taberna kritika

2007-11-24 Friederike Mayröcker erwähnte Verbalträume

oder lachschleife auch kreiselndes

sowie ein zitat ICH (nelke kurkuma zitronat)

wärst trödeliges wir rufen

hühnerfleisch hühnerfleisch heute

(zimt zimt)

für F. N.

Friederike Mayröcker erwähnte Verbalträume, die sie sich merke, nachts oder frühmorgens, indem sie diese aufzeichne. Oder fantasieren Wörtern entlang, oder systematisches Auflisten von Klang-, von Bedeutungsschiebungen in kairotisch Klingendes hinein, wie es (mir) entspräche, und da ist schon das Wort entsprechen da, sehr interessant, so der Gebrauch von ent mitbedacht zu Wirkungen kommt. Abdel Moneim Ramadan sagt, das ihm einzig Eigene sei der Körper. Purzle mich versuche 1 Gespräch und noch 1 Gespräch festzuhalten was das Einzige wäre im Zwei im zu Zweit ein einziges LANGZEITGEDÄCHTNIS wenn der andere ER mir die Hintersinnigkeit der Fassaden klärt und

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Lieferbar: Das blaue Buch der Weissheit

ab sofort lieferbar ist der Titel:

Das blaue Buch der Weissheit

Analogspeicher. Blindband.

Januar 2010, 112 S., 19 x 12 cm, Klebebindung

ISBN: 978-3-905846-09-6, €8 / 12 SFr

Stw: Analogspeicher, Blindband, Readymade

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Ursprünglich als Jahresgabe und für Januar 2010 geplant, entwickelte sich dieses Objekt unerwarterterweise zum heimlichen Messeschlager. Wir bieten diesen Titel nun vorab zum allseitigen Erwerb an. Auch für all diejenigen, die gerne Bücher schenken, mit dieser Gabe aber keine weiteren Verpflichtungen eingehen wollen …

Rezensionswünsche bitte per E-Mail …

Simone (notula nova 64)

Und: ich bespringe dich mit Worten (de Beauvoir, missverstanden.)

Überhaupt: ist Google dem Weblog sein Eckermann. (Und nicht: “Jede Theorie ist normativ, gefasste Erfahrung” (Fried, Aktualität des Mittelalters; vgl. aber: die praktische, die spekulative Theorie).

powertwitter me

access felder selbstlaute

bayard library

(Und zum experimentellen Text, rezeptionstheoretisch: Ein Text, der übliche Lesegewohnheiten irritiert / zu irritieren vermag. Dazu, am Rande, ein Teilsatz zur Informationspoetik: In allen Dingen steckt Kunst. Vielmehr ist der künstlerische Akt die Auszeichnung von Material bzw. Welt. Ein Akt der Metadatierung von Gegebenem und Vorstellbarem. Kunstsprache ist Auszeichnungssprache. Künstlerische Objekte sind immer Metadata … -> Die Duchampssche Rahmung des Blicks / der Perspektive.)

Überhaupt: sich mit Theorie beschäftigen, um in der Nähe der Distanz zu bleiben.

http://www.heidegg.ch. (1 Diskokugelbahn, 1 Kissenschlachtfeld, 1 Bauklotzpalast, der uns verzwergt. Weinreben, Zweigelt, Blauburgunder, steile Hänge. 1 Hillbillyhochzeit, Cadillac, 3-Mann-Kapelle. Nebel über dem See. Allesinallem: 1 sehr familienfreundliches Gewebe. Noch Fragen?)

(Noch ein Stil-Bericht, anlässlich Stamms NZZ-Text: Dort wird Stil als etwas Ganzflächiges, Durchdringendes, Genetisches beschrieben. Etwas, das man – nach jmd. anderem zitiert – im Idealfall gar nicht bemerkt. (Diese Art Textgenetik ist im sog. cut-up oder in cut-up-ähnlichen Verfahren naturgemäss wenig spürbar, in der Textsumme. Das Stilgenetische ist dort eher an den Schnittstellen zu suchen, im wörtlichsten Sinne. Die Schnittmuster, wenn sich so etwas formulieren liesse, wären das stilistische Merkmal auch informationspoetischer Verfahren. Eine Beschreibungssprache dieser wäre ebenfalls zu erfinden).)

Pilze / Warzen (ist025)

I Zit. Aus Uwe C. Steiner, Die Zeit der Schrift: Passage eine Umdeutung des Chandos-Briefes. Nicht die Wörter zerfallen, die Schrift zerfällt … // II Kein Wunder, kommt mir dieser Ansatz verdächtig vor: Ich habe die Passage schon einmal gelesen. 1998 waren […] meine Prüfungen im Hauptfach Deutsche Literatur[,] und eines meiner schriftlichen Prüfungsthemen die “Sprachkrise in der Klassischen Moderne”. Zur schriftlichen Prüfung hatte ich einen langen Text mit unterschiedlichen Elementen (Chandos-Brief, Nietzsche, Wiener Kreis etc.) quasi memoriert und konnte diesen in jenen 4 Stunden auf mindestens 16 handschriftlichen Seiten reproduzieren – (die Theoreti[ker]: diese erst nicht verstehen III diese dann nach einer gewissen Zeit verstehen – [vielleicht] ist es auch eine Form des Akzeptierens – , nach einem […] Zeitraum diese nicht mehr verstehen. Einsehen: Theorien sind Texte der Plötzlichkeit. Aber Bilder [fixieren] sich dadurch. Die berühmte Pilzmetapher in jenem Text. Auch ein Pilz: Eine Warze an meiner Schreibhand – Stress – und Druck[bedingungen], was das viele Schreiben derzeit mit einem Kugelschreiber [anging]. Als die Warze von einer Ärztin mit einem scharfen Gerät von meinem Finger geschnitten wurde, dauerte es nicht lange, bis sie wieder nachwuchs. Eine besonders scharfe Salbe machte ihr – nach [längerer] Behandlung dann den Garaus. Pilze, die Warzen sind, oder anders herum: Warzen, die Pilze sind, nicht nur im übertragenen Sinne – in allen meinen Texten. Gesunde Schreib[schulen]resistenz. Innerlichkeit. Weltkontakt. IV diese hat Uran hebend tot. fingierte Schiffe, die tunlich kirre fingerten. er reist sich als die lüge fleiß. Und der tank. legen, lebte. regt, zu sinnen gefasster Warte. Zerfall, danach horn zu derben sprechen. dicke Systeme für eine Epoche heben. gelb, er hupt, halte, Welt hortet wer hample nicht tiefe Schrift. kein Wind kennt dieser Ansatz meiner Seilbahn reife. die Sprachreise memoriert In Lepra dreie. die erst licht bestehe. nach einem viva lebe Eine Vase an einer tat mit hegelschen surf. die Woge werde nachwuchs. Warum zogen die allen meinen Teilen scheissenden takt.