wohlgemerkt: habs als “(die) kompetenznachweiskultur” und nicht als “kompetenznachweis kultur” gelesen … // Textmist #wörter // Strafgefangener darf in Sütterlin schreiben, http://archiv.twoday.net/stories/5888024/, #lbn // RT @frescosecco: «Die abstrakte Vertaktung des Lebens» (ist notiert, #lbn) // nzzs hürlimannputzete http://bit.ly/HD3QM #lbn // new blog post: ins gespaltene Schreiben. (GuU07) http://bit.ly/4Kzh3 // new blog post: Fettschlauch (notula nova 47) http://bit.ly/kCM9f // new blog post: 2007-11-10 vom Grossvater aus Ägypten http://bit.ly/RlL0v // http://www.kompetenznachweiskultur.de/ via http://abgebr.antville.org/stories/1925147/ #lbn // Da! Da steht er wieder. Der Käsehändler. Knicks- und grussbereit. // Ahnungsarchitektur, Zentrum für Politische Schönheit, http://www.politicalbeauty.de/ #lbn // @Spex nach ihrer letzten show @ http://club.badbonn.ch/ musst ich kotzen, so gut wars … // @spalanzani hm. war da das gemeint?: http://www.zeit.de/2009/21/Zeitgeist-21 // @spalanzani ach nee, eher das: http://bit.ly/aW0I5 … joffe hat da wohl so nen kleinen bonmotkanon … // @inadaequat über mich würd ich ja schreiben: “ich mach was mit texten” … #lbn // @inadaequat man geht wieder auf die strasse. online, sozusagen … mehr davon! // @inadaequat fehlt nur noch ein logo … // @inadaequat das kultursemiotisch zusammendenken. “ich mach was mit zeichen” … // @inadaequat aha! “ich mach was mit ∑”, kurz: #imwm∑ … behalten wir mal im auge … http://www.sigma.fm wär ja noch frei … #lbn // … und jetzt schnell noch eine feiste eierspeise … // georg seesslen weblog : http://www.seesslen-blog.de/ #lbn (merci @goncourt) // übrigens: die anschwellende rohrpost-diskussion zum thema entlohnung von praktika im kulturbetrieb. bsp: http://tinyurl.com/mjcnov #lbn // Sie schreibt ihm einen weiteren sehnsüchtigen Brief, den er wiederum nicht beantwortet. #textetrouvé http://tinyurl.com/divenasche // RT @litblogs_net: Matthias Kehles Lyrik-Blog » Nachtrag Falkner + Jackson http://bit.ly/1WXHV // RT @ebel: RT @michelreimon: RT Offenster Brief zum dümmsten Text über das Internet: http://tinyurl.com/rdyc86 #LOL #lbn //
taberna kritika
Die Durchschnittskunst (notula nova 48)
für den goldenen Fisch …
2007-11-10 vom Grossvater aus Ägypten
sie ein klammer beginn klammer
auf klammer zu je eher desto
besser die tür als tür nicht schein
tor bevor vor dem hauch dem
tor tor denke ich höre das johlen
es bleibt bei 3 : 1 für TUNIS
vom Grossvater aus Ägypten mitgebracht und von mir in meiner Zürcher Wohnung bewahrt 1 Tischteppich, mehrere klapp, 5 Messingtischplatten mit Silberschrift, 1 Skarabäus (verloren), 1 Gipsrose (verloren), 1 Erklärung und mehrere Begründungen (vergessen), 1 Name von Pflanze (vergessen; die Pflanze: verloren), mehrere Reiseerzählungen (waren fragmentarisch, da er lieber von mathematischen Formeln und in Wortspielen sprach, das aber gut). Weshalb die Reise? Weshalb damals diese Reise? War es SEINE Reise? Fragen unmöglich. Zu spät. Später. Nein, längst war es zu spät geworden. In welcher Sprache sich erinnern, wenn bare Tischgestelle
ins gespaltene Schreiben. (GuU07)
Nachmittags einsam, müde, melancholisch, leicht depressiv. Ein Ich läßt sich gehen, sehr angenehm. Bewölkt, diesig, beinahe trüb. Es ist kühl, als käme der Herbst. Holgers Kassette auf der Terrasse gelauscht (ein Zettel im Cover: “Im Flugzeug einlegen und weitere Anweisungen abwarten. Natürlich nie befolgen. Gut zuhören. H.“)
Ich friere, ich falle, ein Tagtraum beginnt:
Anne ruft mich an und wünscht sich, daß ich sofort zurück nach Aachen komme. Sie ziehe in zwei Wochen nach Oregon auf eine Farm und werde heiraten …
“Bist du verrückt?”
Nein, ihr sei es ernst. Sie habe sich schrecklich verliebt und könne nicht anders.
“Dummer Scherz!”
Nein, es sei wahr. Ich solle bitte kommen. Sie wolle mich noch einmal sehen.
