taberna kritika

Formen zu Formeln (notula nova 60)

Aber: jeder dachte, es würde schneller gehen. (Und: “mich stört, wie er über Rosen schreibt.“)

Aus der Spex: “Wer ist eigentlich der Autor eines Songs, wenn jede Textzeile geklaut ist? Spechtl: “Der, der montiert, natürlich.“” (Heut mit dem älteren Söhnchen gebaut: The lego kingdom of radio and disbelieve.)

Überhaupt: “Text bleibt erstes Instrument” (Aus dem Manifest der Goldenen Zitronen)

Und: Das literarische Weblog als Ort und Gegenstand proliferativer Poetik, gleichermassen … (Ist es schon meins? Oder schon nicht mehr?)

Zum Filmprojekt: die einzelnen Filme titeln (ti=) und jew. Film freistehend ins Blog posten (embed qua youtube o.ä.). Andernorts wird eine Titelliste generiert. Diese soll als Fliesstext lesbar werden. Eine Art Text-Titel-Bewegtbild-Modellierung. Zum Akrostichon. (Und: wenn eine Sportart wie Skispringen nun im Sommer und auf Rasen stattfindet, kann eigentlich nur noch von Kunst die Rede sein.)

Und: die Erscheinung (das Erscheinungsbild) des literarischen Weblogs, der Header, die Farben, Gadgets, Widgets, Navigationsstruktur: All das ist paratextuelles Cover des Blogcontents. Jeder Text, jede Seite wird so einer optischen (oberflächlichen) Identität (body) zugeordnet. Text, content und Tiefenstruktur ist aber, was als Inhalt des Körpers zu betrachten ist, und was je nach Lektüreart und Medium (Rss-Reader, Aggregator, PDF etc.) in anderer Bekleidung gelesen wird. Eine Anpassung des Inhalts (Auszeichnung mit HTML-tags innerhalb des Posts, bspw.) auf den flüchtigen (sterblichen) Körper hin (auch wenn es der vermeintlich eigene sei), mag in anderen Umgebungen schäbig und seelenlos wirken. Soll Form und Inhalt (Leib/Seele) bei einer Analyse oder nur: Lektur, gleichermassen oder gar gegenbezüglich berücksichtigt werden, muss auch an diese (für implizite Leser unterschiedlichsten) Spannungsebenen gedacht werden.)

Und: wenn ich über eine Fernsehserie spreche, spreche ich selten über den Fernseher. Den Fokus bestimmt, wer den Sternenhimmel rahmt. (Das gilt auch für dich: Buchkultur).

Und nachzudenken: über eine weitere Stringentisierung hier verwendeter Boolscher Operatoren in einer möglichen Überarbeitung. Ein komplexes System von Klammern, Ein- und Ausschlüssen, Aussagen und Verweisungen. Das: als (konkret-)poetische Surplus-Struktur. Als grossangelegte, poetische Formel.

Oder, Seite 1 f., bspw.:

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(Text) Und: Text () Oder: Text) Nicht: Text ()) Überhaupt: Text () ()) … undsoweiter

Einladung zur Buch09 in Basel



Flyer, download

SWIPS-VERLAGE AN DER BUCH.09 IN BASEL

Gleich 19 der ausstellenden Verlage an der Buch.09 in Basel sind SWIPS-Verlage. SWIPS – die Plattform kleinerer und grösserer, jüngerer und alteingesessener unabhängiger Verlage aus der Schweiz, steht seit zwei Jahren für die wunderbar schillernden Welten der Schweizer Verlagslandschaft. Wir laden Sie herzlich ein, uns während der Buch.09 vom 13. bis 15. November in der e-Halle zu besuchen und am Freitagabend mit uns auf die Zukunft anzustossen. Verlegerinnen und Verleger sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verlage freuen sich auf Sie. Gleichzeitig wird die 000-Nummer von SWIPS-A3 – das Magazin unabhängiger Schweizer Verlage verteilt.

Vom 13. bis 15. November finden Sie uns und unsere Bücher an der Buch.09 in Basel, in der e-Halle auf dem nt-Areal. Veranstaltung und Einladung: SWIPS-Apéro am Freitag, 13. November 2009, 17 bis 19 Uhr

Die SWIPS-Verlage an der Buch.09: bilgerverlag • Christoph Merian Verlag • edition clandestin • Das Fünfte Tier • Der gesunde Menschenversand • Dörlemann Verlag • edition 8 • Edition Howeg • Lenos Verlag • Limmat Verlag • orte Verlag • edition pudelundpinscher • Rotpunktverlag • Verlag Scheidegger & Spiess • edition taberna kritika • Unionsverlag • verlag die brotsuppe • Waldgut Verlag & Atelier Bodoni • Verlag Martin Wallimann

Mehr: Buch09, SWIPS

Die Eule, der Mops (ist023)

