit.ly/4PkMlk / Uwe Jochum: URHEBER OHNE RECHT, http://www.lettre.de/aktuell/87-Jochum.html #lbn / new blog post: UN SITO DI INCONTRO TRA AUTORI E PUBBLICO http://bit.ly/4RouCj / RT @baargeld: Absolut spannend, hach digi + print Magazine: Mag+, a concept video on the future of digital magazines http://url.ie/4atz #lbn / The Buzz on Electronic Writing: Fiction Goes Digital http://flavorwire.com/56614/the-buzz-on-electronic-writing-fiction-goes-digital #lbn / inadaequat: RT @Hier entsteht eine neue Internetschallplatte! http://www.n0name.de/38317/krach/ / Hier entsteht eine neue Internetschallplatte! http://www.n0name.de/38317/krach/ / new blog post: Die to-do-to-dos (notula nova 66) http://bit.ly/6tNQeb / Walter Benjamin : Lumpensammler, Engel und bucklicht Männlein ; Ästhetik und Politik bei Walter Benjamin / Jean-Michel Palmier #pipeline / Der vorsätzlich Handelnde http://www.buchbensch.de/ #lbn / new blog post: Happel, Wilfried: Oben ohne http://bit.ly/8NeKD9 / Unmögliches Interview mit Klaus Kinski http://www.youtube.com/watch?v=c0Efhz8jxNI /
taberna kritika
2007-11-27 lost and found unter
hals tut weh ich huste nase
rinnt ich vergesse dinge ein
zupacken wo ist mein schreib stift
er ihn wieder gefunden habe
verschwunden bleibe apparat für
digitales licht bild welches so
mit nichten vernicht geschrieben
wortsamkeit schweiglicher ausruh
mediterranes oh OH wo steht mir mein kopf
ALEXANDRIA oh ISKENDERIYA
lost and found unter dem Bett den Hals verloren im Haus der Schriftstellers Kavafis Stimme Zug um Zug nein nein im Zug meine Kammer also Foto Apparat 3 Fotos vom Nildelta verloren vom Zug aus Blick auf und kein Bild in Alex notiert hören, zu hören, zuhören, horchen! in KAIRO! schauen hinausschauen! aus ALEXANDRIA hinaus! aufs Meer aufs Meer! Doch dann, von Fund Büro Bahn Polizei zu Posten zu Posten im Garten der Posten und alle waren freundlich so ein Licht! entzündeter Abend man protokollierte und man hatte gefunden! Und man würde mir übergeben! Dann fielen mir die Augen immer öfter zu. Dann wurde der Abend an der CORNICHE immer länger. Dann lud sie zu sich
“UN SITO DI INCONTRO TRA AUTORI E PUBBLICO”
Vor kurzem schickte mir Maria Francesca Redaelli ihre jüngst geschriebene Diplomarbeit über taberna kritika kleine formen mit dem Titel
BLOG LETTERARI TEDESCHI:
UN SITO DI INCONTRO TRA AUTORI E PUBBLICO
Ich habe mich natürlich sehr darüber gefreut, auch wenn ich den Text in der Originalsprache nur bedingt einschätzen kann. Abstracts in englischer und deutscher Sprache, die ich unten zitiere, geben dennoch klar Auskunft über den Ansatz der Analyse. (Eigentümlich: übersetzt und mit Iser traktiert zu werden, mit dem man vor einigen Jahren noch selbst traktierte und es bisweilen immer noch tut … schon auch eine perspektivische, aber positive Irritation.)
—
ABSTRACT
This work presents a general overview on German literary blogs, pointing out the main differences between classic literature and this new form of literature. Chapter one gives a general introduction on their technical features; Chapter two offers a possible classification of literary blogs; the following chapter deals with the theory of aesthetic response by Wolfgang Iser and Chapter four describes some features of literary blogs, taking into account the opinions given by bloggers; finally, the last chapter offers the translation into Italian of the text Die Bilder, taken from the blog Taberna kritika kleine Formen by Hartmut Abendschein. The translation includes not only the text, but also some comments posted by different bloggers, which are essential for the development and the final part of the text. After the translation, there is a brief analysis focused on the German modal particle of the text.