“Wer ist der Kerl, der dir das Hirn gefressen hat?”
“Paul.”
“Und was hat der Paul, daß du plötzlich Hühner züchten möchtest?”
“Paul Auster …” Ich lache sie aus.
“Lach nur aber bitte komm!”
“Wo hast du Paul Auster denn kennengelernt?”
“Nach einer Lesung in Aachen … ist doch egal! Komm!”
“Einen Scheißdreck werde ich tun, Frau Stabler!” (nun wütend)
“Bitte. Vielleicht sehen wir uns …”
“Hör zu! Ich werde nicht kommen. Pack mein Zeug in Kartons und stell es in den Keller. Ich werde es mir dort abholen. Viel Glück in Oregon mit Paul Auster. Wir werden uns bestimmt wiedersehen …”
“Nein! Bitte komm! Das mit der Wohnung ist nicht das Problem! Er zahlt sie weiter.”
“Mensch! Paul Auster ist aber reich!”
“Hör auf! Ich will dich wirklich noch einmal sehen …”
“Verdammt, dann flieg nach Griechenland!”
(„Bitte!“ “Nein!” “Bitte!” “Nein!“). Als ich den Sprung in der Platte bemerke, sehr spät, Abbruch.
Als gelänge der Traum an einen Horizont, als gerate sein Erzählen ins Stocken. Der Traum weitet sich, das Erzählen wird dünn und dünner, entläßt einen langsam aus seinem Bann. Man hört sich reden, man sieht sich gestikulieren (im Garten auf und ab gehen wie in einem zu kleinen Zimmer). Aus der Figur schlüpft der Schauspieler, der seinen Text vergessen hat. Der unsichtbare, anonyme Souffleur wurde langsam leiser, flüsterte nicht mehr, verstummte. Man kehrt zurück, findet sich wieder auf einer leeren Bühne, als Zuschauer seiner selbst.
Und dann erinnert man die Tagträume plötzlich wieder als Figur desselben nur ein kurzes, letztes kostbares Moment vor dem Fall in ein anderes, ins auch äußerliche: ins gespaltene Schreiben.
Aus “Gestell und Ungestalt. Fassung erster Hand” von Rainer Hoffmann. Gestell und Ungestalt erscheint im September 09 bei etkbooks.
Fettschlauch (notula nova 47)
Dann: Geben sie uns den billigsten Grappa. Die Sippe. Und: wundern sich. Bekommen sie nur: Kunstähnliches von uns. (Grappaähnliches erzeugt Kunstähnliches, wie jeder weiss. Das ist doch sehr einfach nachzuvollziehen, liebe Sippe.) Fritz Michel möchte in diesem Zusammenhang nicht genannt werden.
Und: 4. Das Fach für den Textilveredler. Und: Die Späne zum Entzünden des Feuers heissen Flammator. (Es gibt Thunfisch-Tomaten-Pasta. Man befördert uns zu Regenspaziergangstypen. Man befindet über)
halbrezenten gruyère
halbrahmschnitzel
halbdrachen
halbe mieten
Überhaupt: Dieser plötzliche Fokus. P. lobt die Bibliotheca Caelestis. H. will rezensieren. Was ist da passiert? Eine Netzkiste? Die Installation gibt es schon seit einem ¾ Jahr. (Die ruhigen Dinge, die ihre Gewalt in der Zeit offenbaren, sicherlich).
Die Hexenkinder
In dem Land, das nicht sein darf
Die Linsensuppe
Das Fieberkind hat sich erholt. Isst schon wieder fette Würste. Goody Goody. (Zwei ehemalige Tatortkommissare singen das. Man hat sich Ohrwürmer eingefangen. Repetitiva: hoch und runter.)
M.F.: In der Sonne ist es immer gleich einiges wärmer. Ja, erwidere ich. (Die Rede über offensichtliche Wetterphänomene als Einladung zu einem dissensfreien Diskurs. Aber: Ausnahmesituation Wetterhalbprofis. Gefährliches Teilwissen. Das Ausufern von Diskurs je nach Konstellation. Quantitative und qualitative Kollektion und Reproduktion von Daten und Quellen führt auch zu dialektischem Dispens von Theorie.)
Oder (auch nur): eine Einladung zum Schweigen.
Überhaupt: ist eine Sprache der Theorie immer auch eine Theorie der Sprache. Ist das Sprechen von Theoriesprache eine praktische Arbeit an Sprachtheorie und umgekehrt. Ist alles immer auch umgekehrt der Fall. (Im positiven wie negativen Sinne). Oder Schweigen.
(Ergreife den Stern und mach dich zum Herrn. So wirst du das Gleichnis deiner Herkunft erfahren. Der Drache der Weisheit aka Frau Mahlzahn. Und: die noch zu schreibende Dissertation: Zur Nietzscherezeption in Kinderbüchern des 20. Jahrhunderts.)
Oder: Heidegger.