I Zit. Aus Daniels u.a., The world’s writing systems: Abb. eines Labanotationssystems // Nicht nur, dass ich die mit Abstand hässlichsten [Schuhe] anhatte, zudem unbrauchbar, denn sie hatten ein Gummigemisch als Sohle – Gift für den Tanzboden. Ich kam [kann] aber auch zu spät und alle potentiellen Partnerinnen (wie von mir […]) waren vergeben. (Erst später erfuhr ich, dass eine Rechtzeitigkeit an diesem Tag auch nichts gebracht hätte, oder nur wenig.) Die Jungen von der Nachbarklasse hatten [mit] den unterstufigen Mädchen schon vor Wochen angebandelt und die Sache klar gemacht. Die Jungen meiner Klasse bekamen also nur den Ausschuss. II Und ich: bekam den Ausschuss des Ausschusses. Das waren: der Mops und die Eule. So hat es sich wechselnd über ein halbes Jahr hingezogen. Den Abschlussball bestritt ich mit der Eule (obwohl der Mops sicherlich besser tanzen konnte). Den Mops bekam ein damals guter Kumpel. Meine Eltern waren an diesem Abend nicht zugegen. Ich machte mit der Eule meinen Pflicht- und Ehrentanz. Mein Kumpel den seinen mit dem Mops. Danach betranken wir uns. Der Kumpel und ich. Irgendwann hat sich zu uns auch noch der Geschichtslehrer gesellt. // Die Verbindung mit dem Tanz ist diese Sprache des Erinnerns. Es ist keine Sprache der Bewegung. Eine des Vertrauens. Ein Abwesenheitstanz. Ein [Bühnen-]geistertanz. Keine Zeichenfolge mit Haken und Winkeln. Nichts Räumliches. Eine Kette aus Nullen. Keine Einsen. Löschwerte im Logfile. Kaum zu retuschieren. (Musik: “smoke on the water“) III fatal als tolle-Gift, ach nichts gebucht. Die Fugen von oh. Die Suche, oh Ausschuss. Den Abschluss mit der Eile, ein damals guter Bengel. Die Kubik, mit dem Tanz ist diese Spende des Erinnerns. Ein Bier. Eine kette, kein Eisen.

[Achtung Rollenprosa]

@etkbooks twitterweek (20091107)

http://ben.antville.org/ #lbn / (kelter? nie gehört. dagegen ist konstanz aber auch eher fürs lesen bekannt.) / Jochen Kelter über die baden-württembergischen Literaturtage in Konstanz http://bit.ly/tUPPJ #lbn / heut gibts mal wieder linsensuppe “heiner müller” (invariant) http://bit.ly/2F6Hj9 / new blog post: 2007-11-21 nach Wien schreibe ich http://bit.ly/2RpxHU / RT @mauszfabrick: radisch über #loslabern: “pop wird seriös” (brr): http://is.gd/4NQUA #lbn / gender my plug-in http://bit.ly/3ckqRd / new blog post: Die Bambushex feiert ein Fest (notula nova 59) http://bit.ly/1cUDTt / keine chance “rolf-dieter brinkmann” und “rolf dieter brinkmann” bei google auseinanderzuklamüsern. ich geh jetzt ins bett. / RT @bov: antville.org, nichtkommerziell und werbefrei, vergibt wieder blogs: http://tr.im/E09N #lbn / new blog post: Loslabern (fast) http://bit.ly/2BAwjz / new blog post: Logos (ist022) http://bit.ly/1tqv8t / http://www.stoerbuchhandlung.ch/ #lbn / Olten: @etkbooks twitterweek (20091031) (taberna kritika – kleine formen): … Germanisten” (als hardcover für 60 euro.. http://bit.ly/2Z4JCP / mauszfabrick: @etkbooks danke / @mauszfabrick btw: gratulation zum goldhuhn! habs eben erst in volltext entdeckt … / KeinVerlag: Wer Lesenswertes zur und Literatur sucht, dem seien die Tweets von @Litblogs_net @etkbooks zum #ff empfohlen, @inadaequat und @Fiktionaere /

2007-11-21 nach Wien schreibe ich

in wind gesetzt ins hin das nahen

nackten sinns zur insel sagt der augenöffner

wir hier nennen übersetzen

den schönen verrat

wie schön

für A. I.

nach Wien schreibe ich Nun wohne ich schon 3 Wochen in der Stadt, in der Du aufgewachsen bist. Von Tag zu Tag lerne ich ein wenig mehr von ihr kennen. Ich habe eine kleine Wohnung an der Champollion-Strasse, bin also mitten drin und kann an viele Orte zu Fuss. Und ich arbeite ziemlich viel, lerne auch Kollegen kennen und habe F. N. wieder gesehen. Ich bleibe bis zum 2. Januar, werde auch Ausflüge ins weitere Land machen. Gedehnt ist Ägypten ist eine Länge eine Breite – eine Dauer auch, wie riesig das Land in der Zeit liegt. Habe mich schon eingewohnt bin über winzige Kanäle gehüpft habe die Insel gequert es gab Tee und eine Rückfahrt Stehen im Stau. Wie geht es Dir?

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