taberna kritika

@etkbooks twitterweek (20090919)

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2007-11-14 erhöhte die Dosis kalten

tonlagenschillern ein grosses summen

un aus gerichtet minütlich durchstossen

sie liege zerstreut im stummen sie oder

im chor ich der anrufe claxon klirren oder

anschlag auf metall oder interferiert

textil von gleichzeitig und es ist dazu

der MOMENT ver zerwebtes rufen dass

gott o gott

erhöhte die Dosis kalten Wassers nach jedem Schluck. Vom Teeglas Duft nach Zimt und Ingwer, während der Rauch aus den Wasserpfeifen seine aromatisierende Nebligkeit entfaltet ob ich in einem Ruch stehe? Worauf ich Exzerpte erstelle. Gestern zu weit zu rasch zu langsam spaziert, wie auswählen. Gehen im Chor der Automotoren durchs Nonett der Hupen die Soli der Anrufungen ich warte setzte mich dazu. Schwebetöne des Gereds. Wo die Sätze liegen und sagt eine 7 Jahre Dubai 15 Jahre Kairo 4 Kinder 1 Ehemann aus dem Irak 1 Tochter Ärztin 1 schöne Wohnung in Heliopolis 1 Einladung an mich 1 paar schöne Schuhe mit hohen Absätzen was zählt sie sagt

index

dort immer nur gewesen. (GuU11)

Sehr früh aufgestanden. Mit Kopfschmerzen im Ziegengebimmel. Eine Tasse Tee am Küchentisch. Plötzlich fährt eine Hand durch Solanges Einschlupfloch und drückt von unten innen die Klinke. Die Tür geht auf. Susana steht vor mir mit einem Teller “griechischer Krapfen”. Sie erschrickt („er ist schon wach!“), entschuldigt sich, erzählt, sie sei erkältet, und schimpft wie üblich, wie immer, über das Wetter.

Zu vertraut bist du, störende, kaum zu ertragende Figur. Ich drohe dir:  Bald vernehme ich nur mehr deine Stimme, registriere nur mehr deine Anwesenheit …

Spaziergang zu den Klippen hinter dem Hafen. Eine Mulde oben auf dem Plateau. Eine bewachsene Bühne mit Blick hinunter aufs Meer. Eine versenkte Ruine, eine junge Blumenwiese.

Erst das Verlangen, mich wie ein Fohlen auf ihr zu wälzen, mich in ihr zu panieren im gelben Blütenstaub. Im gleichen Moment, beinahe, ein stärkeres, zu bleiben. Hier, in der Ruine, zwischen den Trümmern ihres Fundaments, überwuchert von hohen Gräsern; jetzt, inmitten des Frühlings, die verschwindende Zeit.

Es ist mein Blick, der sie dehnt, die Landschaft endet. Hinter einer Reihe Pinien, an einem kleinen Kap – der erstarrten Zunge hinaus ins Meer.

Wie es sagen, jetzt, noch im Gesumme der Bienen? Andere Augen sogen hungrig das Bild in mich ein, ein Fremdes sprang in mir auf, erkannte es wieder und schwieg, und flüsterte doch: Du bist immer nur dort, dort immer nur gewesen.

Aus “Gestell und Ungestalt. Fassung erster Hand” von Rainer Hoffmann. Gestell und Ungestalt ist soeben bei etkbooks erschienen.

Ein paar Kernaussagen zum Urheberrecht (notula nova 52)

Auf die Frage, warum die notula immer einige Wochen nach der tatsächlichen Niederschrift, einer ersten handschriftlichen Fixierung, hier erscheinen: Man benötigt diesen Minimalabstand, damit sich die einzelnen Aussagen aus ihrem Kontext lösen können. Damit die Kontexte brüchig werden. Damit die Texte offener werden und ein Dialog (ein Polylog) beginnen kann.

Mit anderen Worten: das literarische Weblog ist ein vitalistisches Konzept. Ist ein vitalistisches Werk gegenüber einem Konzept inszenierter Monumentalität, die Text auf – in der Praxis – fremdinszenierte Autorschaft verkürzt.