The title contains a word play based on the double meaning of the word “site”: it can refer both to a physical place and to an Internet site, such as a blog. The title also contains the idea that blogs allow a sort of “face to face” interaction between authors and public, which is not possible in the works of classic literature. Moreover, in blogs the author is not a single person but every text can be written by many people, namely the users which post their comments, and the author himself can change and improve his work an infinite number of times. This means that there is no definitive solution, but everything changes.
The text “Die Bilder” has been chosen because it represents a perfect example of net literature, as it has been written and modified by different people. In this text the role of author and public melt together until they cannot be distinguished anymore, and both become fictional characters.
As this topic is quite new and it has not been sufficiently investigated yet, this work aims at giving an input to the research in this field.
ZUSAMMENFASSUNG
Die vorliegende Arbeit handelt von deutschsprachigen literarischen Weblogs und ihren Unterschieden zur klassischen Literatur.
Die Arbeit ist in fünf Kapitel gegliedert; in dem ersten geht es um die technischen Merkmale von Weblogs; im zweiten wird eine mögliche Klassifizierung vorgeschlagen; im dritten geht es um die Wirkungstheorie von Wolfgang Iser; in dem vierten werden die Weblogs nach der Meinung von Bloggern beschrieben und im letzten Kapitel wird der Text “Die Bilder” aus dem Deutschen ins Italienische übersetzt, der zum Blog Taberna kritika kleine Formen von Hartmut Abendschein gehört. Die Übersetzung umfasst auch die Kommentare, die von den Benutzern geschrieben wurden. Sie sind unentbehrlich für die Entwicklung der Geschichte, weil das letzte Kapitel der Geschichte die Antwort zu einem Kommentar ist. Auf die Übersetzung folgt eine Analyse, die sich auf die Modalpartikeln konzentriert.
Der Titel enthält ein Wortspiel und bezieht sich auf die zwei Bedeutungen des italienischen Wortes “sito”: Das kann entweder ein physischer Ort oder ein Internetseite, wie ein Weblog, sein. Dieser Titel drückt die Idee aus, dass ein Autor mit dem Publikum für die Gestaltung eines Textes interagiert und zusammenarbeitet. Das wäre für die Werke der klassischen Literatur undenkbar. Darüber hinaus werden die Texte in einem Weblog nicht nur von einer Person geschrieben, sondern mehrere Personen und die Benutzer können durch ihren Beitrag die jeweiligen Texte verbessern. Der Autor selbst kann den Text ein hundert Mal modifizieren, doch es gibt keine endgültige Lösung.
“Die Bilder” wurde für diese Arbeit gewählt, weil es ein perfektes Beispiel für Netzliteratur ist, da der Text von mehreren Personen geschrieben wurde. In diesem Text gibt es keine feste Grenze zwischen der Rolle des Autors und des Publikums, weil jeder Benutzer als Autor und Publikum betrachtet werden kann und am Ende können alle Romanfiguren werden.
Da dieses Thema ganz neu ist und da es noch keine ausreichende Forschung darüber gibt, ist das Ziel der vorliegenden Arbeit der Forschung einen Anreiz zu geben.
Die to-do-to-dos (notula nova 66)
(Den Schlips in der Hose tragen. Macht man das noch so? Macht man das schon wieder? Ich muss wieder mehr auf Details achten.)
Wortwissenschaften
Medien
Geschriebenes
Danach: Die Stimme von N. Faszinierend. Keine Literaturstimme. Aber eine sehr angenehme Sachtextstimme. Die Sachtextstimme.
Computer2
Kein Eingang
Die Kritik der Kritik der Kritik
1 These und 5 Beobachtungen
(Vielleicht doch mal lesen: Terézia Mora, Der einzige Mann …)
Und: Rezensionen bei Amatzon (sic!). Blitzrezepte. Aha. (Das Auftauchen von Kontinuitäten. Die Pole Emphatiker und Gnostiker. Vielleicht auch zu analogisieren mit: Buchliteraturkritik / phänomenolog. Weblogkritik. (Suter: “Wir sollten nicht vergessen zu vergessen.” War das nicht Tocotronic? Die Regierung? Oder irgendeine andere (Hamburger) Schule?)