(Man könnte die vielen Minutenfilmchen natürlich auch unter dem Titel “my daily most boring minute in a year” nennen, o.ä. Die Website müsste dann borestore.com heissen, o.ä.)

Überhaupt: “Im Grunde ist die Ästhetik der Datenbanken die Alternative zu den grossen Erzählungen” (Ernst, Medientheater, 39)

Und, diese Bemerkung zur Asymmetrie / Genealogie von imaginatio: Wenn man 2 Kinder hat und eines ist älter als das andere, kann man sich das eine ohne das andere vorstellen. Das andere aber nicht ohne das eine. (Ist das ein Mangel an Vorstellungskraft?)

Und: das Tagebuch als Grammatik von Aufzeichnung privater Handlungen. (Vielleicht werde ich es doch einmal versuchen …)

Überhaupt: zur Begründung der Verwendung Boolscher Operatoren u.a., dem Mittel zur Beförderung der Erzählbarkeit des Unerzählbaren: “Im frühen Mittelalter (…) sie akzeptiert” (Ernst, Medientheater, 39, nachzutragen)

Todo: eine Collage (jew. 1-2 Sätze) aus allen (vielen) Texten über den sog. “Heidelberger Appell” (Presse-, Manifeste-, Positionen, Heissgenadeltes, Abgeschriebenes, Rumgegröltes, Untergegangenes etc.) bzw. zum Thema Copyright anfertigen. Kernaussagen, Frontalschnitte, Worthülsen. Diese in einen erstaunlich geschmeidigen Fluss bringen. (Vielleicht mit einem Endnotenblock aus Quellen, unverbundenen, ebenfalls fliessenden.) (erl.)

Und das Söhnchen #2, als Sprachanfänger: sieht im Bus eine Fliege, formuliert unüberhörbar, dazu: “tot!” (Wie bespielt man das vor Publikum? Erste pädagogische Selbstzweifel.)

Heideggers Hand / Manuscripture (ist015)

I Zit. Aus Derrida, Geschlecht: Über die Handschrift als Gebärde, Geste und unmittelbarste Manifestation eines Wortes. // Notizen. Zerstörung Wort -> Bild. Verlangsamung des Lesens. Die Schreibmaschine ver[hüllt] das Wesen des Schreibens. II Köln Anfang 2002 ([Glimpses]): Erste Tests mit der Olivetti (Eine Be[wältigung] einer Verlassenheit durch eine Freundin. Formal. Nicht inhaltlich) – das Schreiben (Das Unkorrigierbare in diesem Manuskript, der “[Status]” reicht aber inhaltlich in eine Zeit vor der zerbrochenen Beziehung zurück. (Vielleicht handelt es sich mit und in dieser Beschäftigung um eine Ausradierung eines Zeitraums. Dem mit M.H. Eine Verflüssigung [gemeinsam] verbrachter Zeit. Eine definitive VERBRINGUNG!) – und diese[s] soll haltbar gemacht werden. Sich manifestieren (ähnlich einer Tätowierung. Überhaupt Tattoos: Tätowierungen -> Schreibmaschine -> maschinelle Arbeit mit der Nadel – Tätowierungen -> La Manuscripture -> Die Arbeit mit der Nadel an der eigenen Hand. Der Selbststich, unvermittelt. (Das Erhitzen der Nadel, wasserfeste Schultinte). [Abb./Schema im Text: “Handschreiben / Stechen“] // Ich besitze Tätowierungen beiderlei Sorten. Habe Schrift und Eigenschaft in mir angelegt ([gefunden]). Eine Neubauten-Logo, keltische Ornamentik (maschinell, Studios, letzte Hinterhöfe). Aber auch seit dem 17. Jahr ein Handgemachtes, Geschriebenes (Manuscripture im [Jugend]zimmer) am linken Unterarm. Es sieht ungefähr so aus [Abb. im Text] III Der zweite Faden führt auf die Schiff zivil, so wird die unwohl barste Maifete mainfest, und so dem Blich sich zeigende. die hand seift Mieter, unwirkliche Wege edeln wir. Das Scherben, genesen verbrachter Zeit. Geschrei.