Und. Das archivierende Archiv. (Dagegen: Medienkunst adressiert sich ans Medium).
Neu gelernt: wetware (=Mensch)
Nebenbei gefragt: Gehört mein Schatten mir?
Darunter notiert: Bunz, Geschichte des Internet, Kadmos
Und: Die Erwartungserwartungen. Die geplante Unabgeschlossenheit. Der Magnetsturm über Innsbruck. Die Vorstellung unterbrechungsfreier Zivilisationskultur. (Dann: Fin. Finito. Endystory Innsbruck. Österreichische Bahn. 2 Fahrbiere. Die ganze Strecke der letzten 2 Tage hätte eigentlich dokumentiert werden müssen. Glücklicherweise machen das andere. Archivierende Archive. Ich öffne ein Bier. Denke nach über ein Supplement, das es nicht geben wird. Ein leeres Gefäss voller Erwartung. Erinnerungserwartung.
To do, nach all dem: twitterweek. Ichschriftformatierungen, auch sonst: Kopf aufräumen, Texte aufräumen, Ich aufräumen. Und schon wieder, fast: Bücher packen für eine Buchmesse. Dann aber auch mal: aus dem Fenster schauen. Landschaft nimmt man auch nur wahr, wenn der Kopf leer ist. Klar. Landschaft braucht Platz.
Anhang, to do: Fingernägel schneiden.
Bambushexenwerk
Isolationsversuche
Swird wieder Winter
Happel, Wilfried: Oben ohne
Oben ohne
Seit den 60er-Jahren war ich zügellos.
Ich wollte offen über alles reden und nahm kein Blatt vor den Mund, vor allem in Gesprächen mit meinen Eltern nicht, in M., einer Kleinstadt in der Provinz.
In M. trugen die Leute Hüte, die ihnen wegen ihres immensen Gewichts zwar jeden klaren Gedanken unmöglich machten, deren Spitzen aber bis in den Himmel reichten, weswegen man sie salopp Wolkenkratzer nannte.
Ich selbst lehnte es vehement ab, einen Wolkenkratzer zu tragen. Lieber ging ich oben ohne und nannte es freie Körperkultur.
Die freie Körperkultur ermöglichte es mir, meinen Großonkel Georg derart in moralische Entrüstung zu versetzen, dass er, nachdem er wiederholt der Nacktheit meines Kopfes ansichtig geworden war, einen Herzinfarkt erlitt.
Noch auf der Intensivstation brachte er meinen Vater in Gewissensnot. Der Wolkenkratzer sei obligatorisch, gerade für die jüngere Generation, wo komme man denn sonst hin? Er werde unserer Familie keine Besuche mehr abstatten, wenn ich, der Sprössling, nicht wie alle anderen, und zwar auf der Stelle, einen aufgesetzt bekäme.
Großonkel Georg machte seine Drohung wahr und besuchte uns dann nicht mehr.
Auch mein Besuch an seinem Grab steht noch aus.
(c) / aus: Wilfried Happel, Abstecher ins bürgerliche Jenseits, edition pudelundpinscher 2009.
Wilfried Happel, 1965 in Nürnberg geboren, lebt als Autor und Theaterregisseur in Berlin. Theaterstücke im Verlag der Autoren: Das Schamhaar (1994); Mordslust (1995); Kleiner Zwischenfall in den französischen Alpen, Hörspiel (1996); Fressorgie oder der Gott als Suppenfleisch (1997); Der Nudelfresser (2000); Die Wortlose (2001); Mein Onkel Bob (2003); Fischfutter (2004); Stück mit zehn Titeln (2006). Prosa in der edition pudelundpinscher: Abstecher ins bürgerliche Jenseits (2009). Gedichte in Anthologien und Literaturzeitschriften
DOI: 10.17436/etk.c.009